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Eigenschaften

  • attraktiver Baum oder Hecke
  • herrliche Herbstfärbung
  • hoher Platzbedarf
  • pflegeleicht und robust
  • wachsen bis zu 40 Meter hoch

Buchen

Gattung Fagus ab €1.00 kaufen
     
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Rund zehn Arten umfasst die Pflanzengattung der Buchen (bot. Fagus), die alle zu den mittelgroßen bis großen Bäumen gehören. Die Gattung ist Teil der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Buchen faszinieren Menschen seit jeher. Ihre schöne, glatte Rinde wirkt zart, obwohl die Bäume von starkem Wuchs sind. Die Kronen entwickeln verschiedene Formen, von ausladend bis hängend. Sie wirken majestätisch und bieten unter ihrem schönen Blätterdach Schutz vor Sonne und leichtem Regen. Der Schatten der Bäume ist ein perfekter Ort für ein Picknick im Sommer.

Im Wind rascheln die Blätter leise und verbreiten eine ruhige, friedliche Stimmung im Garten. Im Herbst färben sich die Blätter der Buchen in fantastische Farben und bringen den gesamten Baum zum Leuchten. Buchen behalten ihre Blätter lange, so dass die Farbenpracht von Dauer ist. Buchen sind wundervolle Solitärpflanzen in großen Gärten. Einige Arten lassen sich als Heckenpflanze kultivieren. Da sie das Laub oftmals bis in den Frühling behalten, bieten sie auch im Winter einen guten Sichtschutz. Die Früchte der Buchen, die Bucheckern, bietet vielen kleinen Tieren, wie Eichhörnchen, Siebenschläfern oder Vögeln eine fettreiche Nahrungsquelle im Herbst und Winter. Im Laub der Buchen verstecken sich viele Käfer, Insekten oder Igel.

Blatt

Die einfachen Laubblätter sind elliptisch, rund oder länglich bis eiförmig. Der Blattrand ist gezähnt, geschlitzt oder gebuchtet. Die Blätter sind glänzend grün oder dunkelrot bis rotgrün. Ihre Größe beträgt zwischen fünf bis zehn Zentimeter. Einige Arten haben auf der Blattunterseite Härchen. Die Blätter der Buchen stehen wechselständig am Trieb und färben sich im Herbst gelb bis orange, braun oder intensiv rot. Buchen treiben im Mai neue Blätter.

Blüte

Mit den Blättern treiben die Blüten der Buchen aus. An neuen Trieben erscheinen weibliche und männliche Blütenstände. Die Blüten der Buche sind einhäusig getrenntgeschlechtlich. Buchen blühen ab einem Alter von zwanzig Jahren. Die männlichen Blüten hängen halbkugelig an einem drei bis fünf Zentimeter langen Stiel. Ein Blütenstand vereint viele Blüten, die Menge der Staubblätter beträgt zwischen acht bis sechzehn. Die männlichen Blütenstände sind stark behaart. Die behaarten weiblichen Blüten sitzen zu zweit oder zu dritt aufrecht in einer grünen, kurzstieligen Hülle. Eine Einzelblüte besitzt einen Fruchtknoten mit drei Kammern und drei darauf stehenden Narben.

Frucht

Buchen bilden ab einem Alter von vierzig bis achtzig Jahren Kapselfrüchte. Die Hülle der weiblichen Blüten schließt sich nach der Befruchtung und wird hart. Nachdem die Früchte reif sind, bricht die Hülle beim Herunterfallen auf und gibt die Samen frei. Die vier Kammern enthalten zwei bis vier Nussfrüchte, die Bucheckern. Bucheckern haben eine Länge von ein bis zwei Zentimetern, drei Kanten und eine glänzend rotbraune Schale. Ende September bis Oktober sind sie reif.

Wuchs

Die sommergrünen Bäume der Gattung Fagus werden bis zu 40 Meter hoch. Bei jungen Bäumen ist die Krone schlank. Wenn die Bäume frei stehen, wächst die Krone rund, kuppelförmig und ausladend, mit tief hängenden Zweigen. Der Stamm der Buchen ist gerade. Er wird im Durchmesser bis zu 150 Zentimeter stark. Die Rinde der Buchen ist glatt, zunächst graubraun und glänzend, im Alter silbrig-grau. Nur im hohen Alter haben einige Arten eine rissige Borke. Buchen sind Herzwurzler, die ein dichtes Feinwurzelsystem bilden. Durchschnittlich erreichen Buchen ein Alter von bis zu 250 Jahren.

Standort

Buchen bevorzugen einen nährstoffreichen, mäßig feuchten, durchlässigen und kalkreichen Boden. Allerdings gedeihen sie ebenso auf anderen Bodenarten. Nur sandige Böden behaben ihnen nicht. Auch Staunässe vertragen Buchen nicht. Buchen wachsen sowohl an sonnigen Standorten als auch in Schattenlagen. Junge Pflanzen sind empfindlich gegenüber Wind. Die Stämme der jungen Bäume freuen sich über einen Stützpfahl, der ihnen Halt gibt.

Verbreitung

Die Gattung Fagus ist auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet. In Ost-Asien kommen sie am häufigsten vor. In Mitteleuropa ist eine Art beheimatet.

Nutzung

Buchen sind Ziergehölze in Gärten, Parks und Alleen. Das extrem harte Holz macht sie zu einem bedeutenden Holzlieferanten. Buchenholz ist ein hervorragendes Brennholz, das mit ruhiger, heller Flamme im Kamin brennt oder beim Räuchern ein typisches Aroma schenkt. Aus Buchenholz entstehen Möbel, Treppen, Parkett und Geräte zum Einsatz im Innenbereich. Transportpaletten, Kisten oder Fässer aus Buchenholz erfreuen sich in der Verpackungsindustrie einer wachsenden Beliebtheit. Auch die Papierindustrie nutzt Buchenholz. Weiterhin dient das Holz zur Herstellung von Holzkohle und Pottasche. Bucheckern fanden vor allem im 19. Jahrhundert als Öl, geröstet oder gemahlen in der Küche Verwendung. Allerdings sind sie schwach giftig. Von einem rohen Verzehr ist abzuraten.

Pflege/Schnitt

Frisch gepflanzte Buchen brauchen regelmäßiges Gießen, weil ihre Wurzeln noch nicht ausreichend Wasser aufnehmen. Ist der Baum angewachsen, reicht es, ihn in trockenen Phasen im Sommer und Winter mäßig zu gießen. Das abfallende Laub genügt den Buchen als organischer Dünger. Auf nährstoffarmen Böden freuen sich Buchen über zusätzliche Dünger wie Kalium, Phosphor und Stickstoff. Sparsames Düngen ist zwischen Februar und Juli möglich.

Ein Baum braucht keinen regelmäßigen Schnitt. Wenn die Krone zu groß oder einzelne Triebe zu lang sind, kommt ein Rückschnitt in Frage. Damit eine Buchenhecke dauerhaft schön bleibt, erfolgt im Februar der Formschnitt, am besten im Trapezprofil. Auch die unteren Triebe der Hecke bekommen auf diese Weise genug Licht. Lange Seitentriebe und unverzweigte Äste sind im Juni zu kürzen. Nach zwei Jahren ist ein Verjüngungsschnitt angebracht. Hier sind die dickeren Äste zu kürzen. Das regt das Wachstum neuer Zweiger und die Bildung von kräftigem Laub an. Nach dem Rückschnitt benötigen Buchenhecken viel Wasser.

Krankheiten/Schädlinge

Buchen sind robust, obwohl Krankheiten und Schädlinge auftreten, gefährden sie die Pflanze im seltenen Fall ernsthaft. Einige Pilzkrankheiten wie Blattbräune, Wurzelfäule und Echter Mehltau treten vor allem bei Überwässerung und zu viel Stickstoff im Boden auf. Ökologische Mittel wie Brennesseljauche, Schmierseifenlösung oder Knoblauchsud helfen gegen Pilzkrankheiten.

Schädlinge können den Buchen in jungen Jahren stark zusetzen. Bei einem Befall mit Blattläusen (Buchenwolllaus und Buchenzierlaus) rollen sich die Blätter ein und werden braun, junge Triebe sterben ab. Typisch ist der Honigtau, den die Läuse ausscheiden. Befallene Blätter und Äste kleben. Nützlinge wie Marienkäfer, Schlupfwespen oder Florfliegen dämmen den Schädlingsbefall ein. Sind einzelne Triebe besonders stark befallen, ist es sinnvoll, sie abzuschneiden und im Restmüll zu entsorgen. Bei regelmäßiger Kontrolle lassen sich Schädlinge frühzeitig bekämpfen.

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