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Eigenschaften

  • winterharte, mehrjährige Zwiebelpflanzen
  • ausdauernde Sommerblüher von Mai bis Oktober
  • farbenprächtige, zum Teil stark duftende Blüten
  • vielfältige Blütenfarben, viele Zuchtformen
  • Wuchshöhen zwischen 30 und 200 Zentimetern

Lilien

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Die Pflanzengattung der Lilien (bot. Lilium) gehört zur Familie der Liliengewächse. Sie umfasst etwas mehr als 100 verschiedene Arten. Bereits vor Jahrtausenden begeisterten die imposanten Blumen die Menschen in der Antike. Bedeutung erlangten sie insbesondere als Zier- und Heilpflanzen. Noch heute erfreuen sich die vielfältigen Gewächse großer Beliebtheit. Das liegt vor allem an ihrer üppigen Blütenpracht. Diese erscheint in zahlreichen Varianten und Größen.

Die ausdauernden Sommerblüher gelten als elegant und anmutig. Mit ihrer farblichen Fülle bereichern Lilien jeden Garten auf eindrucksvolle Weise. Sie eignen sich für naturnahe Anlagen ebenso wie für bunte Rabatten oder Kübel auf der Terrasse und dem Balkon. Von vielen Lilien geht ein starker Duft aus. Wenn die süßen, intensiven Aromen verströmen, ziehen sie Bienen sowie andere Nützlinge im Garten an.

Blatt

Die Blätter der Lilien sind in der Regel ungestielt und von satter grüner Farbe. Sie befinden sich an dem glatten, aufrechten Stängel in gleichmäßiger oder wechselständiger Anordnung. Ebenso lässt sich eine Verteilung von Blättern in Form von Wirteln beobachten. An diesem sogenannten Knoten setzen dann bis zu 40 Blätter an. Die Form der Blätter variiert und zeigt sich innerhalb der verschiedenen Arten lanzettlich, elliptisch, linealisch oder eiförmig. Die Blattspreite läuft nach außen hin spitz zu. Im Allgemeinen zeigen sich die Blattränder in einer glatten Optik. Seltener sind mnimale Zellverwölbungen spürbar.

Blüte

Die Blüten der Lilien befinden sich an den Blütenstielen. Entweder in aufrechter, hängender oder geneigter Weise. Grundsätzlich lassen sich drei Basisformen erkennen. Dies sind die Trompeten-, die Schalen- sowie die Turbanoptik. Daneben finden sich, bedingt durch Züchtungen, weitere Übergangsformen wieder. Jede Lilie beitzt sechs Blütenhüllblätter sowie sechs Staubblätter. Die Hüllblätter verlaufen in zwei Kreisen. Mittig sitzen die Staubblätter samt Staubbeutel, die entweder mit der Hülle abschließen oder aus ihr herausragen. Die Farben der Blüten sind vielfältig. Sie reichen von Weiß und Rosa über ein leichtes Grün oder Gelb bis hin zu diversen Rottönen oder Purpur. Lediglich Blau zählt nicht zu den natürlichen Lilienfarben.

Frucht

Die Kapselfrüchte der Lilien bestehen aus drei Kammern und besitzen eine eiformige bis länglich-ovale Form. Im Inneren liegen die samentragenden Fächer. Die Samen weisen eine flache, runde Gestalt auf. Bei eintretender Reife platzen die Rippen der Fruchtblätter auf, das jeweilige Samenfach öffnet sich und die Samen treten hervor. Wenn die Ausbildung von Samen nicht erwünscht ist, sind vertrocknete Blütenstände rechtzeitig abzuschneiden.

Wuchs

Lilien gehören zu den Zwiebelpflanzen. Sie sind winterhart und ausdauernd. Im Frühjahr erscheinen die ersten Triebe der mehrjährigen Pflanzen. Die aufrecht wachsenden Stängel mit ihren ungestielten Blättern und den ganzrandigen Blatträndern zeigen sich in Grün oder Braun. Am oberen Ende bilden sich die Knospen. Die Blütezeit liegt zwischen Mai und Oktober. Je nach Sorte beträgt die Wuchshöhe 30 bis etwa 200 Zentimeter.

Standort

Die Pflanzengattung der Lilien mag es sonnig, bevorzugt jedoch einen Pflanzenfuß, der sich im Schatten befindet. Dieser lässt sich durch entsprechende Begleitpflanzen erreichen. Empfehlenswert sind leichte, nährstoffreiche, wasserdurchlässige Böden. Staunässe sowie starke Winde vertragen die Pflanzen nicht. Lehmige Böden lassen sich mit Sand oder Splitt auflockern.

Verbreitung

Auf der gesamten Nordhalbkugel wachsen Lilien. Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich von asiatischen Ländern wie Japan oder China über Nordamerika mit der Pazifikküste bis nach Europa.

Nutzung

Lilien nehmen einen festen Platz als Zierpflanzen ein. Dank ihrer dekorativen Blüten sind sie als kultivierte Pflanzen in vielen Gärten, auf Terrassen oder Balkonen zu finden. Mittlerweile existieren zahlreiche Hybriden. Ebenso setzten sich die Lilien als farbenfrohe Schnittblumen durch.

Als Heilpflanzen kommt den Zwiebelblumen bereits seit Jahrhunderten Bedeutung zu. Sowohl in der Antike als auch im Mittelalter wurden aus Lilien Salben hergestellt oder Pflanzensäfte gewonnen, denen die Menschen heilende Wirkung nachsagten. In China dienen noch heute bestimmte Pflanzenteile als Mittel gegen Krankheiten.

Dort lassen es sich die Menschen nicht nehmen, die Zwiebeln der Blumen regelmäßig zu essen. Neben der Zwiebel, die im frischen Zustand oder getrocknet verzehrbar ist, gelten weitere Bestandteile der Pflanzen als essbar. Jedoch trifft das nicht auf alle Arten der Pflanzengattung zu.

Pflege/Schnitt

Ein optimaler Zeitpunkt, um die Zwiebeln der Lilien zu setzen, ist das Frühjahr. Das Pflanzloch ist rund drei Mal größer, als der Durchmesser der Blumenziebel. Eine einmalige Düngung pro Jahr genügt den Pflanzen. Es empfiehlt sich ein organischer Dünger, der vor dem ersten Austrieb auszubringen ist. Ein erster Schnitt erfolgt nach der Blüte. Sollen sich Samen ausbilden, verbleiben die ausgeblühten Teile an den Pflanzen. Bei einem zweiten Schnitt liegt der Schnittpunkt der Stängel direkt über der Erde.

Krankheiten/Schädlinge

Gegenüber bestimmten Pilzen und Viren zeigen sich Lilien als anfällig. Pilze, dazu gehört die Grauschimmelfäule, verursachen Verfärbungen und führen zum Absterben der Pflanze. Befallen sind die über der Erde befindlichen Pflanzenteile. Diese sind zu entfernen, damit die Lilien im Folgejahr gewohnt kräftig austreiben. Bei einem Virenbefall kommt es oft zu missgebildeten Blattformen und gemusterten Blättern. Hier hilft nur das Verbrennen der kompletten Pflanze.

Ein bekannter Schädling, der die Lilien als Futterpflanzen nutzt, ist das Lilienhähnchen. Dabei handelt es sich um einen roten Käfer, der zirpende Geräusche von sich gibt. Er lässt sich durch Absammeln entfernen. Ein Wasserstrahl auf die betroffenen Stellen der Pflanzen ist hilfreich, um die Larven abzuspritzen. Auch eine Lösung aus Ethanol und Schmierseife soll hilfreich sein. Wühlmäuse bevorzugen die Zwiebel in der Erde. Um Zugriffe unmöglich zu machen, kommen Drahtkörbe um die Zwiebel in den Boden.

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