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Eigenschaften

  • bevorzugen sonnige und nährstoffarme Standorte
  • neigen zur Selbstaussaat und bei zu viel Nährstoffen zur Wucherung
  • ideal für Steingärten, als Topfpflanze oder Schnittblume
  • moderates Wässern alle ein bis zwei Wochen
  • neigen zur Selbstaussaat und bei zu viel Nährstoffen zum Wuchern

Schleifenblumen

Gattung Iberis ab €3.00 kaufen
     
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Schleifenblumen (bot. Iberis), sind eine Gattung immergrüner Gewächse mit 25 bis 40 Arten. Sie gehören in die Familie der Kreuzblütengewächse, mit denen sie unter anderem die vierzähligen Blüten gemein haben. Trotz ihres südeuropäischen Verbreitungsgebietes, sind Schleifenblumen frosthart und eignen sich für den heimischen Garten. Hier bereichern sie dekorative Steingärten als blühende Akzente. Zudem begeistern sie das Auge als farbenfroher Blütenteppich.

Aufgrund ihrer lang anhaltenden Blütezeit von Mai bis August sind die Pflanzen als Sommerblumen im Beet oder am Balkon beliebt. Selbst als Schnittblumen eignen sich die hübschen Triebe der Schleifenblumen. Der häufigste Vertreter der Gattung in unseren Gärten ist die Immergrüne Schleifenblume (Iberis sempervirens). Sie ist wegen der schneeweißen Blütenstände und dem flächendeckenden Wuchs als Schneekissen bekannt. Die hübschen Pflanzen sehen hinreißend aus und erfüllen als reichhaltige Bienennährpflanzen eine ökologische Aufgabe.

Blatt

Die Blätter sind fleischig und schmal lanzettlich geformt. Je nach Art, sind sie ganzrandig oder gezähnt. Das grüne Blattwerk ziert die Schleifenblumen im Winter.

Blüte

Die zierlichen Blüten sind zwittrig und bilden, typisch für die Familie der Kreuzblütengewächse, vier Blütenblätter, die im Kreuz angeordnet sind. Die vom Stängel abgewandten Kronenblätter sind auffällig vergrößert, wodurch die Blüte entfernt an eine Schleife erinnert. Die rosa, weißen, roten oder violetten Blüten stehen zu mehreren in doldenähnlichen Blütenständen zusammen und bieten einen prachtvollen Anblick.

Frucht

Schleifenblumen bilden kleine Schötchen aus, die herzförmig, rund oder oval geformt sind. Sie enthalten zwei, häufig geflügelte Samen, welche zur Selbstaussaat neigen.

Wuchs

Bei den Schleifenblumen handelt es sich um krautige Pflanzen oder verholzende Halbsträucher mit staudenhaftem oder mattenartigem Wuchs. Die Wuchshöhe beträgt selten mehr als 30 Zentimeter.

Standort

Als Pflanzen mit mediterraner Herkunft lieben Schleifenblumen die Wärme und die Sonne. Ein offener Sonnenstandort auf einem sich schnell erwärmenden Fels- oder Steinuntergrund bietet einen idealen Platz. Je mehr Sonne die Schleifenblume am Tag tankt, desto prachtvoller blüht sie.
Dem Boden gegenüber sind Schleifenblumen genügsam. Ein nährstoffarmer, nicht zu humoser Untergrund ist besser geeignet als nährstoffreiche Böden, auf den die Pflanzen zum Wuchern neigen. Gleichzeitig ist ein durchlässiger Boden von Vorteil. Da Schleifenblumen auf Umweltbelastungen unempfindlich reagieren, eignen sie sich für Begrünungen in Straßennähe.

Verbreitung

Der Schwerpunkt der ursprünglichen Verbreitung liegt im Mittelmeerraum. Hier kommen sie in Südeuropa, Nordafrika und Vorderasien vor. Einige Arten sind bis nach Zentralasien beheimatet. Beliebten Zierarten gelang die Verwilderung außerhalb ihrer natürlichen Vorkommen.

Schleifenblumen beinhalten sekundäre Pflanzenstoffe, die sie für die Naturmedizin interessant machen. Ein Extrakt der Schleifenblumen hilft bei Verdauungsbeschwerden und Entzündungen und wirkt krampflösend. Als lang blühende und pflegeleichte Zierpflanzen sind Schleifenblumen mit ihrem teppichartigen Wuchs bei Gärtnern beliebt.

Pflege/Schnitt

Schleifenblumen bevorzugen nährstoffarme Bedingungen. Dennoch ist es empfehlenswert in der Wachstumsperiode ein- bis zweimal einen mineralischen Dünger einzusetzen. Um eine zweite Blütezeit anzuregen, ist ein Rückschnitt nach der ersten Blüte bei gleichzeitiger Düngergabe ratsam. Trockenperioden fördern den Wuchs der Pflanze. Eine mäßige Wassergabe alle ein bis zwei Wochen ist ausreichend.

Der Verjüngungsschnitt erfolgt nach der Blüte im Herbst oder vor der Wachstumsperiode im Frühjahr. Dabei bleiben zehn Zentimeter des Stängels stehen. Bei winterharten Arten ist ein zusätzlicher Frostschutz nicht erforderlich. Schleifenblumen vermehren sich erfolgreich über eine Aussaat der Samen im Frühjahr oder über Stecklinge im Sommer. Da sie zur Selbstaussaat neigen, ist es ratsam, die Ausdehnung der Population im Blick zu behalten und bei unerwünschtem Wuchs frühzeitig kontrollierend einzuschreiten. Das Umsetzen verträgt die Pflanze, sofern dies rechtzeitig vor der Ruheperiode im Herbst erfolgt.

Krankheiten/Schädlinge

Schädlinge, wie Schnecken und Raupen, zeigen wenig Interesse an den Schleifenblumen. Blattläuse treten gelegentlich auf. Hier hilft es, diese manuell mit einem weichen Schwamm zu entfernen. Es besteht die Gefahr der Wurzelfäule unter staunassen Bedingungen. Gelegentlich tritt ein Pilz im Wurzelbereich auf, der die sogenannte Umfallkrankheit auslöst. Dabei kippt die Pflanze ohne Vorwarnung um und stirbt ab. Sofortige Entsorgung ist ratsam. Die einzige Erfolg versprechende Gegenmaßnahme ist, auf ein Anpflanzen von Schleifenblumen an diesem Standort zukünftig zu verzichten.

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