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Eigenschaften

  • 90 Gattungen und rund 2.000 Arten
  • Blätter mit hervortretenden Blattrippen, grundständige Rosetten
  • Blüten klein und unauffällig, in der Regel zwittrig, zygomorph
  • Ausbildung zweisamiger Deckelkapseln
  • weltweit und in nahezu allen Klimazonen verbreitet

Wegerichgewächse

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Die Pflanzenfamilie der Wegerichgewächse (bot. Plantaginaceae) gehört zur Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Während bis vor kurzem zwei Gattungen zu dieser Familie zählten, umfasst sie nach einer neueren Systematik rund 90 Gattungen und circa 2.000 Arten.

Diese sind weltweit in nahezu allen Klimazonen verbreitet sind. In unseren Breitengraden sind rund 20 Gattungen heimisch. Da die neuesten Erkenntnisse zu einer Vervielfältigung der Erkennungsmerkmale führten, ist eine Bestimmung der Familienzugehörigkeit mit bloßem Auge schwierig auszumachen. Sowohl Kräuter und Sträucher als auch Wasserpflanzen gehören zur Familie der Wegerichgewächse.

Blatt

Die Blätter sind meist lanzettlich und weisen Blattrippen auf, die sich deutlich abzeichnen. Bei Kräutern und Sträuchern sind die Blätter bei vielen Arten ungeteilt bis fliederspaltig und nehmen die Form einer grundständigen Rosette an. Ebenso ist die Stellung gegenständig, wechselständig und quirlig vertreten.
Die Blattfarben sind häufig weiß oder brauntönig. Ein weiteres Merkmal vieler Wegerichgewächse sind die sogenannten Rhachisblätter. Sie sind in einer parallelen Aderung manifestiert, ausgelöst durch eine Ausdehnung des Mittelnervs in der Wachstumsphase.

Blüte

Die meisten Blüten der Wegerichgewächse sind klein und unauffällig. Sie sind in der Regel zwittrig und zygomorph, vereinzelt radiärsymmetrisch. Üblicherweise zeigen sich die Blüten in unterschiedlichen Formen. Meist sind sie vier- bis fünfzählig.
Oftmals ist der Blütenstand ährig oder kopfig und es kommt zu einem Kranz aus nebeneinander wachsenden Einzelblüten. Gewöhnlich bestehen diese Einzelblüten aus fünf Blütenkronblättern. Während Kelchblätter frei wachsen, sind die Kronblätter ineinander verwachsen. Auch beim Vorhandensein von vier Staubblättern und einer Kronröhre kommt es häufig zu einer Verwachsung. Die Blütezeit ist von April bis September.

Frucht

Bei der Frucht der Wegerichgewächse handelt es sich in den meisten Fällen um zweisamige Deckelkapseln. Oberständige Fruchtknoten aus zwei Fruchtblättern sind typisch. Sowohl Wind- als auch Insektenbestäubungen sind möglich.

Wuchs

Wegerichgewächse wachsen als krautige Pflanzen oder Sträucher. Sie zeichnen sich durch tiefgehende Wurzeln aus.

Verbreitung

Die Pflanzenfamilie der Wegerichgewächse findet fast weltweit und in nahezu allen Klimazonen Verbreitung. In Mitteleuropa kommen der Breitwegerich (Plantago major), der mittlere Wegerich (Plantago media) und der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) vor.
Wie der Name vermuten lässt, sind Wegerichgewächse an Wegesrändern zu finden. Zudem kommen sie auf trockenen Wiesen und Triften vor. Auch siedeln sie sich gerne zwischen Pflastersteinen und in den Furchen wenig befahrener Straßen an.

Nutzung

Durch die ausgeweiteten Merkmalsbestimmungen der Wegerichgewächse weisen diese ganz verschiedene Inhaltsstoffe und Nutzungsmöglichkeiten auf. Typisch sind Schleimstoffe mit unterschiedlichen Wirkungen, das antibakterielle Aucubin und Gerbstoffe. In der Volksheilkunde sind derartige Pflanzenstoffe beispielsweise bei Atemwegserkrankungen, Verdauungsstörungen, Hals- und Lungenkrankheiten sowie Magen- und Darmbeschwerden gefragt. Auch äußerliche Wunden lassen sich mit wertvollen Stoffen der Wegerichblätter behandeln.

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