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Eigenschaften

  • anspruchslose Stauden
  • aufrechte Blütenkerzen
  • dicht behaarte und kahle Arten
  • an Trockenstandorte angepasst
  • pflegeleicht, winterhart

Zieste

Gattung Stachys ab €3.20 kaufen
     
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Die Gattung der Zieste (bot. Stachys) gehören zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Rund 300 bis 360 Arten sind innerhalb der Gattung beschrieben. In Deutschland kommen rund zehn Arten wild vor. Von Bedeutung ist der Knollen-Ziest (Stachys affinis), dessen Wurzeln die Grundlage für einige Gerichte bilden.

Im Sommer entwickeln die Arten ein prachtvolles Blütenmeer. Die kerzenförmigen Blütenstände ragen in den verschiedensten Farben erhaben in die Höhe und sorgen in jedem Garten für wunderschöne Akzente. Schon die Engländer erkannten den besonderen Wert der Stauden und nutzen sie als Einfassung für ihre Cottage-Gärten. In der passenden Gesellschaft erzeugen die Zieste ein elegantes Bild. Die filzig behaarten Arten fügen sich perfekt in einen Themengarten ein, in dem die Farbe Silber im Vordergrund steht.
Zieste gelten als echte Insektenmagneten. Zu jeder Tageszeit locken die zart duftenden Blüten unzählige Insekten an. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge umschwirren die Blütenstände und erfreuen sich an dem süßen Nektar, den die Blüten in Hülle und Fülle zu bieten haben. Es ist ein Schauspiel für jeden Naturliebhaber. Zieste dürfen in keinem Naturgarten mit vorwiegend heimischen Pflanzen fehlen. Zahlreiche Zuchtformen lassen das Herz jedes Hobbygärtners höher schlagen. Keine andere Pflanze lässt sich so vielseitig einsetzen, wie die Arten der Zieste.

Blatt

Die Blätter der Zieste sind variabel gestaltet. Sie folgen einer gegenständigen Anordnung am Stängel. Bei einigen Arten besitzen die Blätter keinen Blattstiel und sitzen mit der Blattspreite auf der Sprossachse. Andere Arten entwickeln gestielte Blätter. Die Blattspreite ist ungeteilt und länglich bis lanzettförmig oder eiförmig bis rundlich und manchmal herzförmig ausgebildet. Der Blattrand ist glatt oder fein bis grob gesägt. Teilweise ist der Blattrand grob eingekerbt. Einige Arten entwickeln eine leichte oder dicht filzige Behaarung auf der Blattober- und auf der Unterseite. Die netzartigen Nerven auf den Blattspreiten treten bei vielen Arten deutlich hervor.

Blüte

Die Einzelblüten stehen in dicht gedrängten Scheinquirlen. Sie entspringen aus den Blattachseln der oberen Blattpaare. Zieste entwickeln die für Lippenblütler typischen Blütenformen. Die Einzelblüten sind zwittrig und spiegelsymmetrisch aufgebaut. Sie folgen einem fünfzähligen Aufbau.
Eine doppelte Blütenhülle, die den Namen Perianth trägt, setzt sich aus Kelch und Krone zusammen. Die fünf Kelchblätter bilden eine verwachsene Röhre mit kurzen Kelchspitzen. Sie sind grünlich gefärbt und kahl oder behaart. Die fünf Kronblätter sind im unteren Teil zu einer Kronröhre verwachsen. Im oberen Teil sind Ober- und Unterlippe deutlich erkennbar. Die Unterlippe besteht aus drei Lappen und ist länger als die Oberlippe. Aus der Kronröhre ragen vier Staubblätter heraus. Die Blütenkrone erstrahlt artabhängig in weiß, gelb, rot oder rosa. Die Blütenpracht zeigt sich zwischen Juni und August.

Frucht

Zieste entwickeln Klausenfrüchte, die typisch für die Familie der Lippenblütler sind. Die Zerfallfrüchte entstehen aus dem Fruchtknoten, der aus zwei Fruchtblättern besteht. Nachträglich entwickelt die Pflanze eine falsche Scheidewand im Fruchtknoten. Es entstehten insgesamt vier längliche bis eiförmige Teilfrüchte.

Wuchs

Die Stachys-Arten wachsen als aufrechte, krautige Pflanzen. Sie sind ein- oder mehrjährig. Einige Arten sind als Halbsträucher oder kleinere verholzende Sträucher beschrieben. Mehrjährige Arten entwickeln unterirdische Rhizome, die als Überdauerungsorgan im Winter dienen. Zieste bildet dichte Horste. Die Pflanzen erreichen Höhen zwischen 15 und 100 Zentimetern.

Standort

Zieste gelten als anspruchslos, was den Standort betrifft. Sie lieben Standorte in der Sonne. Sie stehen gerne auf gut durchlässiger und kalkfreier Erde. Die meisten Ziest-Arten benötigen einen trockenen Boden. Andere Vertreter mögen einen frischen Boden, der nicht vollständig austrocknet. Staunässe vertragen die Arten nicht. Regenperioden schaden ihnen nicht. Eine Ausnahme ist der Sumpf-Ziest (Stachys palustris), der auf nassen Böden vorkommt und Staunässe verträgt. In Süddeutschland sind Zieste flächendeckend auf nährstoffarmen Standorten anzutreffen. Am geeigneten Standort im Garten überdauern die mehrjährigen Arten viele Jahre.

Verbreitung

Das Areal der Zieste erstreckt sich über alle Kontinente, mit Ausnahme von Neuseeland und Australien. Sie sind im Mittelmeergebiet und in Mitteleuropa heimisch und kommen im Nahen Osten und in Südafrika vor. Auf dem amerikanischen Kontinent sind sie in Chile verbreitet. Einige Vertreter stammen aus Westasien.

Nutzung

Zieste eignen sich für eine Gruppenpflanzung und kommen in Einzelstellung gut zur Geltung. Sie sind wahre Alleskönner. Gartenbesitzer schätzen einige Sorten wegen ihres auffälligen Blattschmucks. Andere Arten bilden dichte Teppiche und sorgen für eine Begrünung von kargen und tristen Bereichen. Die auffallende Blütenpracht machen Zieste zu beliebten Begleitern in Themengärten. Aufgrund ihrer geringen Ansprüche an den Standort sind sie optimal für farbliche Kontraste in Steingärten und auf Trockenrasen.

Mit den richtigen Pflanzpartnern bereichern sie jedes Staudenbeet. Zieste fühlen sich zwischen Skabiosen, Glockenblumen, Bartfaden, Phlox und Goldfelberich am wohlsten. Zu den Blüten des weißen Ziersalbei bilden die rosa und rot gefärbten Ziest-Arten einen besonders schönen Kontrast. In Beeten sind Zieste beliebte Pflanzen, da sie ihre Nachbarn nicht bedrängen oder überwuchern. Ihr starr aufrechter Wuchs macht sie zu berechenbaren Pflanzen. Im Naturgarten unterstützen die heimischen Arten einen wilden Charakter. Sie dürfen in keiner Bienenweide fehlen. Zieste eignen sich für die Bepflanzung von Gräben.

Pflege/Schnitt

Zieste benötigen an einem geeigneten Standort keine Pflege und keine Zugabe von Düngern. Arten, die an Trockenstandorte angepasst sind, benötigen keine zusätzliche Bewässerung. Das zusätzliche Gießen empfiehlt sich in lang anhaltenden Trockenperioden für Pflanzen, die mehr Feuchtigkeit benötigen. Ob eine Wassergabe notwendig ist, hängt von der Pflanze, ihrem Standort und den Temperaturen ab. Eine Auflockerung des Bodens dient dazu, dass sich keine Staunässe bildet und das Wasser gut abfließt.

Die beste Jahreszeit für einen Rückschnitt der abgestorbenen Pflanzenteile ist der Herbst. Im naturnahen Garten erfolgt kein Rückschnitt. Die Stauden bleiben den Winter über stehen und liefern zahlreichen Insekten einen Platz zum Überwintern. Vögel ernähren sich während der kalten und nahrungsarmen Jahreszeit gerne von den Samen der Pflanzen. Der Ausbreitungsdrang der Pflanzen über ihre Samen ist nicht stark ausgeprägt.

Krankheiten/Schädlinge

Für Zieste sind keine Krankheiten und Schädlinge beschrieben. Sie fürchten weder Schneckenfraß noch Pilzbefall oder Blattläuse.

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