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  • Ordnung: Seerosenartige
  • Familie: Seerosengewächse
  • Gattung: 2 Einträge
  • Art: 4 Einträge
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Eigenschaften

  • eindrucksvolle Blüten
  • auffällige Blätter auf dem Wasserspiegel
  • Süßwasserpflanzen
  • weltweit verbreitet
  • beliebte Zierpflanzen für Teiche

Seerosengewächse

Familie Nymphaeaceae ab €14.90 kaufen
     
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Die Pflanzenfamilie der Seerosengewächse (bot. Nymphaeaceae) umfasst Wasserpflanzen mit auffallend schönen Blüten. Alle Pflanzen dieser Familie sind ausschließlich im Süßwasser anzutreffen. Hierin kommen sie weltweit außerhalb arktischer Regionen sowohl in tropischen wie gemäßigten Zonen vor.

Sie sind in sechs Gattungen mit bis zu circa 75 Arten gegliedert. Die Nymphaeaceae vereinen in zwei Unterfamilien Teich- und Seerosen. Die Familie steht innerhalb der Ordnung der Nymphaeales. Dieser botanische Name leitet sich aus der griechischen Mythologie ab. Der Legende nach, verwandelte sich eine Nymphe in eine Seerose, nachdem sie an unerwiderter Liebe zu Herakles zerbrach. Lieblich sehen die Gewächse dieser Pflanzenfamilie mit ihren atemberaubenden Blüten tatsächlich aus. Aufgrund ihrer atemberaubenden Blütenform sind manche Arten schnell mit denen der Lotosblumen zu verwechseln, doch sind sie nicht verwandt.

Blatt

Ein Charakteristikum der Seerosengewächse sind die teilweise eindrucksvollen Schwimmblätter oberhalb der Wasseroberfläche. Auch kommen bei einigen Gattungsarten im Wasser Blätter vor.
Immer stehen sie wechselständig an langen Stielen und sind spiralig angeordnet. Die Form der Blätter reicht von schild- über herzförmig bis rund. Oft sind sie netznervig und wirken ledrig. Ihr Blattrand ist mit Stacheln bewehrt oder glatt.
Die Schwimmblätter der Nymphaeaceae weisen Öffnungen auf, über die sich die Pflanzen mit Sauerstoff versorgen. Viele Seerosengewächse wehren das Eindringen von Wasser in diese Luftöffnungen durch einen wachsähnlichen Überzug ab.

Blüte

Die Blüten der Nymphaeaceae wirken auf der Wasseroberfläche auffällig und heben sich mit ihren Farben in weiß, gelb oder rosa, seltener in Purpur- oder Blautönen von den grünen Blättern ab. In seltenen Fällen erscheinen die Blüten im Wasser. Immer ragen sie an langen Stielen empor und stehen einzeln.

Spektakulär sind die Formen, in denen sich die Blüten der Seerosengewächse zeigen. Sie sind symmetrisch, ringförmig und schraubig angeordnet und kleiden sich zunächst in Hüllblätter. Hiernach stehen die Kelchblättern, von denen bis zu 50 vorkommen. Im Inneren gesellen sich zwischen fünf und 50 Kronblätter hinzu. Die Farben der Blüten variieren innerhalb der Pflanzenfamilie und reichen von strahlendem Weiß über Gelb und Rosatönen bis hin zu Blau und Purpur. Häufig duften sie intensiv und ziehen ihre Bestäuber an. Bei vielen Arten schließen sich die Blüten über Nacht und bei Regen.
Die Blüten sind zweigeschlechtig aufgebaut und verfügen über bis zu 80 Staubblätter sowie bis zu 35 Fruchtblätter. Auf diesen befinden sich die Samenanlagen, deren Bestäuber Insekten sind.

Frucht

Die Früchte der Seerosengewächse sind fleischig und erinnern an Beeren. Oft sind sie als Balgfrüchte ausgebildet. In den Früchten befinden sich die Samen der Nymphaeaceae. Sie sind durch Lufteinschlüsse im Samenmantel schwimmfähig und verbreiten sich auf diese Weise.

Wuchs

Die Blüten der Seerosengewächse erscheinen in den meisten Fällen oberhalb der Wasseroberfläche. Ihre Schwimmblätter wirken teils imposant, wenn sie sich auf dem Wasserspiegel ausbreiten.
Die Nymphaeaceae umfasst ausdauernde und einjährige Arten. Sie wachsen krautig und verholzen nicht. Sie wurzeln am Grund von Gewässern und bilden Rhizome aus, die bei den Arten unterschiedlich ausgeprägt sind. Aus dem Wurzelbereich wachsen lange Blüten- und Blattstiele an die Oberfläche empor. Sie sind mit Leitbündeln ausgestattet, mit denen sich die gesamte Pflanze bis in die Wurzeln mit Sauerstoff versorgt.

Standort

Seerosengewächse wachsen an verschiedenen tiefen Standorten in Seen, Teichen und Tümpeln. Stets handelt es sich um stehende oder sehr langsam fließende Gewässer, wie stehende Nebenarme von Flüssen. Die Wurzeln der meisten Arten benötigen ein Substrat, in dem sie sich verankern.

Verbreitung

Die Nymphaeaceae ist mit ihren Gattungen auf der gesamten Welt verbreitet. Sie kommen in der nördlichen Hemisphäre vor und sind in subtropischen bis tropischen Regionen verbreitet. Sie sind in Asien von warm-feuchten Gebieten bis ins Kaschmir verbreitet. Auch in Südamerika finden sich Nymphaeaceae. Auch ist hier ist das einzige Verbreitungsgebiet der Riesenseerosen.

Nutzung

Neben ihrem Einsatz als Zierpflanze in heimischen Gartenteichen und Seen in Parkanlagen haben die Nymphaeaceae viele weitere Nutzen. Verschiedene Arten der Seerosengewächse, vornehmlich der Gattungen Nuphar und Nymphaea, dienen in einigen Regionen der Erde als Nahrung. Dabei kommen nahezu alle Pflanzenteile zum Einsatz. Die Blätter und Blüten sind wie Gemüse roh oder gekocht essbar. Aus den Blüten lassen sich seltener Extrakte für Getränke gewinnen. Samen dienen teilweise als Ersatz für Kaffeebohnen und finden sich geröstet oder zu Mehl verarbeitet. Teilweise gelten die Seerosengewächse als Heilpflanzen.

Pflege/Schnitt

Die eindrucksvollen tropischen Seerosen sind bei Besitzern von Gartenteichen beliebt. Allerdings vertragen sie kaum kalte Temperaturen und ihre Knollen überwintern idealerweise frostfrei, am besten in feuchtem Sand gelagert.
Die Seerosengewächse sind leicht zu vermehren. Ohnehin ist ein Teilen ihrer Rhizome alle drei Jahre dem Wachstum dienlich. Die abgetrennten Pflanzenteile eignen sich zum Aussetzen an neuen Standorten. Weiterhin empfiehlt es sich, alle abgestorbenen Blätter regelmäßig zu entfernen. Dies dient dem Erhalt der Wasserqualität.

Krankheiten/Schädlinge

Die Seerosengewächse weisen ab und an einen Befall von Blattläusen und anderen Schädlingen auf. In der Regel richten sie keinen großen Schaden an, da Wasserlebewesen sie fressen.

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Teichrosen (Nuphar)
Teichrosen

Nuphar

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Seerosen (Nymphaea)
Seerosen

Nymphaea

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