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  • Ordnung: Myrtenartige
  • Familie: Weiderichgewächse
  • Gattung: 4 Einträge
  • Art: 4 Einträge
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Eigenschaften

  • variabel in der Wuchsgröße und Wuchsform
  • blütenreich
  • einjährig bis mehrjährig
  • mittel- bis dunkelgrünes Laub, teilweise lederartig
  • früher Nutzpflanzen, heute in erster Linie Zierpflanzen

Weiderichgewächse

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Weiderichgewächse (bot. Lythraceae) bilden eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Myrtenartigen. In Mitteleuropa ist die Pflanzenfamilie neben der ursprünglichen Bezeichnung auch unter dem Namen Blutweiderichgewächse / Blutweideriche bekannt. Lythraceae gab es bereits in der Kreidezeit, wie fossile Funde aus Mexiko und dem Paläozän Südenglands beweisen.

Die meisten Weiderichgewächse sind krautig, einjährig oder ausdauernd. Nur wenige in den Tropen beheimatete Lythraceae Arten sind Bäume oder Sträucher. Die Familie der Weiderichgewächse unterteilt sich in 31 Gattungen mit insgesamt 620 bis 650 Arten. In Mitteleuropa sind der Blutweiderich, der Sumpfquendel und die Wassernuss die einzigen wildwachsenden Vertreter der Pflanzenfamilie. Bei baumartig und strauchig wachsenden Weiderichgewächsen sind die jungen Zweige vierkantig, wodurch eine besondere und sehr außergewöhnliche Optik entsteht.

Blatt

Die meisten Lythraceae Arten weisen gegenständig angeordnete Laubblätter auf. Wechselständiges, spiralförmiges oder wirteliges Laub kommt seltener vor. Weiderichgewächse haben einfache Blattspreiten, die an den Rändern glatt und ebenmäßig sind. Bei allen Arten weist das Laub eine Gemeinsamkeit auf. Die Blätter von Weiderichgewächsen sind fiedernervig und in der Regel mittel- bis dunkelgrün. In der Form unterscheidet sich das Laub artenspezifisch.

Bei vielen, vor allem als Baum oder Strauch wachsenden Lythraceae Arten sind die Laubblätter oval, lanzettlich oder eiförmig mit einer langen und filigranen Spitze. Buschige, krautige Weiderichgewächse bilden rundes, lanzettliches, sehr schmales oder winzig kleines Laub aus. Einige Vertreter der Pflanzenfamilie weisen einen starken Glanz der Blattoberfläche auf. Hier wirken die Laubblätter lederartig. Bei anderen Weiderichgewächsen sind die Blätter dick und ähneln einer Sukkulente. Die Anordnung ist hier meist rund und umgibt den gesamten Stängel vom Bodenansatz bis zur Pflanzenspitze.

Blüte

Weiderichgewächse bilden Einzelblüten oder gruppierte Blütenanordnungen aus. Handelt es sich um einen Blütenstand, setzt sich dieser aus zahlreichen Einzelblüten in achsel- oder endständiger Anordnung zusammen. Die Blütenform ist trauben- oder rispenförmig. Lythraceae blühen zwittrig bis zygomorph (strahlensymmetrisch). Die meisten Weiderichgewächse verfügen über eine doppelt geformte Blütenhülle.

Die Anzahl der Blütenorgane ist bei Lythraceae sehr unterschiedlich, da die Blüten drei- bis sechzehnzählig, sowie mit oder ohne Nebenkelch wachsen. Verwachsene Kelchblätter in dicker, lederartiger Struktur und knittrig wirkende Kronblätter sind wichtige Merkmale der Blüten von Weiderichgewächsen. Auch bei den Staubblättern weisen Lythraceae Arten Variablen auf. Die Menge liegt zwischen vier und acht, seltener bei bis zu 100 Staubblättern. Die Fruchtblätter bilden einen Knoten, der sowohl ober- als auch unterständig wächst und zwei- bis mehrkammerig ist. Weiderichgewächse blühen weiß, gelb, orange oder rot, violett, blau und seltener zweifarbig.

Frucht

In den Fruchtknoten bilden sich lederartige Kapselfrüchte, die während der Reife aufplatzen. Wenige Arten bilden beerenförmige Früchte ohne ledrige Außenhaut aus. Bei Weiderichgewächsen ist die Frucht im Regelfall von den ausdauernden Blütenhüllblättern teilweise bis vollständig umschlossen. Die Früchte verfügen über zahlreiche, flügelfreie Samen. In der Größe variieren die Fruchtstände nach der Größe der Pflanzenart.

Wuchs

Die Wuchsform, Wuchshöhe und Wuchsbreite ist arten- und klimazonenabhängig. In gemäßigten Klimazonen sind Weiderichgewächse oft krautig, niedrig wachsend und buschig. Es gibt sowohl einjährige als auch mehrjährige Vertreter innerhalb der Pflanzenfamilie.
Verholzende Bäume und Sträucher wachsen vorwiegend in tropischen Gebieten. Diese erreichen eine Wuchshöhe von zwei bis mehreren Metern und bilden eine breite, voluminöse Krone von bis zu vier Metern Durchmesser aus. Bei Sträuchern und Bäumen sind die jungen Triebe vierkantig. Erst wenn die Verholzung beginnt, entwickeln sie sich rund. Lythraceae wachsen aufrecht, bodendeckend oder stark verzweigt.

Verbreitung

Weiderichgewächse sind weltweit verbreitet. Die größte Artenvielfalt ist in den Tropen und Subtropen beheimatet. In Mitteleuropa und anderen gemäßigten Zonen gibt es wenige, meist kleinwüchsigere Arten der Pflanzenfamilie Lythraceae.
Artenreich wachsen Lythraceae in Süd- und Mittelamerika, in den Tropen und Subtropen Afrikas, in der neuen Welt und in Australien sowie in Kanada. Weniger vielseitig sind Weiderichgewächse auf Madagaskar, in Kuba, in Mexiko und Mitteleuropa vertreten. Gleiches gilt für Peru, die pazifischen Inseln, Japan und China.

Nutzung

Lythraceae sind größtenteils Zierpflanzen. Früher wurden einige Pflanzenteile bestimmter Arten verzehrt, was aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe nur bei Nahrungsarmut geschah. Als Heilpflanze und blutstillendes Mittel haben Weiderichgewächse eine größere Bedeutung. Auch diese Funktion spielt in der heutigen Zeit keine wirkliche Rolle mehr.

Aufgrund ihrer farbintensiven und zahlreichen Blüten sind Lythraceae Ziergewächse, die in Parkanlagen, in Gärten, auf Freiflächen und, je nach Art, im Kübel auf der Terrasse mit ihrer Schönheit erfreuen. Vor allem die niedrig wachsenden bis buschigen Lythraceae Arten zieren Gärten, während Bäume, aufgrund ihrer Wuchsgröße, eher in Parkanlagen zu finden sind.

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