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Eigenschaften

  • aromatischer Duft
  • körbchenförmige Teilblütenstände
  • krautig wachsende Pflanzen oder Sträucher
  • überdauern in Rhizomen
  • bevorzugen sonnige, trockene Standorte

Wucherblumen

Gattung Tanacetum ab €3.70 kaufen
     
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Die Wucherblumen (bot. Tanacetum) bilden eine Gattung in der Familie der Asteraceae (Korbblütler). Vorrangig in den gemäßigten Gebieten verbreitet, umfasst sie 150 bis 160 Arten. Die synonym mit Winterastern bezeichneten Pflanzen, eignen sich als Zierpflanzen.

Floristen verwenden die Tanacetum als Schnittblumen. Mit ihren vielseitigen Farben und Formen dekorieren Gärtner mit ihnen Gärten und Parks. Manche Arten stehen in dem Ruf, sich als Tee- und Heilpflanzen zu eignen. Sie wachsen in Stauden. Die Blütezeit reicht von August bis November. Einzelne Vertreter der Wucherblumen gehören anderen Gattungen, beispielsweise Chrysanthemum, an. Mehrere Tanacetum-Arten enthalten antibakterielle Inhaltsstoffe. Zu ihnen zählt das Mutterkraut (Tanacetum parthenium). Da es bei Wechselfieber zum Einsatz kommt, spricht der Volksmund von der Fieberblume.

Blatt

Bei den Tanacetum-Arten treten wechselständige Laubblätter auf. Sie kommen gestielt oder ungestielt vor. Meist besitzen die Pflanzen gefiederte Blattspreiten, selten einfache.

Blüte

Bei den Wucherblumen überwiegen Gesamtblütenstände, zusammengesetzt aus körbchenförmigen Teilblütenständen. Sie weisen die Form von Schirmrispen auf. Wenige Arten bilden einen einzigen körbchenförmigen Blütenstand aus. Der Durchmesser der Blütenkörbchen liegt zwischen fünf und 22 Millimetern. Selten entwickeln sich kleinere Exemplare. Bei den Blüten kommen 30 bis über 60 Hüllblätter vor. Sie stehen in Ausnahmefällen in zwei, zumeist in drei bis fünf Reihen.

Bei den Pflanzen existieren keine Spreublätter. Die Blütenkörbe beinhalten zehn bis über 21 Zungenblüten. Ferner befinden sich 60 bis 300 Röhrenblüten darin. Die weiblichen Zungenblüten, fertil (fruchtbar) oder steril (unfruchtbar), weisen eine weiße oder gelbe Farbe auf. Die zwittrigen und fertilen Röhrenblüten sind gelb.

Frucht

Die Wucherblumen bilden nussähnliche Schließfrüchte (Achäne). Sie treten fünf- bis zehnrippig, selten bis zwölfsrippig auf. Ihr Pappus (Federkrone) besteht aus einem krönchenförmigen, häutigen Saum. Nur wenige Vertreter der Pflanzengattung entwickeln keinen Federkelch.

Wuchs

Die Wucherblumen kommen als ausdauernde, seltener einjährige Kräuter vor. Wenige Arten wachsen als Halbsträucher oder Sträucher. Die Mehrzahl der Vertreter verholzt an der Basis. Die Gewächse bilden als Überdauerungsorgane Rhizome. Ein charakteristisches Merkmal stellt ihr aromatischer Duft dar.

Standort

Tanacetum-Arten bevorzugen sonnige bis vollsonnige Standorte. Die pralle Sonneneinstrahlung bereitet den Gewächsen keine Schwierigkeiten. Hochwachsende Stauden tolerieren in warmen Gegenden eine halbschattige Lage. Die Pflanzen stellen hohe Ansprüche an die Bodenverhältnisse. Sie brauchen einen lockeren, gut durchlässigen und humosen Untergrund.

Es empfiehlt sich, die Pflanzen in ein Erdreich mit hohem Sandanteil zu setzen. Keinesfalls verträgt die Gattung Staunässe. Die Gewächse vertragen kurze Trockenperioden. Sie eignen sich als Garten- oder Topfpflanzen.

Verbreitung

Das Hauptverbreitungsgebiet der Wucherblumen befindet sich in der Holarktis (ein Großteil der nördlichen Hemisphäre). Vorwiegend wächst die Pflanzengattung auf der Nordhalbkugel in Eurasien sowie Nordafrika. Ebenfalls kommen Arten in Nordamerika vor. Eine Vielzahl der Tanacetum-Vertreter sind weltweit angebaut.

Nutzung

Manche Arten der Wucherblumen gehören weltweit zu den begehrten Zierpflanzen. Aus den getrockneten Gewächsen gewinnen Hersteller das Insektizid Pyrethrum. Dazu zerkleinern sie die Blüten der Gewächse. Alternativ extrahieren sie die Substanz mit einem Lösungsmittel. Von der Dalmatinischen Insektenblume (Insektenkraut) stammt das dalmatinische Insektenpulver. Die kaukasische Variante resultiert aus der Kaukasischen Insektenblume. Bevor Botaniker sie in die Gattung Tanacetum eingliederten, gehörten sie einer eigenen an.

Pflege/Schnitt

Tanacetum bevorzugt einen feuchten, nicht zu nassen Boden. Obgleich die Gattung kurze Trockenperioden übersteht, profitiert sie im Sommer vom regelmäßigen Wässern. Bei heißen Temperaturen empfiehlt es sich, die Pflanzen mehrmals täglich zu gießen. Übermäßige Nässe ist zu vermeiden. Bei den Wucherblumen handelt es sich um eine Pflanzengattung mit hohem Nährstoffbedarf. Sie braucht direkt nach der Aussaat oder Pflanzung Dünger.

Erreichen die Wucherblumen eine Höhe zwischen 15 bis 20 Zentimetern, schneiden Gärtner die Triebspitzen ab. Dadurch verhindern sie den weiteren Längenwuchs. In dessen Folge wachsen die Pflanzen in die Breite. Der Effekt begünstigt die starke Blütenbildung. Speziell große Arten der Pflanzengattung sind zu stutzen. Das verhindert das Abknicken oder Brechen der Stängel bei Wind oder anderen Umwelteinflüssen.

Die Pflanzen vertragen bei Bedarf einen starken Rückschnitt. Anschließend wachsen sie kräftig weiter. Dieser Eigenschaft verdanken sie ihren deutschen Gattungsnamen. Als Schnittblume genutzt, ist täglich ein Teil des Stiels zu entfernen. Dadurch blühen sie lange in der Vase.

Krankheiten/Schädlinge

Häufig befallen Blattminierer (Insektenlarven) die Wucherblumen. Die zahlreichen Blüten der Pflanzen bilden süßen Nektar, der die Insekten anlockt. Die Larven beißen Tunnel in das Blattwerk. Sie fressen sich durch das Gewebe der Laubblätter. Dadurch entstehen unansehnliche Fresslöcher. Der Fraß schädigt die gesamte Pflanze. In der Folge bildet diese keine weiteren Blüten aus. Entdecken Gärtner die Schadstellen, entfernen sie befallene Blätter. Dadurch verhindern sie das Ausbreiten der Schädlinge.

Häufig leiden die Arten der Pflanzengattung unter der Blattfleckenkrankheit. Diese löst ein Pilz, der die Laubblätter befällt, aus. Runde dunkle Flecken bilden Anzeichen für den Befall. Sie erreichen einen Durchmesser von mehreren Zentimetern. Zunächst treten sie mit rötlicher Farbe auf. Später färben sie sich dunkel. Letztendlich erscheinen die Blattflecken schwarz. Sind derartige Flecken zu erkennen, sind die betroffenen Pflanzenteile zu entfernen. Bei Nässe gelangen die Pilzsporen auf die unteren Blätter. Auf die Dauer führt der Befall zum Absterben der Pflanzen.

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