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Eigenschaften

  • immergrün und wechselfarbig
  • langhaftender, leuchtend roter Fruchtstand
  • benötigt geschützten Standort
  • bedingt winterhart
  • beliebter Zierstrauch mit weißen Blüten

Heavenly Bamboo

Gattung Nandina ab €11.10 kaufen
     
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Der sogenannte Himmelsbambus (bot. Nandina domestica) ist die einzige Art in der Gattung Nandina und der Unterfamilie Nandinoideae innerhalb der Familie der Berberitzengewächse. Sie ist damit monotypisch und mit dem Bambus nur dem Namen nach verwandt. Dieser geht auf die häufige Verwendung von Nandina in japanischen Tempelgärten zurück.

Der wechselfarbige Himmelsbambus beeindruckt zu jeder Jahreszeit mit einzigartiger Farbenpracht. Sein exotischer Charme, dem er auch seinen Namen verdankt, kommt besonders gut in seiner natürlichen Umgebung zur Geltung. Allerdings ist die Nandina für jeden naturnahen Garten eine optische Bereicherung. Seit jeher ist sie ein begehrter Blickfang für Gärten in asiatischem Stil.

Blatt

Die immergrüne Nandina trägt Laubblätter, deren Farbe sich im Laufe des Jahres verändert. Ist das Laub im Austrieb noch rot, wechselt es seine Farbe später zu tiefgrün. Dabei ist die Oberseite leicht dunkler als die Unterseite. Im Herbst verfärben sich die wechselständigen Blätter erneut. Dabei reicht das Farbspektrum von Gelb oder Orange bis zu Purpur, bevor sie im Frühjahr erneut in Grün erscheinen. Die 30 bis 50 Zentimeter langen Blätter sind zwei- bis dreifach in ganzrandige, lanzettliche Blättchen gefiedert. Diese erreichen bis zu sieben Zentimeter Länge.

Blüte

Der zweihäusig getrenntgeschlechtliche Himmelsbambus trägt von Juni bis August leicht duftende, weiße Blüten. Diese sitzen in bis zu 35 Zentimeter langen aufrechten Rispenständen, die bis zu 100 Blüten enthalten. Jede Blüte ist von einer Spirale aus 27 bis 36 weißlichen Blütenhüllblättern umschlossen. Männliche Blüten besitzen zusätzlich sechs Staubblätter.

Frucht

Im Herbst bildet die Nandina domestica kugelförmige, leuchtend rote Beeren aus, welche jeweils einen bis drei grau-bräunliche Samen enthalten. Diese leicht giftigen Früchte sind sechs bis neun Millimeter groß und bleiben bis in den Winter stehen.

Wuchs

Der Himmelsbambus ist ein mehrstämmiger, unbewehrter Strauch, dessen kaum gegabelte rohrartige Zweige straff aufrecht wachsen. Er wächst je nach Sorte und klimatischen Bedingungen bis zu 40 Zentimeter im Jahr. Dabei erreicht er Wuchshöhen von 150 bis 200 Zentimeter auf 100 bis 180 Zentimeter Wuchsbreite. Die vielen eng aneinander stehenden Triebe bilden eine buschige Form.

Standort

Die Nandina bevorzugt einen halbschattigen Standort mit einem nährstoffreichen, lockeren und durchlässigen Boden. Prinzipiell gedeiht er auch an ungeschützten, sonnigen Plätzen, allerdings kann bei zu strengem Frost in der kalten Jahreszeit die Wintersonne ein Problem darstellen. In Mitteleuropa ist der Himmelsbambus bedingt winterhart, Temperaturen unter -15 °C übersteht er im seltenen Fall.

Verbreitung

Der einzige Vertreter der Gattung Nandina stammt aus Japan, Zentral-China und Asien. Dort ist er in Höhenlagen zwischen 0 und 600 Metern über Normalnull weit verbreitet. Auch im Süden der USA kommt der Himmelsbambus vor, allerdings gilt er dort als invasive Pflanze.

Nutzung

Sein ästhetisches Erscheinungsbild macht den Himmelsbambus zu einer begehrten Zierpflanze, deren natürliche Ästhetik auf verschiedenste Weise Verwendung findet. Er eignet sich als Bodendecker und kommt auf Terrassen oder am Ufer von Gewässern gut zur Geltung. Insbesondere in japanischen Gärten erfreut sich der einzige Vertreter der Gattung Nandina großer Beliebtheit.

Pflege/Schnitt

Da Nandina domestica das ganze Jahr über Laub trägt, ist viel Wasser nötig. Weiches Regenwasser eignet sich am besten zum Gießen. Trocknet die Substrat- oder Erdoberfläche einige Zentimeter tief an, ist Gießen unabhängig von der Jahreszeit empfehlenswert.
Von März bis April und Juni bis Juli bietet es sich an, Mehrnährstoffdünger für Ziersträucher zu benutzen. Alternativ ist von April bis August auch eine regelmäßige Zugabe von Kompost mit Hornspänen für das Wachstum förderlich.
Um den Himmelsbambus im Winter vor Kälte zu schützen, ist es sinnvoll, die Wurzelscheibe mit Laubkompost oder Nadelreisig zu bedecken. Es ist ebenfalls empfehlenswert, die Zweige mit Vlies oder Jutebändern zu umhüllen.
Zu lange Triebe sind nur bei Bedarf und nur im März oder am Ende der Blütezeit zurückzuschneiden. Dabei ist zu beachten, diese um maximal ein Drittel der Gesamtlänge zu kürzen und die Schere oberhalb von Verzweigungen anzusetzen.

Krankheiten/Schädlinge

Obwohl der Himmelsbambus sich widerstandsfähig und belastbar zeigt, gibt es einige Schädlinge, die die Nandina domestica befallen. So bringt das trockene Klima in einem beheizten Zimmer die Gefahr eines Befalls mit Schildläusen und Spinnmilben mit sich.
Auch für Pilze wie den Echten Mehltau ist die Pflanze anfällig. Dieser zeichnet sich durch einen mehlig-weißen Belag aus. Bei Befall sind alle infizierten Pflanzenteile umgehend abzuschneiden und zu entsorgen. Im frühen Stadium ist eine Mischung aus einem Liter Wasser und 125 Milliliter Milch hilfreich gegen den Parasit.
Auch andere Pilzkrankheiten stellen eine Gefahr für den Himmelsbambus dar. Diese äußern sich durch runde Blattflecken auf der Ober- und Unterseite des Laubs. Auch in diesem Fall empfiehlt es sich, die befallenen Blätter zu entfernen und den Schädling mit Fungiziden zu bekämpfen.
Welkende Blätter in Kombination mit fahl-grünen Verfärbungen weist auf die Phytophtora-Wurzelfäule hin, gegen die es noch keine effektiven Bekämpfungsmittel gibt. Lässt sich die Krankheit früh erkennen und kommt die Pflanze rechtzeiting in frische, trockene Erde, besteht die Hoffnung auf Rettung.

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