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Eigenschaften

  • Pflanzengattung mit bis zu 600 Arten
  • aufrechte oder niederliegende Stauden
  • zahlreiche Hybride
  • wechselständige Laubblätter
  • Strahlenblüten mit Zungen. und Röhrenblättern

Berufkräuter

Gattung Erigeron ab €3.30 kaufen
     
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Die Berufkräuter (bot. Erigeron) zählen zur Familie der Korbblütler, Asteraceae. Die Pflanzengattung umfasst 200 bis 400 Arten, die vorwiegend in den gemäßigten Breiten wachsen. Die Mehrzahl der Vertreter stammt aus Nordamerika. In Mitteleuropa gedeihen neun Erigeron-Arten. Hier tragen mehrere Gartensorten den Namen Aller.

Die Mehrzahl der Berufkräuter wächst als Stauden. Die einjährigen Arten bezeichnen Botaniker als Feinstrahl oder Feinstrahlastern. Die Begriffe leiteten sich aus ihrer Ähnlichkeit mit den Astern ab. Alle Erigeron-Arten besitzen die für Asterngewächse charakteristischen Korbblüten.
Ursprünglich kommen die Pflanzen aus Nordamerika. Sie gedeihen auf Wiesen, offenen Prärien und in Felsformationen. Die reinen Gewächse eignen sich weniger als Gartenpflanzen. Der Handel vertreibt zahlreiche Hybride. In Deutschland und England findet deren Züchtung seit den 50er-Jahren statt. Der botanische Gattungsname der Berufkräuter setzt sich aus zwei griechischen Wörtern zusammen. "Erio" bedeutet "wollig", "geron" bezeichnet den deutschen Begriff "Greis". Übersetzt lautet der Name etwa "Greisenhaar". Er resultiert aus den gräulichen Haaren, die an den Früchten wachsen. Sie zeigen sich kurz nach der Blütezeit. Der deutsche Gattungsname stammt vom altdeutschen Begriff "berufen", sinngemäß "verhexen". Glaubten die Menschen in früheren Zeiten, Opfer eines Zaubers zu sein, führten sie Waschungen mit einem Erigeron-Sud durch.

Blatt

Die Erigeron-Arten bilden wechselständige Laubblätter. Bei der Vielzahl der Vertreter wachsen sie in einer grundständigen Rosette. Die Blattspreiten treten ganz oder geteilt sowie gezähnt auf.

Blüte

Wenige Berufkräuter weisen mehrere Blütenkörbe auf. Bei der Mehrzahl der Gewächse stehen diese einzeln. Ihr Durchmesser variiert artabhängig zwischen fünf und 35 Millimeter. Zu ihren charakteristischen Merkmalen zählen die zwei- bis dreireihig wachsenden Hüllblätter. Diese sehen krautig bis trocken aus. Der flache, selten gekrümmte Korbboden besitzt keine Härchen.

Wie viele Korbblütler bestehen die Blütenkörbchen der Gattung aus Zungen- und Röhrenblüten. Die Strahlenblüten stehen in mehreren Reihen. Abhängig von der Erigeron-Art liegt ihre Anzahl zwischen zwölf und 350. Ihre Farbe variiert zwischen Weiß und einem rötlichen Braun. Die Zungenblüten überragen die Röhrenblüten um die Hälfte. Nach außen gewölbt, wachsen sie als weibliche und fertile (fruchtbare) Blüten. Die ebenfalls fruchtbaren Scheibenblüten erweisen sich als zwittrig.

Wenige Arten besitzen von ihnen 25 bis 300 Stück. Vermehrt wachsen bis zu 450 Röhrenblüten. Damit übersteigt ihre Anzahl die der Strahlenblüten deutlich. Bei den Berufkräutern zeigt sich eine gelbe Kronröhre. Die Gewächse bilden fünf purpurne Kronlappen aus.

Frucht

Nach der Blüte bilden die Berufkräuter Achäne (nussähnliche Schließfrüchte). Bei wenigen Arten existieren sie in zusammengedrückter Form. Häufiger kommen sie schmal elliptisch bis eiförmig vor. Die wissenschaftlich als Pappus bezeichnete Federkrone besteht zweireihig. Den inneren Zirkel bilden feine Härchen, der äußere wirkt schuppig. Selten fehlt der Federkelch.

Wuchs

Die krautigen Erigeron-Arten wachsen ein- bis zweijährig. Mehrere Vertreter zählen zu den ausdauernden Gewächsen. Bei den Berufkräutern kommen immergrüne Pflanzen vor. Ihr Stiel steht aufrecht oder liegt nieder.

Standort

Alle Arten der Gattung Erigeron benötigen einen sonnigen bis vollsonnigen Standort. Sie brauchen einen durchlässigen Untergrund mit einem mäßigen Nährstoffbedarf. Die Böden sollten bei warmen Temperaturen nicht austrocknen. Staunässe vertragen die Berufkräuter kaum.

Erdreiche mit einem hohen Lehmanteil lockern die Gärtner mit Sand auf. Die Berufkräuter reagieren empfindlich auf Winternässe. Sie eignen sich vorwiegend als Bepflanzung für Hochbeete. In diesen läuft das Wasser problemlos ab.

Verbreitung

Die Mehrzahl der Erigeron-Arten wächst in der gemäßigten Klimazone. Vorrangig kommen die Pflanzen in der Holarktis (nördliche Hemisphäre) vor. Zahlreiche Vertreter gedeihen in den USA.

Nutzung

Mehrere Erigeron-Arten eignen sich als Gartenpflanzen. Statt der reinen Berufkräuter kultivieren die Gärtner vorwiegend Hybride.

Pflege/Schnitt

Die Pflanzzeit der Berufkräuter beginnt im Frühjahr. Bei einigen Arten bietet sich das Anpflanzen im Herbst an. Vor der Pflanzung bereiten die Gärtner den Boden mit Kompost auf. Für einen reichhaltigen Flor lohnt es sich, verwelkte Blüten zu entfernen. Bei den hochwachsenden Vertretern eignet sich ein Staudenring, um ein Auseinanderfallen zu verhindern. Der Rückschnitt der Erigeron-Arten erfolgt aufgrund ihres geringen Winterzierwerts im Herbst.

Bei einigen Vertretern folgt ein Schnitt nach der ersten Blüte. Durch das bodentiefe Schneiden bilden die Pflanzen im Spätsommer einen zweiten Flor. Die krautigen Gewächse besitzen einen geringen Nährstoffbedarf. In der Sommerzeit benötigen sie kaum Dünger. Als empfehlenswert gilt die Düngung vor dem Austrieb. Organischer Flüssigdünger mit einem niedrigen Stickstoffgehalt ermöglicht eine reiche Blüte.

Mit zunehmendem Alter verholzen die Berufkräuter. Ihre Teilung findet im Abstand von zwei bis drei Jahren statt. Ebenso vermehren sich die Gewächse mithilfe der Samen. Diese keimen bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius auf. Die feinen Samen vertragen nur geringen Druck. Nach dem Säen drücken die Gärtner die dünne Erdschicht leicht an und halten sie feucht. Bei Hybriden gelingt die Teilung im April oder im Frühsommer durch Stecklinge. Andernfalls verlieren die Pflanzen ihre sortentypischen Eigenheiten.

Krankheiten/Schädlinge

Mehrere Arten der Pflanzengattung leiden unter spezifischen Rostpilzen. Zu ihnen zählen Puccinia cnici-oleracei sowie Puccinia dovrensis. Die weltweit verbreiteten Endoparasiten hinterlassen an den Wirtspflanzen Rostflecken. Ebenso treten Pusteln an den Blattoberflächen auf.
Bei ungeeigneter Lage befällt Echter Mehltau die Berufkräuter. Ohne einen rechtzeitigen Rückschnitt kommt es zu einem beeinträchtigten Wuchs.

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