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Eigenschaften

  • verschönern Uferbereiche und feuchte Stellen
  • Blütenformen erinnern an ein Schlangenmaul
  • üppig wachsende Stauden
  • bienenfreundlich
  • späte Blüte im Herbst

Schildblumen

Gattung Chelone ab €4.80 kaufen
     
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Schildblumen (bot. Chelone) bilden mit fünf bis acht Arten eine Pflanzengattung und gehören zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Der botanische Gattungsname stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt Schildkröte. Im Deutschen sind die Bezeichnungen Schlangenkopf oder Miesmäulchen geläufig.

Als Staudenpflanze mit auffälligen Blüten verschönern Schildblumen Teichränder und Beete. Wenn andere Pflanzen in die Ruhephase gehen, starten diese Pflanzen zu ihrer Höchstform. Sie zeigen ihre Blütenpracht im Spätsommer und lassen den Garten ein weiteres Mal in vollem Glanz erstrahlen. Sie sorgen für einen Hauch von Exotik, ihre Blüten erinnern an die Form eines Schlangenkopfes. Beim ersten Anblick ist nicht ersichtlich, dass die Schildblumen zu den Wegerichgewächsen gehören. Ihre vergleichsweise großen und leuchtend gefärbten Blüten verschweigen diese Verwandtschaft. Gartenbesitzer kommen beim Anblick der anmutigen Blüten ins Schwärmen. Auch Insekten wissen die Farben und Düfte zu schätzen. Schildblumen sind bienenfreundliche Gewächse und liefern reichlich Nahrung.

Blatt

Schildblumen entwickeln einfache Blätter, die länglich bis breit lanzettlich ausgeformt sind. Ihr Ende läuft in einer langen Spitze aus. Sie sitzen gegenständig am Stängel. Die Blattflächen sind sattgrün bis blaugrün eingefärbt. Die Blattadern, die an jeder Seite von einer starken Mittelrippe abgehen, treten deutlich hervor. Je näher die Seitenadern dem Blattrand kommen, desto feiner verzweigen sie sich. Der Blattrand ist fein gesägt. Jede Ader läuft in einem Zahn aus.

Blüte

Schildblumen tragen im Spätsommer eichelähnliche Blütenknospen. Sie öffnen sich nacheinander. Die Blüten sind auffällig gestaltet. Sie sitzen in dichten Blütenständen zusammen und ragen zu allen Seiten nach außen. Jede Einzelblüte besteht aus einer Ober- und einer Unterlippe. Die Oberlippe ist zu einem Helm ausgeformt, der die Blüte wie ein Schirm schützt. Die Unterlippe ist dreiteilig aufgebaut. Die Gestalt der Blüten erinnert an Löwenmäulchen (Antirrhinum). Die Öffnung zum Inneren der Blütenkrone ist klein. Die Blüte hat die Optik eines geöffneten Schlangenmauls.
Beim näheren Hinschauen ist ein leuchtend gelber Flaum erkennbar, der auf der Unterlippe sitzt. Sie erstrahlt in kräftigen oder zart rosafarbenen Tönen. Einige Zuchtformen tragen reinweiße Blüten. Ihre Blütenpracht zeigen die Schildblumen zwischen August und Oktober. In dieser Zeit locken sie Bienen und Hummeln an.

Frucht

Nach der Blütezeit entstehen aus den Blüten die Kapselfrüchte. Sie bestehen aus zwei Fächern und enthalten zahlreiche Samen. Nach der Fruchtreife, die bis in den späten Herbst hineinreicht, springen die Früchte auf und entlassen die kleinen Samenkörner. Der Wind trägt die Samen davon und sorgt für eine Ausbreitung über große Gebiete.

Wuchs

Schildblumen sind mehrjährige krautige Pflanzen. Die Stauden wachsen steif aufrecht. Ihr spärlich bis dicht beblätterter Stängel erreicht Wuchshöhen zwischen 60 und 120 Zentimeter. Die Pflanzen entwickeln sich zu stattlichen Horsten. Schildblumen bilden unterirdische Ausläufer, über die sie sich vermehren. Die Pflanzen neigen stark zum Selbstvermehren über ihre Samen. Innerhalb kurzer Zeit erobern die Pflanzen große Areale, wenn die Bedingungen stimmen und keine Konkurrenz den Ausbreitungsdrang verhindert.

Standort

Die Arten der Schildblumen sind typische Sumpfpflanzen. Sie benötigen einen feuchten bis nassen Boden. Auf humusreichem Substrat fühlen sich die Pflanzen am wohlsten. Kurze Trockenperioden machen den Pflanzen nichts aus. Ein neutraler Boden ist ideal. Auch auf auf leicht basischen oder sauren Böden gedeihen die Pflanzen. Eine Mischung aus Blumen- oder Gartenerde mit eingearbeitetem Kompost liefert ihnen eine gute Wachstumsbasis. Durch das Anreichern der Erde mit Lehm, Kokosfasern oder Blähton halten die Böden die Feuchtigkeit besser. Diese Maßnahme dient gleichzeitig dem Auflockern des Substrats. Der perfekte Standort befindet sich im Halbschatten. Je sonniger der Wuchsort ist, desto mehr Wasser benötigen die Pflanzen.

Verbreitung

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Pflanze liegt im Osten der USA und in Nordamerika. hier wächst die attraktive Pflanze in lichten Wäldern, die feuchte bis nasse Bedingungen aufweisen. Die Schiefe Schildblume (Chelone obliqua) hat sich als beliebte Gartenpflanze weit verbreitet. Die wildwachsenden Bestände dieser Art und ihrer Verwandten stehen in einigen amerikanischen Staaten unter Naturschutz.

Nutzung

Schildblumen lassen jeden naturnahen Blumengarten mit Gewässern in neuem Glanz erstrahlen. Sie eignen sich für Blumenbeete und blühen in der Einzelstellung zu Höchstformen auf. Als ideale Begleiter für Teichränder harmonieren sie perfekt mit anderen Pflanzen, die das feuchte bis nasse Milieu bevorzugen.
Im Staudenbeet fügen sie sich in das Gesamtbild zwischen Kugeldistel (Echinops), Nachtkerze (Oenothera), Salbei (Salvia), Mädchenauge (Coreopsis) oder Schleierkraut (Gypsophila) ein. Sie verschönern jeden Gehölzrand. Die begrenzte Wuchshöhe macht die Arten zu optimalen Pflanzen für die Kultur im Topf. Auf diese Weise verschönern sie Balkone und Terrassen.

Pflege/Schnitt

Wenn die Erde zum Austrocknen neigt, empfiehlt sich eine regelmäßige Bewässerung. Das ist nach längeren Trockenperioden und an sonnigen Standorten der Fall. Unter Trockenstress verfärben sich Blüten und Blätter bräunlich, bis die Pflanze abstirbt. Die Pflanzen erfreuen sich ab dem zweiten Jahr nach der Pflanzung über eine Kompostgabe. Auch unbehandeltes Teichwasser liefert Nährstoffe.

Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Die Fruchtstände liefern bis in den Winter hinein einen dekorativen Aspekt. Die Pflanze hat ausreichend Gelegenheit, um Energie in den Wurzelknollen einzuspeichern. Im nächsten Jahr erfreuen die Pflanzen ihre Besitzer mit einem kräftigen Wuchs und einer üppigen Blüte. Das Entfernen der verwelkten Pflanzenteile im Frühjahr sorgt für Ordnung im Beet. Der Schnitt erfolgt direkt über dem Boden. Um die unkontrollierte Ausbreitung der Pflanzen zu unterbinden, eignen sich unterirdische Wurzelsperren.

Im naturnahen Garten ist den Pflanzen ungehindertes Wachsen gestattet. Sie konkurrieren mit anderen Arten um den besten Platz. Es ist ein natürlicher Kreislauf, in den seltener ein Eingriff erfolgt. Die abgestorbenen Pflanzenteile fördern im Winter die natürliche Artenausstattung. Im Frühjahr schließen Verrottungsprozesse den Kreislauf im Ökosystem. Den Winter überstehen die Schildblumen ohne Probleme. Auch bei Minustemperaturen bis -25 °C benötigen sie keinen Winterschutz.

Krankheiten/Schädlinge

Schildblumen zeigen sich gegenüber Krankheiten und Schädlingen robust. Schnecken verschmähen die Triebe. Es sind Pflegefehler, die die Pflanzen schädigen. Zu dunkle und nasse Standorte sind ungeeignet. Ebenso wie ein Wuchsort in der prallen Sonne. Sie benötigen ein Mittelmaß aus Feuchtigkeit. Langanhaltende Staunässe oder Trockenheit führen zu Schäden an den Pflanzen.

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