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  • Ordnung: Lorbeerartige
  • Familie: 2 Einträge
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Eigenschaften

  • holzige, immergrüne Bäume und Sträucher
  • ursprüngliche alte Pflanzenordnung
  • einfache, ledrige Blätter
  • zum Teil noch tracheenloses Holz
  • Pflanzenteile verströmen oftmals einen aromatischen Geruch

Lorbeerartige

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Die Pflanzenordnung der Lorbeerartigen (bot. Laurales) gehört zur Klasse der Bedecktsamer (Magnoliopsida) und gliedert sich in sieben Familien:

  • Atherospermataceae
  • Gewürzstrauchgewächse (Calycanthaceae)
  • Gomortegaceae
  • Hernandiaceae
  • Lorbeergewächse (Lauraceae)
  • Monimiengewächse (Monimiaceae)
  • Siparunaceae


Die Laurales gelten als alte und ursprüngliche Gruppe der Bedecktsamigen Pflanzen. Die ältesten fossilen Funde von Lorbeerartigen stammen aus der Kreidezeit. Molekularbiologische Untersuchungen legen nahe, dass die Pflanzenordnung der Laurales vor rund 130 Millionen Jahren entstand. Sie sind nahe mit der primitiven Ordnung der Magnolienartigen (Magnoliales) verwandt, die eine Schwesterngruppe darstellt. Viele Lorbeerartige haben aromatische Pflanzenteile.

Blatt

Die Blätter der Laurales sind einfach, ledrig und stehen überwiegend gegenständig. Vereinzelt sind sie wirtelig angeordnet, was bedeutet, dass zwei oder mehr Blätter an einem Knoten ansetzen. Wie die Nacktsamer, haben die Lorbeerartigen einen einspurigen Blattknoten, im Holz tritt nur eine Lücke für das Leitbündel des Blattes auf. Das ist ungewöhnlich und weist auf einen weit zurückliegenden Stammbaum hin. Bedecktsamer haben in der Regel drei Blattspurstränge.

Blüte

Die Blüten der Lorbeerartigen sind in den meisten Fällen klein. Eine Ausnahme bildet die Familie der Gewürzstrauchgewächse (Calycanthaceae), die vornehmlich größere Blüten haben. Darüber hinaus sind die Blüten der Laurales häufig eingeschlechtig, kronblattlos und in traubigen oder ährenförmigen Blütenständen angeordnet.
Der Blütenbecher ist deutlich ausgeprägt. Die Staubblätter besitzen ein basales Drüsenpaar, die Staubbeutel haben generell eine klappige Öffnungsweise. Die Fruchtblätter sind in die verdickte Blütenachse eingebettet und enthalten jeweils eine Samenanlage. Das den Pollen bildende Gewebe im Inneren des Pollensacks ist vielzellig. Bei Fruchtreife wird der fleischige Blütenboden holzig.

Frucht

Lorbeerartige Pflanzen bilden Kapselfrüchte, Steinfrüchte, Beeren oder Schließfrüchte, die einen einzigen Samen enthalten.

Wuchs

Im Großen und Ganzen handelt es sich bei den Laurales um holzige, immergrüne Pflanzen, die als Bäume oder Sträucher wachsen.
Typisch für die Lorbeerartigen, ist das zum Teil noch tracheenloses Holz. Üblicherweise besitzen Bedecktsamer Tracheen (Gefäße zur Wasserleitung). Die Tatsache, dass diese bei vielen Gewächsen aus der Ordnung der Laurales fehlen, ist ein weiterer Hinweis auf das hohe Alter dieser Gruppe.

Verbreitung

Die Lorbeerartigen sind vor allem in den Tropen und Subtropen verbreitet. In warmen und feuchten Gebieten gedeihen die meisten Arten dieser Ordnung am besten. Die Familie der Lorbeergewächse ist überdies im Mittelmeerraum anzutreffen.

Nutzung

Die bekanntesten Vertreter der Ordnung der Lorbeerartigen sind der Echte Lorbeer (Laurus nobilis), der Echte Zimtbaum (Cinnamomum verum), die Avocado (Persea americana), Rosenholz (Aniba rosaeodora) und der Kampferbaum (Cinnamomum camphora).

Die wichtigsten Nutzungsbereiche der Laurales im Überblick:

  • Gewürz: Der Gewürzlorbeer ist für seine aromatischen Blätter bekannt, die rund um die Welt Suppen, Eintöpfe, Fleisch- und Fischspeisen und eingelegte Gemüse verfeinern. Die Rinde des Echten Zimtbaumes ist eines der ältesten und beliebtesten Gewürze überhaupt. Viele Köche verwenden des Weiteren die Rinde und die jungen Früchte der Zimtkassie (Cinnamomum cassia) zum Aromatisieren von Speisen und Getränken. Andere Pflanzen aus der Ordnung der Laurales, deren Rinde als Gewürz dient, sind Cinnamomum loureiroi und Cinnamomum burmannii.
  • Obst: Die Popularität der Avocado ist in den letzten Jahre rasant gestiegen. Die meisten wärmeren Länder kultivieren sie heute und exportieren sie weltweit. Der in Chile und Peru beheimatete Boldo (Peumus boldus) trägt ebenfalls essbare Früchte, die hierzulande nicht bekannt sind.
  • Ätherische Öle: Viele Lorbeerartige Pflanzen verströmen einen angenehmen Duft. Manche dienen aus diesem Grund der Gewinnung ätherischer Öle: Die Früchten des Echten Lorbeers liefern Lorbeeröl. Zimtöl stammt aus der Rinde des Echten Zimtbaumes. Kampferöl ist ein Destillat aus dem Holz und den Blättern des Kampferbaumes. In der Parfümindustrie sind diese Öle als Duftkomponenten begehrt.
  • Pharmazie: Medizinpräparate, die Kampfer enthalten, lindern Muskelzerrungen und Erkältungen. In der Zahnmedizin dient Kampferöl der Desinfektion von infizierten Wurzelkanälen. Lorbeerextrakte eignen sich zum Einreiben bei Prellungen, Verstauchungen, Hämatomen und Rheuma.
  • Kosmetikindustrie: Zimtöl ist ein Zusatzstoff für Zahnpasten und Mundpflegeprodukte. Aus dem fetten Öl der Beeren des Echten Lorbeers und aus Olivenöl entsteht die bekannte Aleppo-Seife, eine aromatisch-würzige milde Kernseife.
  • Insektizid: Zimtöl und Kampfer sind wirksame Insektizide, die Mückenlarven vernichten und Motten vertreiben.
  • Holz: Viele Laurales-Arten liefern Holz, das die Menschen vor allem lokal nutzen. Das Holz der Avocado eignet sich für den Haus- und Möbelbau.
  • Zierpflanzen: Verschiedene Lorbeergewächse und Gewürzstrauchgewächse zieren Gärten und Parkanlagen. In unseren Breiten sind nicht alle Arten winterhart.

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Gewürzstrauchgewächse (Calycanthaceae)
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Lorbeergewächse (Lauraceae)
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