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Eigenschaften

  • ein- bis mehrjährige krautige Pflanzen
  • pflegeleichte Bodendecker für halbschattige Standorte
  • bevorzugen nährstoffreichen, feuchten Boden
  • zahlreiche Blütenfarben
  • Verbreitung in gemäßigten Breiten und Gebirgen

Veilchen

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Die Gattung der Veilchen (bot. Viola) ist mit über 500 Arten sehr artenreich und jedem Gärtner gut bekannt. Sie kommen auf der ganzen Welt vor, mit einem Verbreitungsschwerpunk in Nord- und Südamerika sowie in Japan.

Die beliebten Veilchen haben ihren Weg auf verschiedene Weise in Brauchtum und Kultur gefunden. Die duftenden Blüten gelten als Symbol der Liebe und der Demut. Sie sind als Frühlingsboten gefeiert und nicht nur Homer und Goethe zitierten die bescheidene Schönheit der Veilchen in ihren Werken. Diese Beliebtheit spiegelt sich in den Gärten wider, wo Veilchen regelmäßig zu finden sind. Gefragt sind die zahlreichen Sorten der Gartenstiefmütterchen (Viola Wittrockiana) und Hornveilchen (Viola Cornuta). Sie begeistern mit ihrem zierlichen Wuchs und farbintensiven Auftritt, der sich mit wenig Pflegeaufwand erzielen lässt.

Blatt

Die Blätter wachsen aus einer grundständigen Rosette oder stehen wechselständig an der Sprossachse. Sie sind gestielt und besitzen eine geteilte oder ungeteilte Blattspreite, die sich rund bis nierenförmig ausbildet. Es sind zum Teil stark gefranste Nebenblätter vorhanden. Bei manchen Arten sind die Blätter behaart.

Blüte

Sortenabhängig blühen Veilchen von März bis August mit einer langen Blütezeit. Die Blüten wachsen einzeln aus den Blattachseln. Sie sind spiegelsymmetrisch aufgebaut und haben fünf ungleich gestaltete Kronblätter. Das unterste Blütenblatt ist am größten. Je nach Blütenform unterscheidet der Volksmund zwischen Veilchen und Stiefmütterchen. Während beim Stiefmütterchen ein Kronblatt nach unten und die übrigen vier nach oben wachsen, weisen bei den Veilchen drei Kronblätter nach unten und zwei nach oben. Die Blütenfarbe reicht von weiß und gelb über braun, rot, violett und blau bis schwarz. Es gibt Züchtungen mit mehrfarbigen und gefüllten Blüten.

Frucht

Nach dem Abblühen bilden Veilchen dreiklappige Kapselfrüchte aus, die runde bis eiförmige Samen enthalten.

Wuchs

Veilchen sind ein- oder mehrjährige krautige Pflanzen. Die Rhizome dienen als Überdauerungsorgan. Über diese breiten sich Veilchen unterirdisch aus und bilden üppige Horste. Oberirdische Sprossachsen fehlen bei einigen Arten. Die Wuchshöhe beträgt zwischen 15 und 20 Zentimeter.

Standort

Veilchen bevorzugen artabhängig halbschattige bis sonnige Bereiche im Garten. Als Bodendecker unter sommergrünen Sträuchern und Bäumen gedeihen Veilchen gut. Sie bevorzugen nährstoffreiche Böden mit hohem Humusanteil, die Feuchtigkeit speichern. Kurzfristige Trockenheit vertragen Veilchen. Jedoch strafen sie austrocknende Böden mit einem schlechten Blüteansatz ab.

Verbreitung

Veilchen bewohnen vor allem die gemäßigten Breiten der Nordhalbkugel oder Gebirgsregionen in wärmeren Gebieten. Zahlreiche Arten sind ausschließlich in den südamerikanischen Anden zu finden. Hier liegt neben der Mittelmeerregion eines der Diversitätszentren der Veilchen mit jeweils über 50 Arten. In Mitteleuropa kommen 30 Arten in freier Wildbahn vor.

Nutzung

Unter der Vielzahl der Veilchenarten finden sich einige als Ziergewächse in Gärten, Parks und Friedhöfen oder begeistern in Pflanzkübeln. Das Gartenstiefmütterchen in all seinen Formen ist eines der bekanntesten und verbreitetsten Veilchen. Dieses und andere Veilchenarten, sind in der Küche anzutreffen, wo sie zum Verfeinern von Speisen Einsatz finden. Der Crème de Violette ist ein Likör, der mit einem milden Veilchenaroma besticht. In der Naturheilkunde fanden Veilchen in der Vergangenheit Einsatz bei Kopfschmerz, Sehstörungen oder Atemwegsproblemen. Heute sind Veilchen in der Aromatherapie bekannt. Der angenehme Duft aus natürlichen Veilchenkonzentraten beflügelte seit jeher die Parfumindustrie.

Pflege/Schnitt

Ihre unglaubliche Formenvielfalt und der geringe Pflegeanspruch macht Veilchen bei Gärtnern beliebt. Bis die Pflanzen richtig angewachsen sind, ist eine ausreichende Wasserversorgung notwendig. Im Frühjahr stärkt das Düngen mit einem Volldünger die Pflanze und sorgt für kräftigen Wuchs. Das Entfernen überzähliger Ableger trägt ebenfalls zur Kräftigung der verbliebenen Pflanzen bei. Viele Veilchenarten sind kurzlebig. Ein regelmäßiges Teilen der Mutterpflanzen verlängert die Lebensdauer und erhält die Pflanzen im Garten.

Krankheiten/Schädlinge

Schnecken haben Veilchen zum Fressen gern. Ein wirksamer Schutz ist notwendig. Staunässe und Überdüngung führen zur Stängelgrundfäule. Grauschimmel und Mehltau treten gelegentlich auf.

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