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Eigenschaften

  • Strauch, Baum oder Kletterpflanze
  • brauchen Licht und Sonne
  • eingeschlechtig
  • einige Arten bilden essbare Früchte
  • nicht winterhart

Feigen

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Die Pflanzengattung der Feigen (bot. Ficus) gehören zur Tribus Ficeae. in der Systematik der Naturwissenschaft Biologie stellt eine Tribus eine Rangstufe dar, die sich zwischen der Unterfamilie und der Gattung befindet. In der Tribus Ficeae sind Feigen die einzige Gattung. Ficae gehören der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae) an. Die Gattung umfasst zwischen 750 und 1.000 Arten aus immergrünen oder laubabwerfenden Sträuchern, Bäumen und Kletterpflanzen.

Bei sämtlichen Ficus-Arten handelt es sich um verholzende Pflanzen. Zu den bekanntesten Arten dieser Gattung zählt die Echte Feige (bot. Ficus carica). Ihre Früchte tragen die Bezeichnung Feigen (Ficus). Diese Früchte gaben der Gattung ihren Namen. Die Pflanzenteile und Laubblätter der Ficus-Arten enthalten einen weißlichen Milchsaft. Dieser Saft besteht unter anderem aus Harz, Kautschuk sowie flavonoiden Verbindungen.

Blatt

Die Blätter der Ficus-Arten stehen meist wechselständig. Sie sind oft einfach, glatt, ganzrandig mit einer festen und ledrigen Oberfläche. Bei einigen Arten erreichen die Blätter Längen bis zu dreißig Zentimeter und Breiten zwischen zwanzig und dreißig Zentimeter. Das Laub ist drei- bis fünflappig und ähnelt in der Form einer Hand. Die Nebenblätter sind miteinander verwachsen. Selten stehen die zwei Nebenblätter einzeln und nicht untereinander verwachsen. Das Nebenblatt hat die Funktion, die Blattknospen zu schützen. Beim Entfalten des Blattes fällt es ab.

Blüte

Die Blüten von Pflanzen aus der Gattung der Feigen sind ohne Ausnahme eingeschlechtig. Es gibt bei den Ficus-Arten Pflanzen mit einhäusigen (monözischen) Blüten. Auch sind Pflanzen vertreten, deren Blüten zweihäusig (diözisch) getrenntgeschlechtig sind. Viele Blüten bilden jeweils einen Blütenstand. Sie sind eingesenkt in einem ausgehöhlten, krugförmigen Achsengewebe. Als Verbindung ins Freie bleibt im Blütenstand eine kleine Öffnung.

In einem Blütenstand dieser Pflanzen können drei Blütentypen vorhanden sein. Zu den männlichen und den weiblichen fertilen Blüten kommen sterile Gallblüten. Auch diese sind weiblich. Die männlichen Blüten zeigen zwischen zwei und sechs Kelchblätter. Dazu kommen ein bis drei Staubblätter. Selten sind es mehr Staubblätter. Weibliche Blüten verfügen über keine bis hin zu sechs Kelchblätter. Dazu kommt ein freier Fruchtknoten mit einem bis zu zwei ungleichen Griffeln.

Frucht

Bei den Früchten der Feigen-Arten handelt es sich um Beeren. Diese Scheinfrüchte bilden sich nicht aus der Blüte der Pflanze. Vielmehr entstehen sie aus dem Blütenstand, der sich nach innen stülpt und verdickt. Die Früchte zahlreicher Arten sind fleischig, saftig und für den Menschen genießbar. Es gibt sie in gelb, grün, grau bis rötlich oder violett. Früchte von Pflanzen dieser Gattung sind klein bis mittelgroß und rund bis leicht birnenförmig oder langgezogen. Das Fruchtfleisch schließt zahlreiche kleine Samen ein.

Wuchs

Feigen-Arten wachsen als Sträucher und als Kletterpflanzen. Als Bäume entwickeln sie sich ausladend und erreichen Höhen von drei bis zehn Metern. Sie bilden ein breites Gerüst von Ästen. Charakteristisch für einige der Pflanzen aus der Gattung sind in sich gedrehte, knorrige Stämme. In unseren Gefilden werden Feigen-Arten selten größer als drei Meter, entwickeln aber bis zu drei Meter in die Breite.

Standort

Ficus-Arten benötigen viel Sonne. Sie entwickeln sich ausreichend im lichten Halbschatten. Schattige Bereiche eignen sich nicht. Optimal ist ein vor Wind geschützter, warmer Platz. In Gegenden mit kalten Wintern stehen Feigen-Arten am besten in Kübeln. In strengen Wintern überwintern sie geschützt in Innenräumen. Obwohl die Pflanzen viel Licht brauchen, ist es ratsam, sie im Frühjahr langsam an die Sonne zu gewöhnen. Auch brauchen Pflanzen aus der Gattung der Feigen einen nährstoffreichen, frischen und durchlässigen Boden.

Verbreitung

Die Heimat der Pflanzengattung der Feigen ist der Orient. Weltweit wachsen die Arten der Gattung in tropischen und subtropischen Gebieten. In Europa gedeihen Feigen-Arten im Mittelmeerraum als verwilderte, einstige Kulturpflanzen beinahe überall. Nördlich der Alpen kommen die Gewächse vornehmlich in Region mit mildem Klima vor, etwa in Regionen des Weinbaus. Hier wachsen die Pflanzen langsam und bilden nur einmal im Jahr Früchte aus. Pflanzen der Feigen-Gattung gedeihen in Kultur als Zimmerpflanzen.

Nutzung

Ficus-Arten bilden zahlreiche Früchte aus. Daher dienen sie Tierarten, wie Primaten, Fledertiere und Vögel, als Nahrungsquelle. Auch als Zimmerpflanzen sind Pflanzen der Gattung Ficus sind beliebt. Typische Vertreter sind der Gummibaum (Ficus elastica), die Birkenfeige (Ficus benjamina) oder die Geigen-Feige (Ficus lyrata). In ihrer Heimat, dem Orient, galten Feigen-Arten lange Zeit als Heilmittel.

Pflege/Schnitt

Pflanzen dieser Gattung lieben Feuchtigkeit. Nässe vertragen sie nicht. Der Gärtner hält das Substrat um die Wurzeln feucht. Er achtet darauf, dass sich das Gießwasser gleichmäßig im Boden verteilt. Staunässe ist schädlich für die Pflanzen. Im Winter benötigt die Feige weniger Wasser.

Feigen-Arten sind schnittverträglich. Sie lassen sich in Form schneiden und als kleine Gehölze oder offene Büsche kultivieren. Einige Arten entwickeln sich durch gezielten Schnitt zum Spalierobst. Ein Rückschnitt ist zum Auslichten der Pflanzen sinnvoll. Dafür ist die beste Zeit vor dem Austrieb ab Ende Februar oder Anfang März. In diesem Zeitraum zeigt sich, welche Äste und Zweige verfroren sind. Wachsen Sträucher und Bäume zu dicht, ist ein radikaler Schnitt möglich.

Krankheiten/Schädlinge

Beim Feigen Mosaik Virus handelt es sich um eine Viruserkrankung, die zur Verfärbung der Blätter führt. Das Virus befällt Feigen-Arten häufig in kühlen, feuchten und windigen Sommern.

Rostpilze bilden orange-braune Sporenbeläge auf den Blättern. Das Laub. zeigt sich an seinen Kanten und den befallenen Stellen dünn und durchlöchert. Häufig befällt Rost die Pflanzen in regnerischen Sommern und bei reduzierter Einstrahlung der Sonne. Teile der Pflanzen, vor allem Äste und Stamm, sind von Fäulnis bedroht. Die Rinde wird schrumpelig. Darunter liegendes, zerstörtes Gewebe wirkt schleimig und weich. Auslöser für Fäulnis ist Staunässe.

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