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Eigenschaften

  • üppiger Wuchs
  • enorme Wuchshöhe
  • leuchtende Blütenfarben
  • trompetenförmige große Blüten
  • Nahrungsquelle für Hummeln und Bienen

Trompetenblumen

Gattung Campsis ab €16.10 kaufen
     
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Die exotisch anmutenden Trompetenblumen (Campsis) sind eine Gattung in der Familie der Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae). Diese Familie gehört zur Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Die Gattung umfasst zwei Arten, die auf ihre zwei unterschiedliche Herkunftsländer zurückzuführen sind: Die Amerikanische Klettertrompete (Campsis radicans) stammt aus Nordamerika. Die Chinesische Klettertrompete (Campsis grandiflora) hat ihren Ursprung in China.

Die Amerikanische Klettertrompete kam 1622 nach Europa und fällt durch ihre intensive Blütenfarbe und die gefiederten Blätter auf. In China tragen Campsis den wunderschönen Namen "Dem Himmel sich nähernde Blume". Dieser Name deutet auf ihre Eigenschaft als Kletterpflanze hin. In unseren Breiten ist die Große Klettertrompete die bekannteste Vertreterin dieser Gattung. Die Kreuzung aus der Amerikanischen und Chinesischen Trompetenblume sowie zahlreiche Hybridzüchtungen unterscheiden sich in Blütezeit, Kletterverhalten und Winterhärte. Die Pflanzen mit ihren prachtvollen Blüten erfreuen sich großer Beliebtheit. In jedem Garten ist sie ein echter Hingucker und lockt mit ihrem intensiven Duft die Bienen an.

Blatt

Die Laubblätter der Campsis sind gegenständig und unpaarig gefiedert. Die Fiedern bestehen aus sieben bis elf feinen Blättern mit einem gesägten Blattrand. Die Größe der Blätter variiert je nach Art und Züchtung. Die Amerikanische Klettertrompete bildet Blätter mit bis zu 25 Zentimetern Länge. Die Kreuzung Campsis x tagliabuana (Große Klettertrompete) trägt Blätter von bis zu 40 Zentimetern Länge. Ihr Laub tragen Campsis von Mai bis Ende Oktober. Im Mai ist die Färbung hellgrün, im Sommer weisen die Blätter ein kräftiges Mittelgrün auf. Im Herbst kommt es zu einer leuchtenden Gelbfärbung des Laubes.

Blüte

Die beeindruckenden großen Blüten der Campsis sind trichter- oder trompetenförmig. Sie variieren in der Farbe zwischen einem kräftigem Gelb und leuchtendem Orange oder Rot. Sie stehen röhrig-glockig in Trugdolden, in Rispen oder seltener in büschelförmigen Blütenständen zusammen. Am Ende sind sie trompetenartig aufgewölbt.
Campsis-Blüten sind zwittrig, leicht spiegelsymmetrisch (zygomorph) und besitzen fünf Kelchblätter, die glockenförmig verwachsen. Die Kronblätter verwachsen trichterförmig. Trompetenblumen weisen vier Staubblätter in leicht gebogener Form auf sowie einen oberständigen Fruchtknoten. Die Blüten erreichen eine Größe zwischen fünf und neun Zentimetern. Einige Arten der Campsis blühen erstmalig nach drei Jahren, andere Arten nach acht Jahren. Die Blütezeit findet zwischen Juli und September statt.

Frucht

Trompetenblumen bilden grüne, schmale, spindelförmige Kapselfrüchte von sieben bis zehn Zentimetern. Sie enthalten zahlreiche geflügelte diskusförmige Samen. Die Früchte springen bei Reife zweiklappig auf.

Wuchs

Campsis sind mehrjährige, Haftwurzeln ausbildende Kletterpflanzen. Der stark wachsende Kletterstrauch wirft im Herbst sein verfärbtes Laub ab und zeigt einen verholzenden Wuchs. Campsis verankern sich mit Hilfe von leicht schlingenden Trieben und erreichen eine Wuchshöhe zwischen vier und zwölf Metern. Die ausgebildeten Triebe erreichen bis zu 20 Zentimeter Länge. Die Wuchsbreite der Campsis beträgt zwischen drei und sechs Meter.

Standort

Campsis bevorzugen einen vollsonnigen, windgeschützten, warmen Standort. Sie benötigen einen beschatteten Wurzelbereich und vertragen keine komplette Trockenheit. In unseren Breiten sind Amerikanische Trompetenblumen winterhart bis -15 °C, teilweise bis -20 °C. Die Chinesische Klettertrompete zeigt eine deutlich höhere Frostempfindlichkeit.
In Weinbauregionen gedeihen Campsis besser und zeigen ein größeres Wachstum als in kühleren Regionen. An den Boden stellen die Kletterpflanzen geringe Ansprüche. Sie zeigen eine hohe pH-Toleranz und stehen gerne auf leicht trockenen bis feuchten, durchlässigen Böden, die optimalerweise humos, nährstoffreich und kalkhaltig sind.

Verbreitung

Campsis stammen aus dem südlichen Nordamerika, wo sie entlang größerer Flüsse in Auenwäldern oder Sümpfen gedeihen. Weitere Herkunftsländer sind China und Japan, wo die Pflanzen früh zur Begrünung von Lauben und Felsen dienten. Seit dem 17. Jahrhundert haben Campsis sich im europäischen Raum als Ziergehölz etabliert.

Nutzung

Trompetenblumen sind optimale Haftwurzelkletterer zum Beschatten und Überwachsen von Pergolen. Sie eignen sich ideal zum Begrünen von Innenhöfen, Mauern, Sichtschutzzäunen, Rankgerüsten und Häuserfassaden. In grünen Hecken bieten die auffallenden, bunten Blüten einen Farbakzent der Extraklasse und zaubern ein exotisches Ambiente.

Pflege/Schnitt

Die beste Pflanzzeit für Trompetenblumen ist das Frühjahr. So haben sie ausreichende Zeit bis zum Winter zu verwurzeln. Vor dem Pflanzen empfiehlt es sich, den Boden zu lockern und gegebenenfalls groben Sand einzuarbeiten, um Staunässe vorzubeugen. Eine Rhizomsperre verhindert bei Bedarf das zu starke Ausbreiten der Campsis durch das Bilden von Ausläufern. Im Wurzelbereich sind großblättrige Stauden mit tolerantem Wurzelwerk, wie Funkien, gute Nachbarn. Sie sorgen für die erforderliche Beschattung des Wurzelbereiches der Campsis. Bringen die Sommermonate eine andauernde Trockenheit mit sich, freuen sich Trompetenblumen über Wasser, da sie komplette Trockenheit nicht vertragen.

Im Frühjahr nehmen die Pflanzen eine Gabe von Gartenkompost gerne an. Trompetenblumen blühen alleinig an den Enden neuer Austriebe. Deshalb empfiehlt sich ein Rückschnitt im Frühjahr, um die Blütenpracht zu steigern. Die zurückgeschnittenen Äste treiben im Lauf Wachstumsperiode kräftig aus und tragen in der Blütezeit große Blüten. Ein regelmäßiger Schnitt hält die Pflanzen kompakt, wenn eine geringe Höhe gewünscht ist. Alle Bestandteile von Campsis sind giftig, auch bei Hautkontakt. Um Reizungen der Haut und Rötungen zu vermeiden, empfiehlt sich beim Umgang mit den Pflanzen das Tragen von Handschuhen und langen Ärmeln.

Vorwiegend sind die Arten der Trompetenblumen winterhart. Trotzdem lohnt es sich, je nach Art, in den ersten Jahren einen Winterschutz aus Laub und Reisig im Wurzelbereich zu bieten. Trompetenblumen gedeihen wunderschön in Kübeln. Diese Pflanzen überwintern idealerweise in einem Kalthaus. Auf diese Weise friert der Pflanzkübel über den Winter nicht durch und das Wurzelwerk nimmt keinen Schaden durch Frost. Vermehren lassen sich Trompetenblumen am einfachsten durch Ableger.

Krankheiten/Schädlinge

Die Arten der Trompetenblumen sind wenig anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Blattläuse befallen die Pflanzen, bedrohen sie aber nicht in ihrer Vitalität. Das gleiche gilt für Mehltau. Die Verticillium-Welke, die auf zu feuchten Böden auftritt, stellt für diese Pflanzen eine größere Bedrohung dar, weil sie nicht zu heilen ist. Das zeitnahe Umpflanzen der Trompetenblume an einen den Ansprüchen entsprechenden Standort, verhindert das Voranschreiten der Infektion.

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