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Eigenschaften

  • Blüte vor der Blattbildung
  • schöne, duftende Blüten
  • Aroma erinnert an Vanillezucker
  • laubabwerfender, winterharter Strauch
  • schöne Herbstfärbung

Winterblüte

Gattung Chimonanthus ab €20.80 kaufen
     
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Die Winterblüte (bot. Chimonanthus) ist eine Gattung in der Familie der Gewürzstrauchgewächse (Calycanthaceae). Es gibt sechs Arten, die allesamt aus winterharten, laubabwerfenden Sträuchern bestehen. Besonders bekannt ist die Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox), die den Beinamen Winterorchidee trägt. Entsprechend erinnert ihre Optik an eine Orchidee.

Die Winterblüte ist ein Juwel unter den Pflanzen. Sie braucht bis zu acht Jahre, um ihre Blüten zu entfalten. Sobald sie erblüht, erfreut die Pflanze mit einer lieblichen, gelb-purpurfarbenen Pracht und einem süßen Vanillearoma. Die Winterblüte hat ihren eigenen Charme. Sie ist filigran im Aufbau und hält kalten Temperaturen stand. Schon der Name weist auf die Blütezeit dieser aparten Schönheit hin. Chimonanthus setzt sich aus den griechischen Wörtern cheimon und anthos zusammen, die für Winter und Blüte stehen. Tatsächlich zeigen sich die glockigen Blüten dieser Pflanze von Dezember bis März. Die Winterblüte blüht bei mildem Wetter noch vor Weihnachten.
In Japan ist es Brauch, zur Neujahrsfeier im Januar Zweige der zarten Pflanze in eine Vase zu stellen. Dabei gilt die Winterblüte als Glücksbringer. Einer Legende nach, gewährte der noch schmucklose Strauch einem hungrigen Rotkehlchen Zuflucht. Für diese Geste des Mitgefühls erhielt die Winterblüte wunderschöne, glänzende Blütensterne, die vom Himmel herabsegelten.

Blatt

Die Winterblüte hat elliptische, eiförmig-lanzettliche Blätter mit langer Spitze. Diese sind hell- bis dunkelgrün glänzend. Ihre Länge beträgt 7 bis 20 Zentimeter. In der Breite erreicht das Blatt drei bis sieben Zentimeter. Die glattrandigen Blätter sind auf der Oberseite sowie am Blattrand mit rauen Borsten besetzt. An der kahlen Unterseite sind die Blattnerven zu erkennen. Die Winterblüte ist sommergrün. Im Herbst färben sich die gegenständig angeordneten Blätter grüngelb bis gelb und fallen vor der Blüte ab.

Blüte

Die Blütezeit der Winterblüte beginnt im Dezember und hält bis in den März an. Ihre becherförmigen, halboffenen Blüten sind einzeln, nah am Zweig angeordnet. Sie neigen sich wie Glöckchen nach unten und erreichen eine Größe von 2,5 Zentimetern.
Um den kurzen Blütenstiel herum wachsen bräunliche Schuppenblätter. Ein Blickfang sind die hellgelben, manchmal rosa-weißen Außenblüten. Sie sind kranzförmig angeordnet und haben eine wächserne Konsistenz, die sie vor Winternässe bewahrt. Der innere Blütenkranz ist kleiner, von braun-rötlicher Farbe, gestreift oder gefleckt. Im Blüteninnern befinden sich die Staubgefäße mit reichhaltigen Pollen. Dieses Nahrungsangebot lockt bestäubende Insekten wie Käfer, Hummeln und Bienen an.

Prägnant ist der starke Duft, der im Sonnenschein von den Blüten ausgeht. In der eisigen Jahreszeit umspielt die Pflanze eine Mischung aus Vanille-, Veilchen- und Honigaroma. Wie alle Winterblüher öffnet sie ihre Blüten schubweise bei jedem Temperaturanstieg. Dies schützt vor Frosteinbrüchen. Dieses Blütenschauspiel ereignet sich ab dem fünften bis achten Standjahr am zweijährigen Holz.

Frucht

Die Früchte der Winterblüte sind flaschen- oder kegelförmig und an einer Hälfte eingeschnürt. Sie reifen von Mai bis Juni, in Sommern, die ausreichende Wärme bieten. Ihre Länge beträgt rund sieben Zentimeter, die Farbe ist gelblich-braun oder rötlich. In den Früchten befinden sich drei bis sechs nicht essbare Kerne.

Wuchs

Die Winterblüte wächst als Strauch aufrecht und wird drei bis vier Meter hoch. Die Wuchsbreite beträgt einen bis drei Meter. Als junge Triebe haben die geschuppt-sparrigen, abgewinkelten Zweige eine graugrüne Farbe. Später sind sie braun.
Der Strauch wächst als Tiefwurzler. Die ganze Pflanze, Wurzeln, Zweige, Blüten und Blätter, duftet angenehm. Im Sommer und Herbst präsentiert sich die Winterblüte schlicht im Blätterkleid. Erst im Winter bilden sich an den kahlen Zweigen die bezaubernden Blüten aus.

Standort

Zur Winterblüte passt ein sonniger bis leicht absonniger, warmer und geschützter Standort. Der Boden ist am besten nährstoffreich, feucht, sandig-lehmig oder sandig-tonig und durchlässig. Der pH-Wert ist variabel. Jedoch verträgt der Strauch keine Staunässe und keine zu lange andauernden trockenen Phasen.
Die älteren Pflanzen sind winterhart, jüngere Pflanzen benötigen im Winter eine Abdeckung mit einem Schutzvlies. Temperaturen unter -10°C bekommen ihnen nicht.

Verbreitung

Beheimatet ist die Winterblüte in den Bergwäldern Ost-Chinas in einer Höhe von bis zu 300 Metern. Die Pflanze kam 1766 nach Europa. In Deutschland ist sie eine Rarität. Mitunter wächst sie in Botanischen Gärten, Innenhöfen, Naturgärten und Parkanlagen.

Nutzung

Die Winterblüte ist ein botanisches Glanzstück, da inmitten der kargen Winterszeit sonst wenig Farbenfrohes zu sehen ist. Mit dieser besonderen Gegensätzlichkeit bereichert sie jeden Garten als wohlriechender Zierstrauch. Die Pflanze gedeiht in Einzelstellung, im Kübel, in Steingärten oder in Wintergärten. Im Verband mit anderen Winterblühern entsteht ein einzigartiger Anblick. Neben dem Strauch sorgen Zwiebelblumen oder Stauden in der Sommerzeit für Abwechslung. In der Vase wirken die Zweige der Winterblüte dekorativ. Nach wenigen Tagen entwickeln sich Blüten aus den Knospen, die lange mit ihrer Schönheit erfreuen. In der traditionellen chinesischen Medizin finden die Blüten und Knospen mit ihren ätherischen Ölen Verwendung bei Husten, Kopfschmerz, Schwindel, Hitzewellen und Depressionen. Die Wurzeln wirken bei Asthma, Rheuma sowie Grippe. Zur Aufhellung der Stimmung trägt ebenso Tee aus den Blüten der Pflanze bei. Ähnlich wie Lavendel, ist die Winterblüte in einem Duftpotpourri bestens aufgehoben.

Pflege/Schnitt

Die Winterblüte ist pflegeleicht. Ist der Platz passend gewählt, gedeiht sie ohne Schwierigkeiten. Sie ist anspruchslos, was den Boden betrifft, solange dieser locker ist. Es genügt normaler, gehaltvoller Gartenboden. Gewöhnlich versorgt sich die Pflanze selbst mit Wasser. Nur in Trockenzeiten und bei Kübelpflanzen empfiehlt sich regelmäßiges Gießen. Um die Winterblüte vor Frost zu schützen, ist eine abgeschirmte Lage an einer Hauswand, Mauer oder Hecke ideal. Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Formgebende Schnitte lassen sich nach der Blüte durchführen.
Junge Pflanzen wachsen ganzjährig an. Besonders eignet sich eine Pflanzung im Frühjahr, da tiefe Wurzeln für den ersten Winter von Vorteil sind. Stecklinge aus den Samen gedeihen in einer warmen Umgebung.

Krankheiten/Schädlinge

Selten treten Krankheiten und Schädlinge an der Winterblüte auf. Dürre, vereinzelte Zweige an der Spitze finden Kraft durch einen Rückschnitt.

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