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Eigenschaften

  • schnell wachsend
  • bis 18 Meter hoch
  • auffällige Blütenstände
  • leicht giftig
  • ausgeprägtes Breitenwachstum

Trompetenbäume

Gattung Catalpa ab €5.50 kaufen
     
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Die Gattung der Trompetenbäume (bot. Catalpa) steht in der Familie der Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae) innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Die Pflanzengattung umfasst circa zehn Arten von Catalpa, die in zwei Sektionen aufgeteilt sind. Die Sektion Macrocatalpa umfasst halbimmergrüne Arten, die auf den Karibischen Inseln heimisch sind. Die zweite Sektion, die Catalpa, beinhaltet Arten, die in den Südstaaten Nordamerikas und im asiatischen Raum ihre Heimat haben.

Der Trompetenbaum wächst in seinen Heimatländern auf feuchten und nährstoffreichen Auenböden, entlang großer Flüsse. Seine botanische Bezeichnung hat ihren Ursprung im Indianischen. Im europäischen Raum sind Trompetenbäume als Zierbäume in Parks, Gärten und auf Terrassen etabliert. Sie erfreuen durch auffällige Blütenstände und durch die schattenspendende Krone. Trompetenbäume locken während er Blütezeit zahlreiche Insekten, insbesondere Bienen und Hummeln, an. Der Gewöhnliche Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) ist der bekannteste Vertreter der Gattung in Europa.

Blatt

Die Laubblätter der Trompetenbäume stehen an den Zweigen gegenständig zu dritt oder in Wirteln. Sie sind aufgegliedert in Blattspreite (Lamina) und Blattstiel. Die Lamina weist eine einfache Herzform auf und ist vorwiegend ganzrandig, seltener gelappt. Die Unterseite der Laubblätter hat an den Verästelungen der Blattadern purpurfarbene drüsige Punktierungen.
Es sind keine Nebenblätter vorhanden.Die Blätter erreichen eine auffällige Größe. Beim Zerreiben entsteht ein unangenehmer Geruch. In Bezug auf den Prozess der Photosynthese arbeiten Trompetenbäume kurz und schnell. Sie treiben spät aus und werfen das Laub im frühen Herbst ab. Es ist zu diesem Zeitpunkt noch grün mit wenigen gelben Flecken.

Blüte

Die Knospen der Trompetenbäume sind kugelförmig, rotbraun, laufen spitz zu und zwei bis fünf Millimeter lang. An den Spitzen weisen sie drüsige, bewimperte Schuppen auf. Ende Mai bis Mitte Juli öffnen sich die dekorativen weißen Glockenblüten. In ihrem Inneren tragen sie einen dunklen purpurnen Fleck sowie eine goldene streifige Zeichnung.

Trompetenbäume tragen ihre bis zu 15 Zentimeter langen Blüten in aufrechten rispenartigen Blütenständen. Die Blütenstände sind endständig und schirmtraubig bis traubig. Sie haben sowohl Trag- als auch Deckblätter auf. An ihnen wachsen die zwittrigen zygomorphen und fünfzähligen Blüten mit mit einer doppelten Blütenhülle (Perianth). Die Blüten der Trompetenbäume besitzen fünf häutige Kelchblätter, die zu einer Glockenform verwachsen. Sie sind entweder zweilippig oder zum oberen Ende hin ungleichmäßig gelappt.

Die Kronblätter variieren in der Farbe zwischen weiß, rosa und einem zarten Gelb (Catalpa ovata, Catalpa tibetica). Die zwei fruchtbaren Staubblätter gehen aus der Basis der Kronröhre hervor. Die Staubblätter überragen die Krone nicht. Neben den fertilen Staubblättern zeigen die Blüten drei sterile, unscheinbare Staubblätter (Staminodien). Trompetenbaum-Blüten bilden einen unauffälligen Diskus aus, der mit seinem Nektar Insekten anlockt. Der oberständige Fruchtknoten ist zweifächrig und besteht aus zwei verwachsenen Fruchtblättern. Trompetenbäume blühen ausschließlich in warmen Sommern.

Frucht

Catalpa bilden lange, hängende Kapselfrüchte, die in ihrer Form an einen Bleistift erinnern. Sie sind durch eine dünne Scheidewand (Septum) getrennt und öffnen sich mit zwei dünnen Klappen. Die runden, geflügelten Samen weisen an beiden Enden Haarbüschel auf und stehen in zwei Reihen in der Kapsel.

Wuchs

Trompetenbäume sind halbimmergrün (vier Arten) oder laubabwerfend (sechs Arten) und erreichen eine Wuchshöhe von bis zu 18 Metern. Der Stamm ist kurz und dick unter der breiten, ausladenden, schirmförmigen Krone. Trompetenbäume weisen häufig ein Wachstum auf, das mehr in die Breite als in die Höhe geht. Sie sind Herzwurzler und artenabhängig bis -28 °C winterhart.

Standort

Trompetenbäume lieben einen sonnigen bis halbschattigen, leicht windgeschützten Standort, um die großen, windanfälligen Blätter zu schützen. An den Boden stellen die Bäume keine hohen Ansprüche. Sie bevorzugen nährstoffreiche, mäßig feuchte bis feuchte und lehmige Böden.
Auch in sandigem Substrat steht dem Gedeihen nichts im Wege. Sie sind kalktolerant und kommen mit schwach saurem bis schwach alkalischem Untergrund zurecht. Auch sommerliche Trockenheit stellt kein Hinderniss dar. Zu feuchter oder nährstoffreicher Boden hat zur Folge, das die neuen Triebe bis zum Winter nicht komplett ausreifen. In der Folge frieren sie ab und das junge Holz ist bei starkem Wind bruchanfälliger.

Verbreitung

Von den rund zehn Arten der Trompetenbäume, stammen vier aus den gemäßigten Breiten Ostasiens. Vier weitere sind auf den Karibischen Inseln beheimatet und zwei im südöstlichen Nordamerika. Im europäischen Raum gedeiht vorwiegend die Art Catalpa bignonioides (Gewöhnlicher Trompetenbaum) als Zierpflanze.

Nutzung

Trompetenbäume dienen sowohl in der Natur als auch in kultivierter Form in Gärten oder Parks. Mit ihrer ausladenden Krone dienen sie als Schattenspender. Schattenpflanzen, wie Farne oder Funkien, sind ideale Nachbarn neben dem herzförmigen Wurzelwerk und dienen zur Begrünung des Baumfußes.

Trompetenbäume dienen primär als Ziergehölze. Ihr Holz hat eine wirtschaftliche Bedeutung inne. In Nordamerika liefern Trompetenbäume mit ihrem schön gemaserten Holz einen Mehrwert für die Möbelindustrie. Diese Hölzer sind, weiterverarbeitet zu Parkett oder Furnier, beliebt. Das Holz dient der Herstellung von Pfosten, Schwellen, Skulpturen und Dekorations-Artikeln.

Pflege/Schnitt

Trompetenbäume vertragen das Pflanzen während der gesamten Vegetationsperiode. Wurzelnackte Exemplare sind besser im Frühjahr zu pflanzen. Spezielle Pflegemaßnahmen fordern die Bäume nicht, solange der Wurzelbereich leicht gemulcht ist, um den Boden feucht zu halten. Trompetenbäume benötigen keine regelmäßige Gabe von Kompost oder Dünger.

Junge Stämme zeigen eine noch glatte Rinde. Diese ist anfällig für Frostrisse. Daher empfiehlt es sich, sie mit einem Weißanstrich zu versehen oder sie zu schattieren. Einen regelmäßigen Rück- oder Formschnitt benötigen Trompetenbäume nicht. Beim Schnitt des Haupttriebs oder der Seitenäste junger Bäume sind die Ansatzstellen der frischen Triebe bruchgefährdet. Deshalb ist auf einen Schnitt zu verzichten.

Krankheiten/Schädlinge

Trompetenbäume zeigen eine Anfälligkeit für die nicht heilbare Verticillium-Welke, die auf feuchten Böden durch durch Pilze der Gattung Verticillium auftritt. Diese breiten sich in den Leitungsbahnen der Bäume aus und kappen die Wasserversorgung einzelner Äste. Die betroffenen Äste welken plötzlich und sterben ab. Durch das Umpflanzen junger Bäume auf günstigere Böden mit weniger Feuchtigkeit, ist der Befall gelegentlich zu stoppen.
Erkranken Trompetenbäumen an Echtem Mehltau, ist dieser nicht lebensbedrohlich. Gefährlicher ist der Brand-Krustenpilz (Kretzschmaria deusta), ein aggressiver Baumpilz. Er befällt Catalpa über verletzte Wurzeln, besiedelt diese, den Fuß des Stammes und den Stammbereich. In der Folge stürzt der Baum unter starker Belastung (Sturm) um. Tierische Schädlinge meiden den Trompetenbaum meist aufgrund seiner leichten toxischen Wirkung. Wühlmäuse fressen gerne die fleischigen Wurzeln der Bäume an.

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