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Eigenschaften

  • schlingende Kletterpflanzen
  • lieben sonnige Standorte
  • nektarreiche Bienenweiden
  • meist wohlschmeckende Beerenfrüchte
  • ursprüngliche Heimat ist Ostasien

Strahlengriffel

Gattung Actinidia ab €18.90 kaufen
     
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Zur Gattung der Strahlengriffel (bot.Actinidia) gehören, je nach Interpretation der Verwandtschaftsverhältnisse, 40 bis 60 Arten. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Strahlengriffel ist im asiatischen Raum zu finden. Dennoch erhielten sie ihren heute populären Trivialnamen nicht in Asien, sondern in Neuseeland. Die Frucht der Chinesischen Stachelbeere (Actinidia deliciosa) erinnerte die Bewohner Neuseelands in ihrem Aussehen stark an den heimischen Wappenvogel. Aus diesem Grund ist die ökonomisch bedeutsame Frucht heute weltweit als Kiwi bekannt. Andere Arten der Strahlengriffel tragen den Namen Kiwibeeren oder Mini-Kiwi.

Die Früchte dieser Arten sind deutlich kleiner als die im Supermarkt erhältliche Kiwifrucht. Dabei sind sie nicht weniger schmackhaft. Im Garten nehmen Strahlengriffel neben dem Zieraspekt eine bedeutsame ökologische Stellung ein, da Bienen die nektarreichen Blüten gerne als Nahrungsquelle nutzen. Mit dem Bunten Strahlengriffel (Actinidia kolomikta) und dem Scharfzähnigen Strahlengriffel (Actinidia arguta) gibt es zwei frostharte Arten. Diese wachsen und gedeihen in den Gärten unserer Breiten das ganze Jahr über.

Blatt

Die meist lang gestielten Blätter, die die Pflanzen von März bis September tragen, sind oval bis herzförmig. Sie stehen wechselständig am Stamm. Der Blattrand ist ganzrandig, gekerbt oder gezähnt. Nebenblätter fehlen oder sind unscheinbar ausgebildet. Eine Besonderheit ist, dass bei einigen Arten männliche Pflanzen an einer Verfärbung der Blattspitzen zu erkennen sind. Bei dem Bunten Strahlengriffel sind die Blätter im Frühjahr in Teilen weiß und wechseln ihre Farbe ins Rote.

Blüte

Von Mai bis Juni sind die kleinen bis mittelgroßen Blüten zu bewundern. Sie sind weiß oder gelb, radiärsymmetrisch und haben in der Regel fünf Kronenblätter. Die Blüten stehen in einer Trugdolde zusammen in den Blattachseln. Sie sind eingeschlechtlich oder in seltenen Fällen zwittrig. Sie locken Insekten wie Hummeln und Bienen an. Bei ihrer Nahrungsbeschaffung übernehmen sie die Bestäubung der Blüten.

Frucht

Die fleischigen Beeren beinhalten zahlreichen Samen und sind im September oder Oktober reif. Sie sind rund, oval oder länglich und manchmal stark behaart. Je mehr Sonne die Frucht während des Reifeprozesses ausgesetzt ist, umso süßer ist ihr Geschmack. Mit einem hohen Gehalt an Vitamin C und E sind sie wahre Vitaminbomben. Die ersten Erträge sind ab dem dritten Jahr nach dem Einpflanzen zu erwarten.

Wuchs

Die Strahlengriffel zeigen einen lianenartigen Wuchs. Sie sind Kletterpflanzen, deren lange, dünne Triebe schlingend emporwachsen. Auf diese Weise beträgt die Wuchshöhe der unterschiedlichen Arten zwischen drei und sechs Metern. Oberirdisch sind viele Strahlengriffel fein behaart. Zudem bilden sich bei einigen Arten Lentizellen an den verholzten Pflanzenteilen aus. Dies sind aufplatzende Bereiche der Rinde, die den Gasaustausch mit der Umgebung erleichtern. Die Wurzeln dringen nicht tief in den Boden ein, sondern verlaufen flach.

Standort

Strahlengriffel benötigen einen lockeren, nicht zu kalkhaltigen Boden mit hohem Humusanteil. Während die Triebspitzen nach Sonne hungern, bevorzugen die bodennahen Bereiche der Pflanze halbschattige Bedingungen. Eine bodendeckende Bepflanzung eignet sich, um die Sonne effektiv vom Boden abzuschirmen. So bleibt der Wurzelbereich vor der Austrocknung geschützt.

Verbreitung

Die Strahlengriffel stammen ursprünglich aus dem ostasiatischen Raum. Hier sind sie in China, Japan, Korea bis nach Ostsibirien und hinauf in den Himalaja zu finden. Im südlichen Europa findet der Anbau ausgewählter Arten für kommerzielle Zwecke seit Mitte des 19. Jahrhunderts statt. Auch in den USA, Neuseeland, Israel und Chile finden sich heute kommerzielle Kulturen von Strahlengriffeln.

Nutzung

Die schmackhafte Frucht einiger Strahlengriffelarten ist heute über ihre Heimatregionen hinaus weltweit bekannt. In ihren Ursprungsländern findet ein kultivierter Anbau der Strahlengriffel bereits seit 600 vor Christus statt. Neben der bekannten Kiwi (Actinidia deliciosa), gibt es verschiedene Arten mit kleineren Fruchtvarianten, die sogenannten Mini-Kiwis oder Kiwibeeren. Auch diese eignen sich hervorragend als essbares Obst. Strahlengriffel sind als Ziergewächse in Gärten beliebt. Die dekorativen Fruchtstände und der schlingende Wuchs, mit dem sich auch senkrechte Flächen begrünen lassen, sind zwei gute Gründe dafür.

Pflege/Schnitt

Das Frühjahr ist die beste Zeit, um Strahlengriffel zu pflanzen. Es ist vorteilhaft, viel Humus wie Kompost in den Boden einzuarbeiten und diese organische Düngung in jedem Frühjahr zu wiederholen. Eine Düngung nach Juli ist nicht empfehlenswert. Die flach wachsenden Wurzeln sind anfällig gegen Austrocknen. Ist keine Bodenbepflanzung vorhanden, ist es ratsam, den Fuß der Pflanze mit Rindenmulch zu bedecken und vor der direkten Sonneinstrahlung zu schützen.

In der trockenen Jahreszeit ist es wichtig, die Pflanze rechtzeitig zu wässern, um Dürreschäden zu vermeiden. Als Kletterpflanzen benötigen Strahlengriffel außerdem eine Kletterhilfe, beispielsweise in Form einer Pergola oder eines Spaliers. Stärkere Beschnittmaßnahmen erfolgen am besten im Spätsommer oder Herbst. Da die Strahlengriffel insbesondere in den ersten Jahren frostempfindlich sind, empfiehlt es sich, den Wurzelbereich im Winter mit Mulch oder Holzspänen zu schützen.

Krankheiten/Schädlinge

Die Strahlengriffel zeigen sich im Garten als äußerst robuste Pflanzen. Krankheiten oder Schädlinge sind ihnen ziemlich unbekannt. Gelegentlich kommt es zu einem Befall mit der Kirschessigfliege. Diese entwickeln sich in den reifen Früchten. Die Verticillium-Welke tritt selten auf. Um dieser vorzubeugen, ist es ratsam, Strahlengriffel nicht nach Nachtschattengewächsen, wie Erdbeeren oder Kartoffeln, anzubauen.

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