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Eigenschaften

  • Gattung mit 500 Arten
  • zählen zu den ältesten Getreidepflanzen
  • anspruchslos, schneller Wuchs
  • Risenblüten
  • Hirsekörner für Speisen und Viehfutter

Rispenhirsen

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Die Rispenhirsen (bot. Panicum) gehören zur Gattung der Süßgräser (Poaceae). Unter der Rispenhirse sind rund 500 verschiedene Arten zusammengefasst. Davon sind vier in Europa heimisch. Als Rispenhirse bezeichnete Pflanzen sind vorwiegend in tropischen und subtropischen Gebieten angepflanzt.

Es handelt sich um eine der ältesten Getreidepflanzen, die die Menschheit noch heute anbaut. Die Rispenhirsen eignen sich hervorragend zum Anbau in trockenen, warmen Gebieten und sind heutzutage überwiegend in Asien und Afrika zu finden. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Rispenhirsen in Deutschland als Kulturpflanzen vertreten. Allerdings gaben sie ihren Status als Grundnahrungsmittel zugunsten von Mais, Kartoffeln und Weizen auf.

Blatt

Rispenhirsepflanzen bilden Seitenblätter aus, die denen von Maispflanzen ähneln. Blattscheiden umgeben den Halm zur Hälfte. Sie sind offen und mit unterschiedlich langen und rauen Haaren besetzt. Die Blätter tragen ein sehr schmales und zerfasertes Blatthäutchen. Die dunkelgrünen Blätter sind linien-lanzettförmig und längszugespitzt. Sie hängen unterschiedlich stark herab. Die unteren Blätter sind einen bis vier Zentimeter lang und fünf bis zehn Millimeter breit. Die oberen Blätter erreichen eine Länge zwischen 18 und 65 Zentimeter und eine Breite zwischen 15 und 40 Millimeter.

Blüte

Die Rispenhirsen besitzen Rispen. Diese sind je nach Art zwischen zehn und 40 Zentimeter lang. Die Rispe hat eine gerippte Rispenachse mit zehn bis 40 Rispenästen. Die Rispenachse ist entweder gebogen oder sie steht aufrecht. Hinsichtlich der Dichte, sind die Rispen verschieden ausgeprägt. Äste, die im unteren Teil der Rispe wachsen verzweigen stärker als die oberen. Auch bei deren Ausrichtung gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder zeigen sie alle in eine Richtung oder sie stehen alle in verschiedene Richtungen. Die Blütenrispen der Rispenhirse erblühen zwischen Juli und August. Je nach Varietät sind sie kompakt oder locker.

Die Pflanze trägt weiße Blüten, die in Rispen angeordnet sind. Die Ähren der Rispenhirse sind rund fünf Millimeter lang und außen an den Ästen verteilt. Die Ährchen haben eine länglich-eiförmige, eiförmige oder nach oben hin zugespitzte runde Form. Sie sind langstielig und haben jeweils zwei übereinander angeordnete Blüten. Das Befruchten der Blüten geschieht an der oberhalb liegenden, da die untere meist unvollständig ausgebildet ist. Die Blüten sind zwittrig und jeweils von einer Vor- und einer Deckspelze umhüllt. Diese haben eine hellgrüne Farbe und umschließen den Hirsenkern. Innerhalb der Blüte sind drei Staubbeutel enthalten.

Frucht

Die Fruchtknoten haben zwei langgestreckte, gefederte Narben in Purpurrot. Bei den Samen der Rispenhirsen handelt es sich um eine Spelzfrucht. Werden die Spelzen reif, sind sie glatt, hart, glänzend, verkieselt und spröde. Sie umschließen das Hirsekorn, das frei in den Spelzen liegt. Deren Länge beträgt zwei bis drei Millimeter, im Durchmesser erreichen sie 1,7 bis 3,0 Zentimeter. Die Reifung der Samen erfolgt in unterschiedlich langen Zeitabständen. Das Hirsekorn selbst hat eine kugelförmige, leicht zusammengedrückte Form mit glatter Oberfläche, die keine Längsfurche aufweist. Im unteren Teil des Korns befindet sich der Keimling.

Wuchs

Die Rispenhirse wächst sehr schnell und ist dabei kurzlebig. Sie erreicht eine Höhe zwischen 20 und 100 Zentimeter.

Standort

Die Rispenhirse wächst bevorzugt an sonnigen Standorten. Die Böden sind trocken bis frisch ideal, da die Pflanze Feuchtigkeit optimal nutzt. Wichtig für Ihr Wachstum ist ein feinkrümeliges Saatbeet, das frei von Unkraut ist. Sie benötigt wenige Nährstoffe. Lediglich Kälte stellt für die Rispenhirsen eine Herausforderung dar, da sie frostempfindlich ist.

Nutzung

Vor allem in Asien bilden die Rispenhirsen ein wichtiges Nahrungsmittel. Außerdem finden sie als ganzes Korn oder geschrotet ihren Weg in Bioläden. Sie haben einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt und eignen sich als Beigabe zu Gebäck und Brot. Dabei ist ein besonders großer Vorteil, dass sie kein Gluten enthalten und somit auch Menschen mit einer solchen Intoleranz ernähren. Darüber hinaus ist die Rispenhirse als Viehfuttermittel von Nutzen.

Krankheiten/Schädlinge

Die für die Rispenhirsen schlimmsten Schädlinge stellen Vögel dar, was besonders bei der Aussaat zu beachten ist. Im Allgemeinen sind wenige Krankheiten bei den Rispenhirsen zu beobachten. Zu den bekannten Krankheiten gehören Hirsenbrand und Blattflecken.

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