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Eigenschaften

  • immergrüne Kletterpflanzen
  • wichtige Vogelgehölze
  • Nektarspender im Herbst
  • schwarzblaue Früchte im Frühjahr
  • pflegeleicht und winterhart

Efeu

Gattung Hedera ab €2.70 kaufen
     
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Die Gattung Efeu (botanisch Hedera) umfasst zwischen sieben und 17 Arten. Sie zählt zu den Araliengewächsen (botanisch Araliaceae). Der Gewöhnliche Efeu (botanisch Hedera helix) ist die einzige in Europa heimische und immergrüne Art innerhalb dieser Gattung. Efeu entwickelt sich mit der richtigen Pflege zu einem treuen Begleiter. Er bildet wunderschöne Grüntöne und ziert Gärten und Innenräume.

Seine vielseitige Verwendung als Kletterpflanze macht den Efeu zu einem beliebten Begleiter. Er umschlingt jeden Torbogen und verwandelt den Garten in eine märchenhaft romantische Kulisse. An Mauern und Wänden sorgt er für einen historischen Charme. Das Bild erinnert an alte Gemäuer von Burgen und Schlössern. Schon in früheren Zeiten galt der Efeu als beliebte Rankpflanze.
Wer Efeu in seinem Garten anpflanzt, tut der Natur Gutes. Das dichte Geflecht aus Blättern und Ästen dient als wertvolles Vogelgehölz. Kleine Singvögel brüten gerne in Efeugebüschen. Bei drohender Gefahr flüchten sie sich zwischen die verschlungenen Äste. Als einzige heimische Gehölzart, blüht Efeu erst im September. Das macht die Pflanzen zu einem Lebensspender für Insekten, Bienen und Schmetterlinge. Sie nutzen gerne die Blüten, wenn andere Nektarquellen im Verlauf des Sommers versiegen.

Blatt

Efeu entwickelt lang gestielte Laubblätter, die sich, dem Alter der Pflanze entsprechend, in ihrer Form unterscheiden. Junge Pflanzen entwickeln Blätter mit der typischen drei- bis fünflappigen Gestalt. Nach rund 10 bis 20 Jahren vollzieht sich der Übergang in die Altersform. Die Blätter erscheinen anschließend in einer rundlich ovalen Form. Sie stehen wechselständig am Zweig. Auffallend sind die hell hervortretenden Blattadern auf der Blattspreite.

Die Variabilität der Blätter hat zur Züchtung zahlreicher Gartenformen beigetragen. Viele der gezüchteten Sorten entwickeln im Herbst wunderschöne Farbnuancen, die von bronzefarben über rosa bis rostrot reichen. Die Sorte 'Buttercup' entwickelt nur auf der Blattunterseite eine Herbstfärbung. Sie gilt als Besonderheit, im Herbst dreht sie ihre Blätter mit der Unterseite nach oben.

Blüte

Erst in der Altersform beginnen die Pflanzen des Efeus mit dem Ausbilden von Blüten. Sie stehen in traubigen Blütenständen, die aus doldigen Teilblütenständen bestehen. Die Einzelblüten sind radiärsymmetrisch und folgen einem fünfzähligen Aufbau.
Im Zentrum der Blüten entwickeln die Pflanzen eine ringförmige Erhebung, der sogenannte Diskus. Auf ihm sitzen fünf Staubblätter in einer kreisförmigen Anordnung. Ein unterständiger Fruchtknoten setzt ich aus fünf verwachsenen Fruchtblättern zusammen. Die grüngelben Blüten entwickeln sich im Herbst zur vollen Pracht und enthalten viel Nektar, der einen süßlichen Duft verströmt.

Frucht

Die Früchte entwickeln sich nicht direkt nach der Blüte im September, sondern erst im nächsten Frühjahr. Zwischen Februar und April zeigen sich die schwarzblauen, kugeligen Früchte. Sie enthalten einen Samen und sind eine beliebte Nahrungsquelle für Amseln und andere Drosselarten.

Wuchs

Die Arten der Hedera sind immergrüne, zu den Lianen gehörende Pflanzen. Sie klettern an Bäumen oder Fassaden bis zu einer Höhe von 20 Metern hinauf. Kleine Haftwurzeln sorgen für Halt am Untergrund. Efeupflanzen sind in der Lage, bis zu 500 Jahre alt zu werden. In ihrer Altersform bilden sie keine Haftwurzeln mehr aus. Sie entwickeln dicke Stämme. Als Bodendecker bilden sie dichte Teppiche an Böschungen. Die Rinde junger Zweige erscheinen grün bis braunrot. Ältere Äste tragen eine hellgraue Färbung.

Standort

Efeupflanzen wachsen bevorzugt an halbschattigen bis schattigen Standorten, die eine hohe Feuchte der Luft bieten. An sonnigen Standorten gedeihen die Pflanzen bei ausreichender Feuchte des Bodens. Im Winter besteht an diesen Standorten die Gefahr von Frostschäden, verursacht durch die Wintersonne. Buntlaubige Sorten benötigen pro Tag zwei bis drei Stunden Sonne. Dadurch entfaltet sich die Färbung der Blätter optimal.

Verbreitung

Hedera-Arten kommen in ganz Europa bis in den Mittelmeerraum vor. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich bis in die gemäßigten Zonen Asiens und auf die makaronesischen Inseln. In Neuseeland gelten sie als eingebürgert.

Nutzung

Efeupflanzen gelten als Überlebenskünstler. Sie gedeihen an Stellen, an denen keine anderen Arten wachsen. Im dichten Wurzelgeflecht von Birke und Spitz-Ahorn fühlen sich Efeupflanzen am wohlsten. Der Efeu ist konkurrenzstark und verdrängt gerne andere Gehölze. Daher eignet er sich für die Gesellschaft mit anderen wuchsfreudigen Gewächsen. Kirschlorbeer, Rodgersie, Wald-Geißbart und Funkie behaupten sich gegen den Efeu. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass Efeu Bäume würgt, nutzen die Pflanzen andere Gehölze lediglich als Kletterhilfe.

Die Pflanzen eignen sich ideal, um unschöne Wände zu verstecken. Von hell gestrichenen, das Licht stark reflektierenden Fassaden, wenden sich die Triebe ab. Efeu klettert bevorzugt an Wänden mit einem dunkleren Anstrich. Als Bodendecker verdrängt Efeu lästiges Unkraut. Hier genügen fünf Pflanzen auf einem Quadratmeter, um einen dichten Teppich zu erzeugen. Efeu gilt als beliebte Zimmerpflanze, da ihr Pflegeaufwand gering ist.

Pflege/Schnitt

Efeupflanzen kommen gut mit Trockenheit zurecht und benötigen an einem geeigneten Standort keine zusätzliche Bewässerung. Eine Düngung ist nicht notwendig, wenn die Pflanzen auf einem gemulchten Boden wachsen. Junge Pflanzen, die an sonnigen Standorten wachsen, benötigen im Winter einen Schutz vor der Sonne. Hierfür eignet sich ein Vlies optimal.

Da die Efeupflanzen sehr wuchsfreudig sind, empfiehlt sich ein regelmäßiger Rückschnitt der jungen Triebe. Das Frühjahr ist der beste Zeitpunkt für den Schnitt, da später die Brutzeit der Vögel beginnt. Die Altersform entwickelt Blütentriebe, die senkrecht vom Untergrund abstehen. Eine Umlenkung auf die Seitentriebe durch Rückschnitt ist eine wichtige Pflegemaßnahme. Dadurch verringert sich das Gewicht und die Pflanze bildet eine dichte Wuchsform.

Krankheiten/Schädlinge

Efeu ist anfällig für Blattfleckenkrankheiten. Zeigen sich Flecken auf den Blättern, empfiehlt sich ein Rückschnitt. Durch ein Entfernen von infiziertem Laub reduziert sich das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Befalls. Herabgefallenes Herbstlaub unterstützt durch ein feuchtes Milieu die Ausbreitung von Pilzerkrankungen. Panaschierte Sorten sind anfällig für den Efeukrebs. Das Entfernen der betroffenen Blätter mit fleckigen Blatträndern dämmt die Erkrankung ein.

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