Klassifikation

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  • Ordnung: Lorbeerartige
  • Familie: Gewürzstrauchgewächse
  • Gattung: 3 Einträge
  • Art: 3 Einträge
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Eigenschaften

  • ledrig dicke Blätter
  • Sammelnussfrüchte mit giftigen Samen
  • aromatisch duftende, große Blüten
  • als Zierpflanze kultiviert
  • immergrüne oder laubabwerfende Sträucher

Gewürzstrauchgewächse

Familie Calycanthaceae ab €18.10 kaufen
     
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Die kleine Familie der Calycanthaceae umfasst die zwei Gattungen Calycanthus und Sinocalycanthus, wobei einige Autoren auch drei Gattungen zur Familie zählen.

Sie gliedert sich in die Ordnung der Lorbeerartigen (bot. Laurales). Über die zu dieser Familie zählenden Arten sind sich die Autoren ebenfalls uneinig. Sicher sind neun verschiedene Arten. Zu den bekannten Arten zählt die Winterblüte (Chimonanthus praecox).

Blatt

Arten der Calycanthaceaen haben gegenständige Blätter. Sie sind gestielt und ihre Blattspreite ist dick bis ledrig. Auf der Blattspreite sind deutliche Fiedernerven erkennbar.
Oft ist die Blattfläche mit drüsigen Punkten übersät. Die Blätter sind einfach mit einem glatten Blattrand. Nur bei einigen Arten, deren Zweige schnell wachsen, ist der Blattrand leicht gezähnt. Die Kurztriebe sind beblättert. Nebenblätter fehlen.

Blüte

Die Blüten erscheinen einzeln in den Achseln der Laubblätter. Hier stehen sie an den Enden der Kurztriebe. Sie sind meist zwittrig und spiralförmig aufgebaut. Die Blütenhüllblätter sind nicht miteinander verwachsen und oft auffällig gefärbt. Ihre Anzahl variiert zwischen 15 und 30.
Von außen nach innen verändern die Hüllblätter ihre Erscheinung von Kelchblättern zu Kronblättern. Während die kelchblattartigen Hüllblätter noch sehr schmal entwickelt sind, vergrößern sie sich kontinuierlich zum Zentrum hin. An den Hüllblättern ist die spiralige Anordnung deutlich erkennbar. Eine Einteilung der Blütenhülle in Kelch und Krone ist nicht vorhanden. Diese Merkmalsausprägung entspricht noch sehr ursprünglichen Blütenmerkmalen.

Dahingegen ist der Blütenboden stark spezialisiert. Dieser ist hohl und krugförmig eingesenkt. Der Blütenboden heißt auch Blütenbecher oder Hypanthium. Auf der Außenseite des Hypanthiums und auf dem oberen Rand sitzen die Blütenhüllblätter. Sie umschließen zahlreiche Staubblätter. Eine Blüte enthält zwischen 15 und 55 Staubblätter. Die inneren zehn bis 25 Staubblätter sind zu sogenannten Staminoiden umgebildet. Sie sind nicht fertil und dienen lediglich der Schaufunktion. Sie nehmen eine kronblattähnliche Form an und sitzen im Zentrum zwischen den fertilen Staubblättern. Sowohl die fertilen Staubblätter als auch die sterilen Staminoide haben am Ende eine fleischige Spitze entwickelt. Sie dient den Käfern, welche die Arten hauptsächlich befruchten, als Nahrungsquelle.

Auf der Basis des krugförmigen Blütenbodens sitzen die Fruchtblätter. Sie sind oberständig und stehen frei. Es können zwischen fünf und 45 Fruchtblätter entwickelt sein, die jeweils zwei Samenanlagen besitzen. Die obere Samenanlage verkümmert später. Die schmalen Griffel stehen frei und enden in einer Narbe. Der lang gezogene Griffel ragt aus der verengten Öffnung des Achsenbechers heraus.

Frucht

Die zylindrischen Früchte sind behaart und dunkel rot bis braun gefärbt. Es sind in der Regel Sammelnussfrüchte. Das Fruchtfleisch bildet sich bei diesen Arten aus dem Fruchtblatt und anderen Teilen, wie dem Blütenbecher. Deshalb nennen sich die Früchte Scheinfrüchte.
Die Samen sind stark abgeleitet und entsprechen nicht mehr der ursprünglichen Form. Sie enthalten einen großen Embryo mit spiralig eingerollten Keimblättern. Eine solche Größenverschiebung zugunsten des Embryos ist ein typisches Merkmal von höher entwickelten Bedecktsamern. Das Nährgewebe, welches den Samen üblicherweise umschließt, ist bei Arten dieser Familie nicht ausgeprägt. Ihre Samen sind giftig. In den Sammelfrüchten bilden sich zahlreiche kleine Nüsschen. Zur Fruchtreife vertrocknet die Blütenachse. Sie wird ledrig und verholzt zum Teil. Bei einigen laubabwerfenden Arten bleiben die Früchte auch im Winter an der Pflanze erhalten.

Wuchs

Die Familie der Gewürzstrauchgewächse sind verholzende Pflanzen. Die meisten Arten sind als Sträucher ausgebildet. Sie können auch die Gestalt von kleineren Bäumen annehmen.
Unter den Calycanthaceaen gibt es sowohl immergrüne als auch laubabwerfende Arten. Einige laubabwerfende Arten bilden Rhizome aus. Die Zweige verästeln sich dichotom, das heißt eine Hauptachse bildet eine Verzweigung mit zwei Nebenachsen. Auf den Zweigen sitzen Ölzellen.

Verbreitung

Die Arten kommen in der temperaten und in der subtropischen Klimazone vor. Das Hauptverbreitungsgebiet der Familie erstreckt sich über Nordamerika und Ostasien. Im tropischen Nordosten von Australien ist eine Baumart der Gewürzsträucher heimisch. Die Art Idiospermum australiense hat keinen deutschen Namen und kommt nur in zwei kleinen Gebieten im Regenwald von Queensland vor. Sie ist hier endemisch.

Nutzung

Die Rhizome enthalten ätherische Öle, die aromatisch duften. Einige Arten wie der Echte Gewürzstrauch (bot. Calycanthus floridus) bilden Blüten mit einem stark aromatisch erdbeerartigen Duft. Solche Pflanzen dienen als Zierpflanzen in Parks und Gärten.

Auch findet der Echte Gewürzstrauch als Gewürzpflanze Einsatz. Die getrocknete Rinde ist ein Ersatz für Zimt. Das Holz dient zur Herstellung von Körben. Die Blätter sind beliebte Bestandteile für die Herstellung von Parfum, Desinfektions- und Insektenabwehrmitteln. In China dienen die Knospen zur medizinischen Verwendung. Die Blüten sind die Basis vieler Speisen und verleihen der Wäsche einen frischen Duft.

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Gewürzsträucher (Calycanthus)
Gewürzsträucher

Calycanthus

Gattung
Winterblüte (Chimonanthus)
Winterblüte

Chimonanthus

Gattung
Sinocalycanthus (Sinocalycanthus)
Sinocalycanthus

Sinocalycanthus

Gattung
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