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Eigenschaften

  • ganzjährig dunkelgrün belaubt
  • sonnig bis halbschattige Standorte
  • weiße bis rosafarbene Blüten
  • wintergrün
  • an geeigneten Standorten pflegeleicht

Rosmarinheide

Gattung Andromeda ab €16.10 kaufen
     
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Die Rosmarinheide (bot. Andromeda polifolia) ist unter den Namen Sumpfrosmarin, Gränke, Polei-Gränke, Poleirosmarinheide und Lavendelheide bekannt. Sie ist die einzige Art der monotypischen Pflanzengattung der Rosmarinheiden (Andromeda) und war 1991 die Blume des Jahres.

Bei der Rosmarinheide handelt es sich um eine Pflanze mit schwindenden Vorkommen in der Natur. Wie ihr Lebensraum, die wilden Hochmoore, gilt die Rosmarinheide als bedroht. Im Garten bietet die Pflanze einen exklusiven Anblick. Ihr zweifarbiges Laub erinnert an Rosmarin, was ihr ihren geläufigsten Trivialnamen einbrachte, und ziert den Zwergstrauch im Sommer wie im Winter. Blüht die Rosmarinheide, bilden die zierlichen weißen Blüten einen bezaubernden Kontrast zum dunklen Blattwerk. Verschiedene Zuchtsorten arbeiten mit Variationen dieser Kontraste und bieten blau bereifte Blätter und rosa gefärbte Blüten.

Blatt

Die Rosmarinheide ist wintergrün. Die Blätter sind schmal und lang gezogen und tragen oberseits ein sattes, kräftiges Grün. Die Unterseite ist weiß bis blau bereift. Der Blattrand ist glatt und nach unten gerollt. Die Anordnung am verholzten Stängel ist wechselständig.

Blüte

Bei den Blüten handelt es sich um lange, rot gestielte, hängende Glockenblumen. Die eiförmigen Kronenblätter sind zartrosa gefärbt und miteinander verwachsen. Der Blütengrund ist von einem kräftig roten Kelch umgeben. Je zwei bis acht Einzelblüten sind in einer Schirmtraube zusammengefasst, welche von Spätfrühling bis in den Sommer blüht.

Frucht

Von August bis Oktober reifen braune Kapselfrüchte heran, die aufrecht am Samenstand stehen und zahlreiche Samen enthalten. Die fünf Fruchtklappen springen auf und entlassen die Samen in den Wind.

Wuchs

Die Rosmarinheide ist ein mehrjähriger Halbstrauch, der nicht höher als 30 Zentimeter wächst. Sie bildet unterirdische Ausläufer aus, die eine Vermehrungsoption darstellen.

Standort

Die Rosmarinheide ist eine sonnenliebende Pflanze der Hochmoore, die saure und feuchte Standorte bevorzugt. Kalkhaltige Böden meidet sie. Mithilfe eines symbiontischen Wurzelpilzes ist die Rosmarinheide in der Lage, auf stickstoffarmen Böden zu gedeihen. Im Garten eignet sich die Rosmarinheide als Teichrandpflanze. Ebenso ist sie beliebt für den Steingarten, sofern ihre Ansprüche an die Bodenfeuchte berücksichtigt sind.

Verbreitung

Die Rosmarinheide kommt auf der Nordhalbkugel in Europa, Asien und Nordamerika vor. In Deutschland ist die Rosmarinheide nur in den Hochmooren der Alpen und der norddeutschen Tiefeebenen vor. Ihr Vorkommen in der Natur ist aufgrund der Seltenheit dieser Habitate beschränkt.

Nutzung

Abgesehen von ihrer Funktion als ökologische Zeigerart in natürlichen Lebensräumen, erfreut sich die Rosmarinheide als apartes Ziergewächs zunehmender Beliebtheit. Sie fühlt sich im Garten ebenso heimisch wie am Balkon und im Haus in Pflanzkübeln.

Pflege/Schnitt

Der ideale Pflanztermin für Rosmarinheiden erstreckt sich vom Frühjahr bis zum Herbst. Beim Einpflanzen ist es sinnvoll, auf ein ausreichend großes Pflanzloch zu achten, in dem sich der Wurzelballen hinreichend entfalten kann. Anschließend fördert eine kräftige Wässerung den Anwachsprozess. Bei der regelmäßigen Pflege ist die Wasserversorgung essenziell und regelmäßiges Gießen vor allem im Sommer und bei anhaltender Trockenheit Pflicht. Davon abgesehen ist die Rosmarinheide pflegeleicht und benötig wenig Zuwendung. Eine gelegentliche Düngung mit Hornspänen oder Laubkompost im Frühjahr nimmt die Rosmarinheide dankend an. Sie ist winterhart und benötigt keinen Frostschutz.

Krankheiten/Schädlinge

Sogenannte Nacktbasidien, bei denen es sich um parasitische Pilze handelt, befallen die Rosmarinheide. Symptomatisch dafür sind verbreiterte und schwarz-rot oder rot-lila verfärbte Blätter. Bei einem Befall mit dem Rosmarinheiden-Runzelschorf bilden sich dunkle Flecken auf der Blattoberseite. Aufgrund von Insektenbefall treten gelegentlich Gallen auf. In allen Fällen sind die befallenen Pflanzenbereiche zu entfernen, um ein Übergreifen zu vermeiden.

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