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Eigenschaften

  • Kräuter, seltener Halbsträucher
  • pflegeleicht, trockenheitstolerant
  • traubige Blütenstände
  • blühfreudig
  • traditionelle Steingartenstauden

Steinkräuter

Gattung Alyssum ab €2.70 kaufen
     
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Die Gattung der Steinkräuter (bot. Alyssum) zählt zur Tribus Alysseae in der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Rund 110 Arten fasst die Gattung. Ihren deutschen Namen verdankt sie der Vorliebe vieler ihrer Vertreter für steinige Standorte. Die üppig und ausdauernd blühenden Pflanzen sind teils einjährig, teils zwei- oder mehrjährig. Sie wachsen krautig, seltener als kleine Sträucher.

Als ausgesprochen blühfreudige und anspruchslose Gewächse, eroberten die Steinkräuter die Herzen vieler Gartenbesitzer. Die hübschen Sonnenanbeter schmücken sich gerne mit gelben Blüten, seltener sind sie in anderen Blühfarben wie Weiß und Rosa anzutreffen. Sie gelten als traditionelle Steingartenstauden.
Viele Arten bilden attraktive Polster, die den Garten in Farbe tauchen und vom Frühling bis in den Herbst scharenweise Bienen und Schmetterlinge anlocken. Die überschäumende Blütenpracht scheint sich über die Beete zu ergießen und verströmt bei vielen Sorten einen angenehmen Duft. Eine gute Figur machen Steinkräuter mit ihrem dichten Wuchs in Kübeln oder Balkonkästen. Hier kommt Alyssum zugute, dass es zum reichlichen Blühen und gesunden Gedeihen nicht viel Wasser braucht. Als fröhliche Farbtupfer am Balkongeländer, am Fensterbrett oder in Hängeampeln eignen sich vor allem Arten, die niedriger und liegend wachsen. Sie wirken, wie über dem Pflanzgefäß ausgegossen, was ihnen natürlichen Charme und Anmut verleiht.
Die enorme Leuchtkraft ihrer Blüten zieht alle Blicke auf sich und lädt Falter und andere nektarsammelnde Insekten ein, sich ein Weilchen auf ihnen niederzulassen. Manche Steinkräuter besitzen ausgesprochen dekorative Blätter, die sie in und nach der Blütezeit zu einem schönen Anblick machen. Nicht alle Arten sind in unseren Breiten ausreichend winterhart. Durch Selbstaussaat sind sie im nächsten Jahr erneut im Garten zu bewundern.

Einige unter der Bezeichnung Alyssum bekannte Arten sind seit 2015 aus der Gattung gestrichen und der Gattung Odontarrhena zugeordnet. Das beliebte Duftsteinkraut (Lobularia maritima), früher Alyssum maritimum, steht mittlerweile in der Gattung der Silberkräuter (Lobularia). Das ehemals als Alyssum saxatile bezeichnete Felsen-Steinkraut heißt heute Aurinia saxatilis und gilt als Vertreter der Gattung Aurinia. Diese Änderungen verwirren manche Hobbygärtner, vor allem weil die Pflanzen noch unter ihren alten Namen auf dem Markt sind. Kein Grund zur Sorge: Als Vertreter der Kreuzblütengewächse sind alle Arten miteinander verwandt, ähneln einander äußerlich und haben nahezu identische Bedürfnisse und Ansprüche.

Blatt

Alyssum-Arten besitzen gestielte oder sitzende einfache Blätter, die häufig behaart sind. Sie stehen in grundständigen Rosetten oder sind wechselständig an den Stängeln angeordnet.

Blüte

Bei den Blütenständen handelt es sich typischerweise um dichte, einfache oder verzweigte Trauben. Die Blüten sind zwittrig und von radiärsymmetrischem Aufbau (mit strahlenförmig durch die Längsachse verlaufenden Symmetrieebenen). Sie sind vierzählig und verfügen über eine doppelte Blütenhülle. Steinkräuter haben vier leicht längliche Kelchblätter, vier Kronblätter und sechs Staubblätter. Pro Fruchtknoten gibt es ein bis maximal acht Samenanlagen. Die Blüten sind oft leuchtend gelb, seltener kommen weiß, rosa oder lila blühende Arten vor.

Frucht

Als Früchte bilden Steinkräuter Schötchen, die gestielt und flach sind. Bei den unterschiedlichen Arten variiert die Form der Schötchen. Die Samen liegen in bis zu zwei Reihen und sind rund bis eiförmig. In manchen Fällen sind die Samen geflügelt.

Wuchs

Bei den Vertretern der Gattung Alyssum handelt es sich um Kräuter, seltener um Halbsträucher. Sie werden zwischen acht Zentimeter und einem Meter hoch und haben eine spindelförmige, dünne Wurzel. Die Pflanzen sind behaart und besitzen aufrechte oder liegende Stängel. Sie wachsen niederliegend bis buschig aufrecht und bilden kissenförmige Polster.

Standort

Steinkräuter mögen es warm und sonnig. Der Boden darf gerne trocken sein und sollte einen pH-Wert zwischen 6,5 und 8,0 haben. Die Pflanzen legen auf gute Durchlässigkeit des Substrats Wert und vertragen keine Staunässe. In heißen und trockenen Bereichen des Gartens, an sonnenbeschienenen Hängen und Böschungen und auf südseitigen Terrassen fühlen sie sich am wohlsten. Sie eignen sich für Dachgärten, zur Bepflanzung von Mauerkronen, für Pflanzkübel und Balkonkästen.

Schöne Begleitgewächse für Alyssum sind Lobularia maritima, Blaukissen, Astern, Sonnenröschen, Schleifenblumen, Teppich-Phlox und Wildtulpen. Sie stellen ähnliche Ansprüche an den Boden und ergänzen die Steinkräuter optisch perfekt.

Verbreitung

Die natürlichen Verbreitungsgebiete der Gattung Alyssum liegen im Südosten Europas, in Nordafrika und im südwestlichen Teil Asiens. Vor allem im Mittelmeerraum sind die Steinkräuter durch zahlreiche Arten vertreten.

Nutzung

Ihre hell leuchtenden Blüten machen Steinkräuter zu beliebten Zierpflanzen. Sie bieten sich zum Beleben von sonnigen, trockene Stellen an. Hobbygärtner pflanzen sie gerne in Tuffs und vergesellschaften sie mit anderen Trockenstauden. Wer keinen Garten besitzt, bringt seinen Balkon oder sein Fensterbrett mit den hübschen Kleinstauden zum Blühen. Alyssum-Arten sind im Frühjahr wichtige Nährpflanzen für Bienen und Hummeln.

Pflege/Schnitt

Steinkräuter ersparen dem Gärtner viel Arbeit. Nur in extrem trockenen Sommern benötigen sie Bewässerung. Selbst Leitungswasser ist diesen Pflanzen angenehm. Der leicht erhöhte Kalkgehalt lässt sich mit dem Wasser aus der Leitung gut decken. Übermäßiges Gießen mögen die Pflanzen nicht. Düngemittel sind sparsam einzusetzen, sie können die Blütenbildung hemmen. Wer sein Steinkraut zum wiederholten und üppigen Blühen animiert, schneidet das Gewächs nach der ersten Blüte um die Hälfte zurück. Nach dem Rückschnitt verträgt das Kraut eine kleine Düngergabe in Form von Hornspänen oder Kompost.

In Pflanzgefäßen haben Steinkräuter einen höheren Pflegebedarf. Hier ist regelmäßiges Gießen wichtig, um das Substrat nicht austrocknen zu lassen. Auf kleinem Raum sind die Nährstoffe schneller verbraucht. Im Kübel wachsende Pflanzen wissen alle zwei Monate kleine Portionen Flüssigdünger zu schätzen. In einem Trog mit anderen Gewächsen, vertragen sie sich am besten mit denen, die gleiche Ansprüche haben.

Hat sich Alyssum im Garten etabliert, ist es standorttreu. Das Ausgegraben oder Teilen ist zu vermeiden. Die Pflanzen säen sich selbständig aus. Jungen Pflänzchen schadet ein Standortwechsel nicht. Der Gärtner gräbt sie mit Fingerspitzengefühl aus und setzt sie in einiger Entfernung zur Mutterpflanze erneut ein.

Krankheiten/Schädlinge

Steinkräuter sind robust, gesund und unempfindlich gegenüber Pflanzenkrankheiten. Bei großer Hitze und langanhaltender Trockenheit kommt es bei einigen Arten zu Mehltaubefall. Staunässe tut den Pflanzen nicht gut. Stehendes Wasser führt zu faulenden Wurzeln. Als tierische Schädlinge sind Schnecken beim Alyssum unliebsame Besucher. Vor allem zarte Jungpflanzen schmecken den Kriechtieren köstlich. Schneckenzäune helfen, die ungebetenen Gäste fernzuhalten.

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