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Eigenschaften

  • köpfchenförmige Blütenstände
  • blühen zwischen Juni und September
  • glatte oder behaarte Blätter
  • stammen ursprünglich aus Mexiko
  • bevorzugen vollsonnige Plätze

Sonnenaugen

Gattung Heliopsis ab €3.50 kaufen
     
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Die Sonnenaugen (bot. Heliopsis) gehören zur Unterfamilie der Asteroideae sowie zur Familie der Asteraceae (Korbblütler). In der Pflanzengattung existieren 14 bis 18 Arten. Hauptsächlich finden diese als Zier- und Gartenpflanzen Verwendung. Wenige Vertreter eignen sich für medizinische Zwecke.

Der botanische Gattungsname leitet sich von den griechischen Worten helios (Sonne) und opsis (ähnlich) ab. Ursprünglich stammen die Sonnenaugen aus Mexiko. Mittlerweile wachsen sie in großen Teilen Nord- und Südamerikas als Wildpflanzen. Sie zeichnen sich durch ihre goldgelben Blütenblätter und dunklen Staubgefäße aus. Der deutsche Name der Pflanzengattung bezieht sich auf die bräunliche Blattscheibe. Sie wirkt wie das Auge der sonnenartigen Blüten. In Europa findet sich vorwiegend die Heliopsis helianthoides (Garten-Sonnenauge). Die Pflanze zählt zu den robusten, dauerblühenden Stauden. Im Handel erhalten Gärtner sie mit gefüllten oder ungefüllten Blüten.

Blatt

Sonnenaugen bilden gegenständig am Stiel angeordnete Laubblätter aus. Bei der Vielzahl der Arten kommen sie gestielt vor. Die einfache Blattspreite weist drei Blattadern, auf, die an der Spreitenbasis beginnen. Die Blattränder sind gezähnt oder gesägt. Die Oberfläche der Laubblätter zeigt sich glatt oder mit zarten Härchen versehen.

Blüte

Bei der Pflanzengattung entstehen köpfchenförmige Blütenstände. Artabhängig stehen sie einzeln endständig. Selten wachsen mehrere Blütenstände achselständig am Stiel. Bei den Wildpflanzen erreichen die Blütenkörbchen einen Durchmesser zwischen acht und 14 Millimeter. Gezüchtete Exemplare und Hybride überschreiten das Maß. Die Sonnenaugen besitzen zwei- oder dreireihig angeordnete Hüllblätter. Ihre Anzahl reicht von zwölf bis 20, wobei sie in Form und Größe variieren. Die Gewächse zeichnen sich durch einen gewölbten bis kugelförmigen Blütenstandsboden aus.

Bei der Gattung Heliopsis gibt es Spreublätter. Die Blütenkörbe enthalten bis zu 20 Zungenblüten. Bei gezüchteten, gefüllten Arten verdoppelt oder verdreifacht sich die Anzahl. Wenige Vertreter weisen keine Strahlenblüten auf. Weiblich und fertil (fruchtbar) leuchten sie gelb bis orange. Die Zunge verjüngt sich zu einem dreizähnigen Ende. Die Blütenstände beinhalten 30 bis 150 Scheibenblüten. Sie sind zwittrig und fruchtbar. Jede Röhrenblüte geht mit fünf Kronzipfeln einher. Die Farben reichen von Gelb über Braun bis Purpur.

Frucht

Nach der Befruchtung bilden sich aus den Zungenblüten der Sonnenaugen nussähnliche Schließfrüchte. In der Fachsprache heißen sie Achäne. Sie zeichnen sich durch ihre dreikantige oder vierkantige (aus Scheibenblüten entstehend) Form aus. Die Farbe variiert artabhängig zwischen Schwarz und Braun. An der Oberseite der Früchte befindet sich eine Federkrone (Pappus), zahn- oder krönchenförmig. Sie besitzt mehrere Schuppen. Bei wenigen Arten gibt es keinen Federkelch.

Wuchs

Sonnenaugen gedeihen als ausdauernde, krautige Gewächse. Wenige Arten sind zweijährig. Vier mexikanische Vertreter der Gattung leben ein Jahr. Abhängig von der Heliopsis-Art reicht die Wuchshöhe von 30 bis zu 150 Zentimeter. Charakteristische Merkmale stellen die aufrechten bis überhängenden Pflanzenstiele dar. Im unteren Bereich oder unterhalb der Blütenstände weisen sie Verzweigungen auf.

Standort

Damit die Sonnenaugen zwischen Juni und September reiche Blütenstände ausbilden, benötigen sie eine sonnige bis vollsonnige Lage. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet wachsen die Pflanzen auf feuchten bis trockenen und sandigen Untergründen. Als Gartenpflanzen brauchen sie einen gut durchlässigen Boden. Staunässe vertragen die Gewächse nicht. Um vorzeitiges Welken zu verhindern, darf das Erdreich nicht komplett austrocknen.

Die Heliopsis-Arten profitieren von einem leicht humosen, vorzugsweise sandig-lehmigen Boden. Der pH-Wert liegt unter idealen Bedingungen im neutralen Bereich. Manche Sonnenaugen-Vertreter tolerieren ein leicht alkalisches bis saures Substrat.

Verbreitung

Das Verbreitungszentrum der Sonnenaugen befindet sich in Mexiko. Heliopsis wächst im Süden der USA sowie in Südamerika. Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich bis nach Bolivien und Peru. Als Zier- und Nutzpflanzen gelangten die Gewächse nach Europa und Asien.

Nutzung

In den gemäßigten Breiten finden sich die Sonnenaugen als ausdauernde Zierpflanzen in Gärten und Parks. Zu den begehrten Züchtungen zählt Heliopsis helianthoides. Mehrere Arten kommen in der traditionellen Medizin zum Einsatz. Selten dienen die Gewächse, beispielsweise das Gewöhnliche Sonnenauge, als Futterpflanzen für Kleintiere.

Pflege/Schnitt

Damit die Heliopsis-Arten nach der Pflanzung im Frühjahr einwachsen, benötigen sie einen ausgewogenen Wasserhaushalt. Für die Wochen nach dem Pflanzen empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle der Substratfeuchtigkeit. Sobald die obere Erdschicht austrocknet, wässern die Gärtner nach. Staunässe vermeiden sie, um Wurzelfäule zu verhindern. Wächst die Jungpflanze an, stellen gelegentliche Trockenperioden kein Problem dar. Im Frühling und im Herbst brauchen die Gewächse wenig Wasser. In der Sommerzeit profitieren sie von Feuchtigkeitszugaben. Um die Pflanzen vor dem frühzeitigen Austrocknen zu bewahren, eignet sich eine Mulchschicht. Diese deckt den Boden über dem Wurzelbereich komplett ab. Die krautigen Pflanzen brauchen wenig Dünger. Bei ungünstigen Bodenverhältnissen fördert beispielsweise Flüssigdünger den Wuchs.

Vorwiegend kommen organische Dünger wie Kompost zum Einsatz. Als Langzeitdünger arbeiten Gärtner Holzspäne ins Erdreich ein. Geschieht dies im Frühjahr, entsteht im Sommer eine kräftige Blüte. Wachsen die Sonnenaugen als Kübelpflanzen, benötigen sie einen organisch-mineralischen Staudendünger. Dessen Gabe findet im Frühling und im Bedarfsfall im Frühsommer statt. Die Gartenbesitzer achten auf moderate Nährstoffmengen. Nach dem Überdüngen bilden die Heliopsis-Arten lange Triebe und übermäßig viel Laub.

Das regelmäßige Ausputzen verblühter und vertrockneter Pflanzenteile fördert das Bilden neuer Blütenstände. Durch diesen Vorgang verlängert sich die Blütezeit der Gewächse bis in den Spätherbst. Am Ende der Winterzeit und vor dem Neuaustrieb stutzen die Gärtner die Stauden handbreit über dem Boden. Sie begünstigen durch den Rückschnitt eine üppige Blüte. Keinesfalls schneiden sie die Sonnenaugen, wenn diese grüne Blätter aufweisen.

Die Heliopsis-Arten bilden unterirdische Ausläufer. Sie ermöglichen das Vermehren der Pflanzen. Zudem lohnt sich die Aussaat. Bei einigen Vertretern der Gattung samen die eingewachsenen Pflanzen eigenständig aus. Um das Versamen zu verhindern, entfernen die Gartenbesitzer verblühte Blütenstände frühzeitig.

Krankheiten/Schädlinge

Die Sonnenaugen zählen zu den robusten und pflegeleichten Stauden. Bei hoher Luftfeuchtigkeit steigt das Risiko eines Mehltaubefalls. Bei geschwächten Pflanzen kommt es zu einem Blattlausbefall. Nach deren Bekämpfung stellt eine gute Luftzirkulation eine präventive Maßnahme dar. Zu diesem Zweck entfernen die Gärtner mehrere Triebe im Inneren der Gewächse.

Schnecken führen zu starken Schäden an den verschiedenen Arten der Pflanzengattung. Um Fraßschäden vorzubeugen, empfiehlt sich im Frühjahr eine umfangreiche Schneckenprävention. Ohne Schutz fressen die Weichtiere die Sonnenaugen bis auf Blattadern und Stiel kahl. Wenige Arten der Heliopsis erweisen sich als schneckenresistent.

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