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Eigenschaften

  • attraktiver Blattschmuck
  • große sommergrüne Blätter
  • Stiele als Obst genutzt
  • wachsen mehrjährig
  • robust und winterhart

Rhabarber

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Rhabarber (bot. Rheum) ist eine Pflanzengattung in der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Diese ist in Asien stark verbreitet. Der deutsche Gattungsname Rhabarber leitet sich vom lateinischen Begriff rhabarbarum ab. Es bezeichnet eine aus in der Antike von der Schwarzmeerküste stammende Rheum-Art. Vermutlich handelt es sich um die Art Rheum rhaponticum. Rha war in der Vergangenheit der Name für die Wolga. Ihr Mündungsgebiet soll in der Antike ein Hauptanbaugebiet des dortigen Rhabarbers gewesen sein.

Die erste wissenschaftliche Beschreibung der Gattung Rheum stammt aus dem Jahr 1753 von dem schwedischen Botaniker Carl von Linné. Der Gattungsname Rheum kommt von dem griechischen Wort rheon. Diesen Name verwendete der griechische Arzt Dioscorides für Pontischen Rhabarber (Rheum rhaponticum). Heute besteht die Gattung Rheum aus acht Sektionen, obwohl sich einige Arten nur schwer unterscheiden lassen. Heutige Kultursorten sind meist Hybriden. Es gibt rund 60 Rhabarber-Arten.

Blatt

Die wechselständigen Laubblätter des Rhabarbers sind grundständige Rosetten. Es gibt wenige Blätter, die am Stängel stehen. Die grundständigen Blätter sind wesentlich größer. Charakteristisches Merkmal der meisten Rheum-Arten ist eine röhrige Scheide an der Blattstielbasis mit glattem Rand. Der Blattstiel ist meist lang und fleischig. Die auffälligen Blätter bestehen aus einer großen, einfachen Blattspreite. Diese ist gewellt oder handförmig gelappt. Die Blattnervatur ist handförmig. Die Pflanzen sind sommergrüne Stauden.

Blüte

Die Rhabarber-Pflanzen bilden eine oder mehrere aufrecht wachsende, einfache oder verzweigte Blütenstände. Der Gesamtblütenstand ist meist rispig, seltener ährig oder kugelförmig. Die kleinen Blüten stehen darin in büschelartigen Wickeln zusammen. Sie sind zwittrig oder eingeschlechtig. Sie besitzen zwei Kreise mit jeweils drei Blütenhüllblättern. Die Staubblätter sind mit den Hüllblättern verwachsen. Oft sind drei Fruchtblätter zu einem Fruchtknoten verwachsen.

Frucht

Die Rhabarber-Pflanzen bilden nach der Blüte in der Regel eine dreieckige Frucht mit Samen, die dreiflügelig oder dreikantig ist.

Wuchs

Die Arten des Rhabarbers sind ausdauernde krautige Pflanzen. Sie sind mehrjährig und verfügen über dicke unterirdische Rhizome. Der artabhängig kurze oder lange Stängel wächst aufrecht. Er innerhalb der verschiedenen Arten hohl und glatt, gefurcht und kahl oder behaart.

Standort

Rhabarber-Pflanzen gedeihen in der Natur vorwiegend auf humosen, nährstoffreichen und feuchten Auenböden. Kulturpflanzen im Garten bevorzugen einen gleichbleibend feuchten und nährstoffreichen oder sogar sandigen Platz. Optimal ist ein halbschattiger Standort. Damit die Stauden dicke Stiele bilden, benötigen sie von Mai bis Juni während der Hauptwachstumsphase ausreichend Nährstoffe und Wasser.

Verbreitung

Die Gattung Rhabarber kommt wild in den gemäßigten und subtropischen Zonen in Asien vor. Ihr Hauptverbreitungsgebiet sind die Bergregionen sowie die Wüsten in der Qinghai-Tibetischen Hochebene in China sowie in deren Umfeld. In China kommen 38 Rhabarber-Arten wild vor. Davon sind 19 endemisch.

Nutzung

Hauptsächlich die Hybriden-Sorten vom Gemeinen Rhabarber stehen seit dem 18. Jahrhundert in Kultur und sind beliebte Gemüsepflanzen. Verwendung finden die Stängel. Diese eignen sich nach dem Kochen für Süßspeisen, Kompott, Saft oder Kuchenbeläge.
Einige Sorten sind als Zierpflanzen wegen ihrer attraktiven großen Blätter im Handel. Vor allem in China besitzt der Rhabarber eine lange Tradition in der medizinischen Anwendung. Dazu zählen der Chinesische-Rhabarber oder der Arznei-Rhabarber. Medizinische Verwendung fand in arabischen Ländern auch der Handförmige Rhabarber (Rheum palmatum L.), der Kronrhabarber oder der Tangutische Rhabarber (Rheum palmatum). Bis heute ist die Rhabarberwurzel (Radix Rhei) als Abführmittel in der Pharamzie in Gebrauch. In der Testphase befinden sich die Gerbstoffe im Wurzelstock der Rhabarberpflanzen, die eine umweltschonende Alternative für chemische Produkte bieten. Auch natürliche Pflanzenschutzmittel gegen Läuse lassen sich aus dem Sud gewinnen.

Pflege/Schnitt

Rhabarber-Pflanzen sind anspruchslos und winterhart. Die Stängel sind ab Mai bis Ende Juni erntereif. Bei den essbaren Arten bricht der Gärtner die Stängel aus dem Wurzelstock heraus, um sie zuzubereiten. Um das Wachstum der Stängel nicht abzuschwächen, sind bereits die ersten Blütenansätze zu entfernen.
Im Herbst welken die Stiele und Blätter, die Pflanze zieht sich für die winterliche Ruhephase zurück und benötigt keinen besonderen Frostschutz. Aus ästhetischen Gründen lassen sich die welken Triebe entfernen.

Krankheiten/Schädlinge

Die Gattung der Rhabarber ist robust und zeigt sich gegenüber Krankheiten oder Schädlingen widerstandsfähig. Schnecken oder Wühlmäuse meiden die sauren Stängel. Lediglich Blattfleckenpilze sind bei feuchter Witterung zu beobachten.

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