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Eigenschaften

  • wunderschöne Schwimmpflanzen
  • herzförmige Blätter, glänzen dunkelgrün
  • viele winterharte Arten
  • am richtigen Standort kaum Pflege notwendig
  • wachsen in stehenden oder langsam fließenden Gewässern

Seerosen

Gattung Nymphaea ab €14.90 kaufen
     
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Die Seerosen (bot. Nymphaea) stellen eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Seerosengewächse (Nymphaeaceae) dar. Etwa 50 Arten zählen zu dieser Gattung der Schwimmpflanzen. Die Weiße Seerose (Nymphaea alba) ist eine beliebte Pflanze für die Verschönerung von Gartenteichen und Gewässern.

Sie gelten als die Königinnen unter den Wasserpflanzen. Kaum eine andere Art überragt die Schönheit und Eleganz der Seerosen. Wenn sie am Vormittag im Sommer ihre großen Blüten öffnen, kommt jeder Teichbesitzer ins Schwärmen. Sie erstrahlen in den unterschiedlichsten Farben und setzen blaue, weiße, gelbe, rosafarbene oder rote Akzente. Mit ihren großen Schwimmblättern bedecken sie die Wasseroberfläche und machen die Unterwasserwelt zu einem verhüllten Geheimnis. Sie versprühen eine mystische und märchenhafte Atmosphäre. Die Arten sind in jeder Hinsicht beeindruckend. Die tag- und nachtblühenden Arten locken zahlreiche Insekten an, die einige Arten für die Bestäubung in ihrer Blüte einhüllen.

Blatt

Die Mehrzahl der Seerosen-Arten bildet zwei Typen von Blättern aus. In der Botanik heißt dieses Verhalten Heterophyllie. Beide Blattformen sich wechselständig oder spiralig angeordnet. Die Pflanzen entwickeln Schwimmblätter und Unterwasserblätter. Die Schwimmblätter liegen mit ihrer Blattspreite auf der Wasseroberfläche, während die Unterwasserblätter vollständig untertauchen.

Um die Blätter schwimmfähig zu machen, entwickelten die Seerosen einige Anpassungen. Ihre Schwimmblätter sind im Inneren mit Luft gefüllt. Die Blätter sind extrem groß, damit sie eine große Auflagefläche besitzen. Beide Blattarten haben einen langen Stiel und eine einfache Blattspreite. Sie ist verschiedengestaltig ausgebildet. Einige Arten tragen schildförmige Blätter. Andere Arten entwickeln herz- oder pfeilförmige Blattspreiten. Ihr Blattrand ist ganzrandig oder gezähnt. Nebenblätter sind ausgebildet oder nicht vorhanden. Die ledrig derben Blätter strahlen dunkelgrün und sind glänzend.

Blüte

Seerosen entwickeln einzeln stehende Blüten. Sie sind zwittrig aufgebaut und bezaubern in Blau, Rot, Gelb oder Weiß. Es gibt Zuchtformen, bei denen das Farbspektrum von lila über violett bis hin zu grün und orange reicht. Die Mehrzahl der Arten besitzt vier grün gefärbte Kelchblätter. Einige Arten tragen drei oder fünf Kelchblätter. Die Anzahl der Kronblätter variiert zwischen 6 und 50. Eine Vielzahl von Staubblättern dient nicht alleine der Fortpflanzung, sondern dem Anlocken von Bestäubern. Um diese Funktion zu erfüllen, sind einige Staubblätter zu kronblattähnlichen Formen umgewandelt. Seerosen sind insektenbestäubt. Einige Arten öffnen ihre Blüten am Vormittag und schließen sie im Laufe des Tages. Andere Arten zeigen ihre Blütenpracht den ganzen Tag über. Es gibt Vertreter innerhalb der Gattung, die ihre Blüten in der Abenddämmerung öffnen. Sie haben sich auf abend- und nachtaktive Insekten spezialisiert. Die Blüten verströmen einen aromatischen Duft. Ihre Blütezeit erstreckt sich von Mai bis September.

Frucht

Nachdem die Befruchtung abgeschlossen ist, zieht die Pflanze ihre Blüten unter die Wasseroberfläche. Hier entwickelt sich die beerenartige Kapselfrucht mit einer fleischigen und schwammigen Hülle. Die Narben bleiben an den Früchten erhalten. Jede Frucht trägt einen rund fünf Millimeter großen Samen. Zur Fruchtreife platzt die Fruchthülle auf und entlässt die Samen. Die Pflanzen lagern ihre Samen in Schwimmsäcken, sodass sie nach der Freigabe an die Wasseroberfläche treiben. Hier sorgen Wind und Wasserströmung dafür, dass sich die Früchte weit verbreiten. Nach zwei bis drei Tagen löst sich der Schwimmsack auf. Die Samen sinken an den Grund des Gewässers und beginnen zu keimen.

Wuchs

Die Mehrzahl der Seerosen-Arten ist ausdauernd. Einige Arten wachsen als einjährige Pflanzen. Die krautigen Wasserpflanzen entwickeln ein rhizomähnliches und fleischliches Wurzelgeflecht, mit dem sie sich im Boden verankern. Die Wurzeln kriechen im Substrat und neigen zum Wuchern.

Standort

Seerosen-Arten lieben einen warmen und hellen Standort. Sie zeigen ihre volle Blütenpracht, wenn sie pro Tag mindestens sechs Stunden Sonne bekommen. Nur wenige Sorten zeigen ihre Blühfreude im lichten Halbschatten. Sie benötigen eine ruhige Wasseroberfläche. Springbrunnen und Fontänen wirken wachstumshemmend.
Die Wassertiefe spielt eine entscheidende Rolle. Ist das Wasser zu tief, kümmern die Seerosen vor sich hin. In zu flachen Gewässern wuchern die Blätter über die Wasseroberfläche hinaus. Eine gleichmäßige Sauerstoffversorgung im Teich kommt den Seerosen zugute. Das Substrat ist idealerweise nährstoffreich, kalkarm und humos.

Verbreitung

Seerosen wachsen auf allen Kontinenten in stillstehenden oder langsam fließenden Gewässern. Sie kommen in den tropischen bis subtropischen Regionen vor und sind in der gemäßigten Zone heimisch. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in Süßgewässern.

Nutzung

Seerosen eignen sich zur Verschönerung von allen Grünanlagen mit einem geeigneten Gewässer. Sie harmonieren perfekt mit anderen Wasserpflanzen wie Seekannen, Wasserlinsen oder Krebsscheren. Um den ganzen Sommer über ein prachtvolles Blütenmeer auf dem Gewässer zu erzeugen, eignet sich eine Mischung aus heimischen und tropischen Seerosen-Arten. Die heimischen Vertreter blühen im Frühsommer. Wenn ihre Blütenpracht langsam nachlässt, laufen die tropischen Arten zu Höchstformen auf. Die nicht winterharten Vertreter erfreuen mit blauen und roten Blüten.

Pflege/Schnitt

Eine wichtige Pflegemaßnahme ist das Entfernen von vergilbten Blättern und Pflanzenteilen mit Fraßspuren oder Krankheiten. Das Auslichten von zu dicht gewachsenen Beständen erfolgt im Frühjahr. In einem dichten Bestand überlagern sich die Blätter. Einige Blätter ragen steil aus dem Wasser heraus. Sie sind nicht gleichmäßig über der Wasseroberfläche verteilt. Solche starken Wucherungen haben zur Folge, dass die Pflanzen keine Blüten entwickeln.

Wenn der Wasserstand des Teichs stark absinkt, besteht die Gefahr des Vertrocknens. Die Rhizome und Wurzelballen vertragen es nicht, trocken zu liegen. In lang anhaltenden Trockenperioden empfiehlt sich eine Wasserzufuhr. Seerosen gehören zu den stark zehrenden Pflanzen und benötigen einmal jährlich im Frühjahr eine Düngung. Hierfür eignet sich ein fester Langzeitdünger oder ein Düngekegel. Das Düngen erfolgt tief im Substrat, damit die Nährstoffe nicht in das Gewässer gelangen. Die Knollen von nicht winterharten Vertretern benötigen im Winter einen geschützten Ort im Raum.

Krankheiten/Schädlinge

Die Blätter der Seerosen sind ein beliebtes Ziel für verschiedene Schädlinge. Raupen des Seerosenzünslers, Blattläuse und Seerosenblattkäfer hinterlassen Fraßschäden. Ein Abstreifen oder Ablesen der Schädlinge sorgt für Abhilfe. Das Abspülen mit einem harten Wasserstrahl ist eine weitere Maßnahme. Das feuchte Milieu begünstigt Pilzkrankheiten. Sobald sich gelbe Flecken auf den Blättern zeigen, empfiehlt sich das Entfernen der befallenen Blätter. Das verhindert ein weiteres Ausbreiten des Erregers.

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