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Eigenschaften

  • Wuchshöhe bis zu 120 Zentimeter
  • durchgängig blühend von Juli bis September
  • Nährstaude für Schmetterlinge und Bienen
  • anspruchslos und pflegeleicht
  • winterhart

Blutweideriche

Gattung Lythrum ab €3.10 kaufen
     
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Blutweideriche (bot. Lythrum) sind anspruchlose Wildstauden mit imposanter, lang andauernder Blüte. Als Pflanzengattung gehören sie mit etwa 35 Arten zur Familie der Weiderichgewächse. Viele Pflanzenliebhaber kennen einzelne Vertreter unter den Namen Gewöhnlicher Blutweiderich, Stolzer Heinrich oder Blutkraut.

Die Gewächse aus der Gattung der Blutweideriche sind unempfindlich gegen Frost und Schnee. Als Anziehungspunkt für Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten sorgen sie für eine faszinierende Vielfalt im Garten. Trotzdem ist der Blutweiderich in den heimischen Gärten noch wenig bekannt. Der Handel bietet verschiedene gezüchtete Sorten an. Im Gegensatz zu den Wildstauden an Flussläufen, wachsen diese dichter und blütenreicher.

Blatt

Die Laubblätter des Blutweiderich besitzen keine Stiele. Sie wachsen entweder zu zweit oder zu dritt wechselseitig oder gegenständig an den Stengeln. Sie haben einen herzförmigen bis abgerundeten Blattgrund und sind oval bis lanzettlich geformt. Die Blattspreiten zeigen sich schmal und weich behaart. An den Unterseiten treten deutlich sichtbar die Nerven hervor.

Blüte

Über hundert einzelne Blüten wachsen an jedem der ährenförmigen Blütenstände. Sie sind gestielt oder ungestielt und begeistern durch ihre kräftige, lilarote Farbe. Der Blutweiderich besitzt röhrige oder glockenförmige Blütenbecher und an manchen Arten Außenkelche. Zu den vier oder sechs Kelchblättern gehören bei fast allen Arten Kronblätter in gleicher Anzahl. Die wunderschönen Blütenähren leuchten von Juli bis September. Sie sind für jeden Gartenliebhaber eine Augenweide und locken Schmetterlinge und Bienen in die Gärten.

Frucht

Die Lythrum-Staude trägt im Spätsommer drei bis vier Millimeter lange Kapseln. Diese sind zweifächrig und eiförmig. Die Kapselfrüchte enthalten rund einen Millimeter große, rot-braune und ungeflügelte Samen. Zwei Fruchtblätter bilden die obenständigen Fruchtknoten mit Fächern, in denen sich fünf bis fünfzig Samenanlagen befinden.

Wuchs

Der Blutweiderich wächst als ausgesprochen große, aufrechte Zierstaude mit buschiger Statur. Die aufragenden Blütenstängel erreichen eine Wuchshöhe von 50 bis 200 Zentimeter. Kantig und behaart wachsen sie, teilweise verzweigt, aus einem Rhizom (Wurzelstock) heran. Ab einem gewissen Alter verholzen die Stängel am Grund.

Standort

Der robuste und sommergrüne Blutweiderich wächst in der freien Natur an Bächen und Wassergräben sowie in Feuchtgebieten und Gewässern. Er benötigt permanent Wasser. Auch Staunässe bereitet ihm keine Schwierigkeiten. Ein besonderes Erdreich ist nicht erforderlich. Die Stauden bevorzugen einen sonnigen Standort, um sich zu entfalten und zu voller Schönheit heranzuwachsen. Auch im Halbschatten kommen sie gut zurecht. Lediglich das Blühen fällt ihnen hier schwerer.

Lythrum-Arten sind gute Futterspender für Wespen und Bienen. Daher raten Fachleute von einem Standort in unmittelbarer Nähe von Terrassen oder Spielplätzen ab. Gartenliebhaber mit einem Teich, setzen den Blutweiderich direkt ins Wasser. Damit dieser dort nicht umkippt, bieten sich Pflanzkörbe oder durchlässige Schalen mit Teicherde an.

Verbreitung

Der Blutweiderich ist vorwiegend in Europa, Nordafrika sowie in Gebieten von Asien beheimatet. In Nordamerika etablierte er sich im 19. Jahrhundert. Seitdem ist er dort weit verbreitet.

Nutzung

Die Triebe der leuchtend blühenden Staude bieten sich als ideale Schnittblumen an. Bereits verblühte Bestände eignen sich als Trockenblumen. Die verbliebenen Samen in den überwinterten Ähren dienen als Vogelfutter. Fachleute setzten Blutweiderich gerne in Schwimmteichen oder Klärzonen ein, da er wasserreinigend wirkt.

Pflege/Schnitt

Ein Winterschutz ist bei diesen Pflanzen nicht nötig. Weist der Gartenboden keine ausreichende Feuchte auf, hilft eine Untermischung aus Kompost und Mulch. Dise dient als Wasserspeicher. Gleichzeitig ist regelmäßiges Gießen erforderlich. Die gleichen Eigenschaften wie Mulch oder Kompost entwickelt kleingehäckseltes Stroh.

Der Blutweiderich ist genügsam und holt sich seine Nährstoffe aus der Mulchschicht und dem Wasser. Zusätzliches Düngen ist nicht erforderlich. Lediglich eine jährliche Frühjahrsdüngung mit lang wirkendem Staudendünger ist förderlich für die Blüte und das Wachstum der Staude.

Die genügsamen Prachtstaude im Teich oder im Beet benötigen einen jährlichen Rückschnitt im Frühling. Um einen gesunden Neuaustrieb zu gewährleisten, erfolgt der Schnitt eine Handbreit über dem Boden. Um die Selbstaussaat zu verhindern, sind die Pflanzenteile im Herbst nach der Hauptblüte abzuschneiden.

Krankheiten/Schädlinge

Der attraktive Blutweiderich ist eine widerstandsfähige, kräftige und unempfindliche Staude. Krankheiten und Schädlinge halten sich in Grenzen. Eher das Gegenteil ist der Fall, da die Pflanze Schädlinge sogar vertreibt. Verantwortlich dafür sind in den Pflanzenteilen enthaltene ätherische Öle und Gerbstoffe, die Blattläuse und Schnecken fernhalten. Damit schützen sich die Blutweideriche und tragen zum Schutz der sie umgebenden Pflanzen bei.

Lediglich die Blattfleckenkrankheit kann dem Blutweiderich schaden. Kennzeichnend sind dunkle oder schwarze Flecken, die sich scharf umrandet auf den Blättern der Staude abzeichnen. Die Folge sind braun verfärbte und später vertrocknete Blätter. Auslöser für die Blutfleckenkrankheit sind häufig starke Regenfälle und damit verbunden eine hohe Luftfeuchte.

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