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Eigenschaften

  • pflegeleichte, mehrjährige Ziersträucher
  • fedrig-leichte, duftende Blütenähren
  • langandauernde Blüteperiode
  • geringer Nährstoffbedarf
  • Pflanzen stammen aus Asien

Perowskien

Gattung Perovskia ab €12.50 kaufen
     
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Die Gattung der Perowskien gehört zur Familie der Lippenblütler. Arten dieser Pflanzengattung ähneln ihren Verwandten Salbei, Lavendel und Thymian. Blüten und Blätter der zehn Arten umfassenden Pflanzengattung duften aromatisch. Die zahlreichen zart und fedrig wirkenden Blüten der beliebten Halbsträucher taucht den spätsommerlichen Garten langanhaltend in bildschöne, zartviolette Töne.

Die botanische Gattungsbezeichnung Perovskia stammt von Grigori Silytsch Karelin. Dieser beschrieb sie 1841 in Erinnerung an General Wassili Alexejewitsch Perowski, den Gouverneur der russischen Provinz Orenburg. Der deutsche Name Silberstrauch geht auf die silbrig glänzende Blattoberfläche zurück. Die ansehnliche und typischerweise blauviolette Blütenpracht brachte den niedrigen Sträuchern die Bezeichnung der Blauraute ein. Sonnenbeschienene, karge Plätze bewachsend, erfreuen sich die Zierpflanzen dieser pflegeleichten Gattung steigender Beliebtheit.

Blatt

Das längs-ovale Laubblatt von Perovskia erscheint weißfilzig bis blaugrün. Der Blattrand ist eingeschnitten (fiederschnittig), gesägt oder ganzrandig. Die Blätter sind gegenständig angeordnet. Sie sitzen am Stängel, dessen untere, bodennahe Bereiche mit der Zeit verholzen. Dies findet Ausdruck in der Bezeichnung Halbsträucher. Die satte Blattfärbung hängt von der Menge des Sonnenlichts und dem Kalkgehalt des Bodens ab. Im Herbst wirft die Perovskia-Pflanze ihr Laub ab, oberirdische, unverholzte Pflanzenteile verwittern.

Blüte

Die typisch gestaltete Lippenblüte der Perowskien entsteht durch die spezialisierte Gliederung der glockenförmigen Blüte in die stark behaarte, ovale Unter- und die ganzrandige, vierlappige Oberlippe. Der spezialisierte Blütenkelch lockt mit seinem Duft und der auffälligen Färbung bestäubende Insekten wie Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge an. Die Blütenfarben der Perowskien reichen sortenbedingt von Licht- bis Violettblau über Roséfarben bis in Weiß- und Gelbtöne.

Die trichterartige Blütenkrone hat die doppelte Länge des Blütenkelchs. Von den vier Staubblättern sind zwei fruchtbar und abgespreizt, die anderen beiden steril und unterhalb der Oberlippe befindlich. Der zweifächerige Fruchtknoten unterteilt sich in vier Klausen. In Zweier-, Vierer- oder Sechsergruppen zusammenstehend sprießen die Blüten sitzend oder kurz gestielt aus Knospen junger Triebe. Sie stehen endständig in Scheinquirlen auf die Länge einer Elle. Dieser üppige Blütenwuchs erzeugt den buschartigen Wuchs der Zierstauden. Blütezeit ist im Sommer zwischen Juli und Oktober. Perowskien sind Spätblüher und erfreuen mit ihrer Blütenpracht über eine lang andauernde Zeitspanne.

Frucht

In befruchteten Blüten reifen innerhalb eines Monates jeweils vier kahle, braune, ovale Nüsschen, über die sich die Pflanze ausbreitet. Diese sind rund einen Millimeter groß, enden stumpf und sind von einem weiß-filzigen Kelch umgeben. Perowskien lassen sich über Aussaat, Teilung des Wurzelblocks oder Stecklingsanzucht vermehren. Die letzteren beiden Methoden sind die gärtnerisch minder anspruchsvolleren und erfolgversprechenderen Varianten.

Wuchs

Die mehrjährigen Kleinsträucher der Perowskien wachsen aufrecht auf 100 bis 150 Zentimeter Höhe. Ihre Lippenblüten stehen einzeln übereinander an gering verzweigten Stängeln. Ihre Knospen und Zweige sind kahl oder grauweiß behaart. Mit ihrem flachen Wurzelwerk finden die Halbsträucher stabile Verankerung auf schütterem Boden. Auf Sand-, Stein und Kalkuntergrund und abschüssigem Gelände ragen ihre blütenreichen Triebe zu üppigen, runden Büschen auf, die mit geeignetem Rückschnitt jährlich zuverlässig austreiben.

Standort

Perowskien gedeihen optimal auf warmen, durchlässigen Böden, windgeschützt an sonnigen bis vollsonnigen Standorten. Staunässefreie, pH-neutrale bis leicht alkalische, nicht zu trockene Sand- und Kalkböden sind optimaler Untergrund. Auch Nährstoffknappheit, wie beispielsweise auf mageren Steinböden, vertragen sie. Kombiniert mit Buschmalven, Strauchrosen, Duftminze, Trockengräsern oder Sedum und Flieder, gedeihen Perowskien bestens. In derlei Mischbestand kommen sie wunderschön zur Geltung.

Verbreitung

Die in den Steppen Vorderasiens, Zentralasiens und Chinas beheimatete Pflanzengattung der Perowskien stellt frostharte und mehrjährige Ziersträucher, die in unseren Breiten zuverlässig gedeihen. Zu ihr gehört die Russischer Salbei und die Blauraute. Ihre Vertreter sind endemisch in Pakistan, Afghanistan, Kirgisistan, China und nordwestlichen Himalaya-Gebieten.

Nutzung

Einzeln oder in lockeren Gruppen stehend, bieten die trockenheitstoleranten winterharten Perowskien einen besonderen Blickfang und setzen farbenkräftige, luftige Akzente in kargen Steingärten. Die Gartenstauden eignen sich für Blumenbeete, zur Hangbepflanzung, sind Insekten- und Bienennährpflanzen sowie Schnittblumen-Stauden. Südbalkone und Terrassenplätze, die anderen Pflanzen zu heiß sind, sind fabelhafte Standorte für diese wärmeliebenden Pflanzen.

Pflege/Schnitt

Perowskien sind pflegeleicht. Bei knappem Flüssigkeitsangebot in trockenen Sommerperioden ist regelmäßiges Gießen hilfreich. Ein Rückschnitt der Stängel im Frühjahr auf zehn Zentimeter über dem Boden, lässt frische Triebe hervorsprießen, die bis zur Blütezeit auf Kleinstrauchhöhe wachsen. Im Herbst bleiben die Triebe stehen, sie dienen dem Winterschutz der Pflanze.
Formschnitte auf ebene oder kugelige Form sind früh im Jahr, im Februar und März, vor dem ersten Austrieb durchzuführen. Beschädigte und abgestorbene Pflanzenteile entfernt der Gärtner komplett. Ein zusätzlicher Winterschutz und Düngen ist nicht erforderlich. Ein Langzeitdünger im Frühjahr ist hilfreich. Ein zu übermäßiges Nährstoffangebot schadet der Perowskie. Im Topf empfiehlt es sich, häufiger zu gießen. Dabei ist Staunässe zu vermeiden.

Krankheiten/Schädlinge

Perovskia ist eine robuste Zierstrauchgattung, die bei optimalen Bedingungen Krankheiten und Schadbildern gut widerstehen. Dazu zählen sonnenreiche Standorte mit wasserdurchlässigen, nährstoffarmen Böden und milden Witterungseinflüssen. Bei minder geeigneten Umweltbedingungen wie Staunässe, vor allem im Winter, kann Fäulnis auftreten. Lichtknappheit erzeugt lichte, spärlich bewachsene Langtriebe. Geschwächte Pflanzen zeigen sich krankheitsanfälliger.
Auch Pilzbefall durch Rostpilze und bakterielle Erkrankungen häufen sich. Zu unterscheiden sind rundlich veränderte Zonen auf Pflanzenteilen durch Pilzerkrankungen von bakteriell verursachten, eckigen, gelb umrandeten Flecken. In jedem Fall sind beschädigte Bereiche der Pflanze zu entfernen und nötigenfalls Fungizide einzusetzen. Ein Standortwechsel durch Umsetzen der Perowskienpflanze, unterlegen einer Drainageschicht sowie Aufbringen von Kalk oder Sand auf den Boden ist empfehlenswert.

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