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Eigenschaften

  • orchideengleiche Blüten mit Sprenkeln
  • wachsen aufrecht und aufsteigend
  • bilden Rhizome aus
  • gedeihen gut in Schatten und Halbschatten
  • nur bedingt winterhart

Krötenlilien

Gattung Tricyrtis ab €5.00 kaufen
     
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Als Pflanzengattung gehören die Krötenlilien (bot. Tricyrtis) zur Pflanzenfamilie der Liliengewächse (bot. Liliaceae). Weltweit sind 23 Arten dieser Gattung bekannt. Davon kommen viele Pflanzenarten äußerst selten vor und sind nur in kleinen und abgegrenzten Gebieten zu finden.

Pflanzen der Gattung Tricyrtis sind Schattengewächse, die filigran wirken und in ihrem Aussehen an Orchideen erinnern. Der Volksmund nennt die attraktiv blühenden Pflanzen gern auch Gartenorchideen. Der Name der Pflanzengattung Tricyrtis besteht aus den griechischen Begriffen tri für drei sowie kyrtos für konvex. Er leitet sich von den drei Kelchblättern an den Pflanzen ab. Die Arten aus der Gattung Krötenlilie überzeugen mit einer langen Zeit der Blüte. Diese Blüte ist reichhaltig und setzt spät im Jahr ein. Je nach Pflanzenart beginnen Tricyrtis Gewächse zwischen den Monaten Juni und August zu blühen. Die Blühzeit reicht bis an die ersten frostigen Tage im Herbstmonat Oktober heran.

Blatt

Krötenlilien fallen durch zahlreiche mittelgrüne Blätter aus. Sie sind wechselständig an den Stängeln der Pflanzen verteilt. Blattstiele sind kurz oder kaum vorhanden, sodass die Laubblätter fast auf den Stängeln aufsitzen. Die Blattspreiten sind dünn und einfach. Ihre Formungen sind eiförmig bis elliptisch. Die oberen Enden der Spreiten erscheinen zugespitzt bis spitz. Der Spreitengrund umfasst die Stängel der Pflanzen zum Teil bis vollständig. Die Blattadern verlaufen parallel. Vorhanden sind zahlreiche Blattadern.

Blüte

Die auffälligen Blüten der Krötenlilien stehen einzeln an den Pflanzen. Selten bilden sie traubige Blütenstände. Sie sind zwittrig, dreizählig und trompeten- bis glockenförmig. Bei einem Schnitt durch die Achsen bilden die Blüten deckungsgleiche Hälften. Aus diesem Grund bezeichnet der Botaniker die Blüten als radiärsymmetrisch.

Die sechs Hüllblätter der Blüten sind frei und ungleich. Meist erscheinen sie an ihren oberen Enden zurückgebogen oder weit ausgebreitet. Die Blütenblätter sind oft nicht haltbar. Drei Hüllblätter bilden die äußere Blütenhülle, sie sind kurz gespornt oder sackförmig. Auf den weißen oder gelben Blättern der Blütenhülle erscheinen viele Flecken in der Farbe Purpur. Jeweils drei Staubblätter bilden zwei Kreise. An der Basis der Blütenhülle befinden sich die etwas abgeflachten Staubfäden. Im oberen Bereich laufen diese Staubfäden aufeinander zu und bilden so eine kurze Röhre. Die drei Fruchtblätter bilden einen oberständigen Fruchtknoten mit drei Kammern. In jeder der Kammern befinden sich zahlreiche Samenanlagen. Der Griffel an den Blüten ist säulenförmig.

Frucht

Pflanzen der Gattung Krötenlilien bilden Kapselfrüchte. Diese sind dreikantig und breit zylindrisch. Als Streufrüchte öffnen sie sich an den im Fruchtknoten vorgezeichneten Öffnungslinien. So setzen sie die Samen frei.

Wuchs

Die Arten der Gattung Tricyrtis gedeihen als ausdauernde krautige Gewächse. Als Überdauerungsorgane bilden sie Rhizome aus. Diese sind kriechend, oft kurz und nur gelegentlich länger. Die durchschnittliche Wuchshöhe der Gewächse beträgt etwa 80 Zentimeter. Unter idealen Bedingungen an ihrem Standort erreichen Pflanzen dieser Gattung Höhen von bis zu 150 Zentimetern. Tricyrtis Arten bilden aufrechte oder aufsteigende Stängel. Sie sind einfach. Je nach Art verzweigen sich die Stängel im oberen Bereich.

Standort

Tricyrtis Arten bevorzugen einen Standort im Schatten. Auch mit einem Halbschatten kommen die Pflanzen gut zurecht. Plätze in der prallen Sonne vertragen die Gewächse wegen ihrer zarten Blüten nicht.

Die Gartenerde rund um die Wurzeln sollte durchlässig, feucht und frisch sowie reich an Nährstoffen sein. Pflanzen der Gattung Tricyrtis stehen ideal vor Gehölzen. Das Substrat sollte keinen Kalk enthalten. Dieser schadet den Pflanzen.

Verbreitung

Als Heimat der Pflanzen aus der Gattung der Krötenlilien gilt der Osten Asiens. Das Verbreitungsgebiet reicht vom Himalaya über die Volksrepublik China bis hin nach Taiwan und Japan. Eine Pflanzenart ist auf den Philippinen zuhause.

Nutzung

Krötenlilien eignen sich als Zierpflanze in Rabatten und im Gartenbeet. Dekorativ wirken sie in Kübeln auf Balkon und Terrasse. Einen für lange Zeit anhaltenden Schmuck bieten sie als Schnittblume in einer Vase.

Pflege/Schnitt

Krötenlilien sind Orchidee zwar sehr ähnlich. Ihre Pflege gestaltet sich jedoch nicht so anspruchsvoll und extravagant. Die Wurzeln der Pflanzen sollten nie in trockener Erde stehen. Der Pflanzenfreund gießt regelmäßig, während der warmen Perioden im Sommer täglich. Für den Guss eignet sich kalkarmes Regenwasser. Alternativ biete sich Wasser aus einem Gartenteich an. Das Gießwasser muss der Gärtner direkt an die Wurzeln gießen. Es soll sich gut im Boden verteilen. Staunässe schadet den Pflanzen.

Im Laufe eines Jahres brauchen Pflanzen der Gattung Tricyrtis zwei- bis dreimal eine Gabe Nährstoffe. Als Dünger sind mineralisch-organische Substanzen optimal, die keinen Kalk enthalten. Alternativ arbeitet der Pflanzenfreund reifen Kompost in den Boden ein. Ab den Herbstmonaten September bis Oktober ist das Düngen nicht mehr nötig.
Ein Rückschnitt der Pflanzen aus dieser Gattung ist unmittelbar nach der Blüte angezeigt. Der Schnitt reicht auf eine Handbreit über den Boden.

Krankheiten/Schädlinge

Zwiebeln und Rhizome der Gattung Krötenlilie ziehen Wühlmäuse an. Zum Schutz setzt der Gärtner die Pflanzen in Drahtkörbe. Ein anderer Schädling für die Pflanzengattung Tricyrtis ist das Lilienhähnchen. Dabei handelt es sich um einen leuchtend roten Käfer. Er legt seine Eier auf der unteren Seite der Blätter ab. Schlüpfen die Maden, fressen sie die gesamte Pflanze kahl.

Großen Schaden an den Pflanzen dieser Gattung richten Nacktschnecken an. Sehr aktiv ist die Spanische Nacktschnecke. Dem eingewanderten Schädling folgt im Schadensbild dicht die heimische Gartenschnecke.

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