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Eigenschaften

  • krautige Pflanzen oder Halbsträucher
  • Wildblumencharakter
  • hübsche, strahlenförmige Blüten
  • blühen von Juni bis September
  • anspruchslos und mehrjährig

Hundskamillen

Gattung Anthemis ab €3.30 kaufen
     
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Die Hundskamillen (bot. Anthemis) sind eine Gattung innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Botaniker unterscheiden bis zu 100 Arten von Hundskamillen. Diese einjährigen oder ausdauernden Grünpflanzen wachsen krautig oder sind am Grund verholzt. Hundskamillen erreichen Wuchshöhen von 20 bis maximal 50 Zentimeter. Die Pflanzen wachsen häufig an Wegrändern, auf Plätzen oder als Unkraut auf vielen Freiflächen. Auf Äckern oder Getreidefeldern kommen die Pflanzen weniger vor. Hundskamillen bezaubern durch ihre Körbchenblüten mit meist weißen Zungenblüten.

Auch wenn die Hundskamillen der Echten Kamille stark ähneln, besteht keine biologische Verwandtschaft. Es handelt sich bei Hundskamillen um eine eigene Gattung. Während die Echte Kamille ein hohles Blütenköpfchen besitzt, ist es bei Hundskamillen gefüllt. Es fehlt der typische Kamillenduft. Auch ist die Echte Kamille kleiner. Die Pflanzen der Hundskamillen sind für die medizinische Anwendung, im Gegensatz zur Echten Kamille, ohne Bedeutung. Die Beschreibung der Gattung Anthemis erfolgte im Jahr 1753 durch den schwedischen Botaniker Carl von Linné. Er wählte den botanischen Begriff Anthemis als eine Zusammensetzung der griechischen Worte "anthos" für Blüte sowie "Artemis", als Name der Göttin der Jagd und Wälder. Der deutsche Trivialname Hundskamille weist auf den niedrigeren Wert dieser Pflanze im Vergleich zur Echten Kamille hin, was durch das abwertende "hunds-" zum Ausdruck kommt.

Blatt

Die Gattung der Anthemis-Pflanzen hat grüne Laubblätter. Diese stehen wechselständig am Stängel. Bei einigen Arten sind die Blätter stark behaart. Die Form ist einfach fiederschnittig, bei einigen Arten zweifach. Die einzelnen Abschnitte der Blätter sind lineal-lanzettlich geformt. Bei einigen Arten sind sie stark behaart.

Blüte

Die Blütezeit der Hundskamillen dauert von Juni bis September. Die Blüten stehen meist einzeln oder in schirmartigen Trauben am Ende des Stängels. Die strahlenförmigen Blüten werden im Durchschnitt rund drei bis vier Zentimeter groß. Sie ähneln denen der Margeriten. Die Pflanzen besitzen endständige Blütenkörbe.

Der Blütenkorb besteht bei Hundskamillen aus gelben Röhren- sowie weißen, seltener gelben oder rosafarbenen Zungenblüten. Die Blütenblätter stehen horizontal ab und umsäumen in einem dichten Blütenkranz, mehrreihig den Blütenkorb. Sie sind am Ende stumpf. Der Korbboden ist bei der Hundskamille gefüllt. Die Zungenblüten sind meist männlich. Die Pflanzen besitzen zwischen 30 und 300 zwittrige Röhrenblüten. Die Hülle ist halbkugelig, kegelförmig oder eiförmig und durch mehrere Reihen von Hüllblättern dachziegelartig bedeckt.

Frucht

Die Pflanzen der Hundskamillen bilden nach der Bestäubung durch Insekten kleine, längliche Früchte aus. Diese haben eine längliche Form und sind vierkantig.

Wuchs

Hundskamillen erreichen bis zu 50 Zentimeter Höhe. Die Stängel besitzen kurze Härchen und wachsen verzweigt. Es handelt sich um ausdauernde, krautige oder einjährige bis zweijährige Pflanzen und Halbsträucher.

Standort

Die Pflanzen bevorzugen einen sonnigen trockenen Standort. An den Boden stellen die Pflanzen keine besonderen Ansprüche. Sie kommen an Wegrändern, auf Trockenrasen, an Bahndämmen oder auf Getreidefeldern vor.

Verbreitung

Ursprünglich waren die rund 100 Arten der Hundskamillen in Europa, in Nordafrika sowie in Regionen Südwest-Asiens heimisch. Sie kommen mittlerweile weltweit vor und sind Pionierpflanzen.

Nutzung

Die Gattung der Hundskamillen besitzt keine Bedeutung für medizinische Anwendungen. Einige Arten, wie die Färber-Hundskamille, waren früher bedeutende Färberpflanzen.

Pflege/Schnitt

Hundskamillen sind anspruchslos. Besondere Pflege- oder Schnittmaßnahmen sind nicht notwendig.

Krankheiten/Schädlinge

Die Pflanzen sind robust und unanfällig für Krankheiten oder Schädlinge.

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