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Eigenschaften

  • krautig, ausdauernd, immergrün
  • Verbreitung durch Rhizome
  • traubige lila Blütenstände
  • robust, frosthart
  • helle und warme bis sehr warme Standorte

Liriope

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Die Pflanzen der Gattung Liriope (bot. Liriope) sind immergrün, ausdauernd und krautig mit grasartigem Bild. Es sind einkeimblättrige Bedecktsamer. Sie ordnen sich in die Monokotyledonen ein. Innerhalb der Klasse bilden die Spargelartigen (Asparagales) eine eigene Ordnung. Darin ist die Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) mit eigenen Unterfamilien enthalten.

Die Nolinoideae ist eine der Unterfamilien und sie umfasst zwischen 24 und 30 Gattungen. Eine dieser Gattungen nennt sich Liriope. Liriope sind eine kleine Gattung. Nach der aktuellen Ordnung zählen sechs Arten dazu. Zur Beschreibung der Pflanzen benutzen Botaniker die Art Lioriope muscari. Die Pflanze zeigt alle typischen Eigenschaften der Gattung. Nach molekulargenetischen Untersuchungen wurde die Unterfamilie der Spargelgewächse (Asparagaceae) mit der Gattung Liriope neu eingeführt. Die Angiosperm Phylogeny Group veröffentliche im Jahr 2009 die neue Systematik der Pflanzen.

Blatt

Liriope haben Laubblätter ohne Stiel. Sie sind grasartig schmal, lanzettlich, ganzrandig und durchweg dunkelgrün. Die Blätter stehen aufrecht oder neigen sich bogig zur Erde. Manchmal ist ihre Wirkung lederartig. Sie sind acht bis zwanzig Millimeter breit. Ausnahmen von zwei bis fünfundzwanzig Millimeter kommen vor. Die meist neun bis elf Blattnerven lassen sich gut erkennen. Es gibt Ausnahmen mit einer niedrigeren Anzahl an Blattnerven.

Blüte

Die Blüten stehen stets in einem traubigen Blütenstand. Die Länge der Blütenstängel variiert zwischen acht und fünfundvierzig Zentimeter. Es gibt Ausnahmen mit zwei Zentimeter Länge. Die Blüten sind zu viert bis acht, manchmal zu dritt, in einer Hochblattachsel angeordnet. Hochblätter sitzen oberhalb der normalen Laubblätter und sind reduziert.

Die Blüten der Liriope bauen sich nicht aus Kelch und Krone auf. Die Blütenhülle besteht aus gleich gestalteten Blütenhüllblättern. Botaniker bezeichnen diese Art der Blütenhüllblätter mit dem Begriff Perigonblätter. Bei den Liriope beträgt die Länge der Perigonblätter maximal vier und ihre Breite unter zwei Millimeter. Die Blütenfarben variieren zwischen lila bis dunkelviolett. Die Blütezeit liegt in Europa zwischen Juli und August. Die Blütenrispen oder Blütentrauben haben der Pflanze ihren umgangssprachlichen Namen eingebracht. Die Liriope sind als Glöckchentraube oder Traubenglöckchen bekannt.

Frucht

Die Pflanze entwickelt meistens Beeren. Sie leuchtend blau, rot oder schwarzblau bei Reife. Sie enthalten einen bis vier Samen. Es kommen Arten mit Kapselfrüchten vor. Sie enthalten drei Fächer mit Samen.

Wuchs

Die Pflanze bildet bodenständige, immergrüne und ausdauernde Blatthorste. Sie wirken locker und wachsen langsam. An fleischigen Wurzeln bildet sie Rhizome mit neuen Horsten. Auf diese Weise bedecken die Pflanzen große Flächen und bilden Matten.
Aus den Blattachseln der Horste schieben sich die Blütenschäfte heraus. Aus ihnen entwickeln sich die traubenförmigen, rund zwölf Zentimeter langen Blütenstände. Die Pflanzen wachsen artabhängig auf eine Höhe zwischen 45 Zentimetern und einem Meter heran. Die Breite der einzelnen Pflanze liegt zwischen 20 und 30 Zentimeter.

Standort

Die Pflanzen lieben helle und warme bis sehr warme Standorte. Der ideale Boden ist locker, humos und nährstoffreich. Leicht saure Böden im Halbschatten, zeitweise verschattete Standorte, sind willkommen. Auch höhere Temperaturen überstehen die Pflanzen gut.

Verbreitung

Die Liriope kommen überwiegend in Süd- und Mittel-China vor. In ihren Ursprungsgebieten wachsen sie vorwiegend an Waldrändern, in Wäldern und in Schluchten. Diese Bereiche behalten eine gleichmäßige Feuchte und zeitweiligen Schatten. In Japan sind die Liriope seit langem in Kultur. Sie bilden die Wiesenbereiche in den Gärten.
Als Zierpflanzen haben Liriope zuerst ihren Weg in die Wohnzimmer angetreten. In Mitteleuropa wachsen große Bestände in Parks und öffentlichen Anlagen. Zunehmend erobern sie sich die Privatgärten.

Nutzung

Alle Pflanzen der Liriope sind für Menschen und Tiere giftig. Die Wirkung des Giftes ist mit dem von Maiglöckchen vergleichbar. Liriope sind hauptsächlich als Zierpflanzen in Verwendung. Die japaner züchteten wenige Sorten für den Gartenbereich. In Europa ist Liriope muscari seit längerem als Zimmerpflanze bekannt. Sie fällt mit ihren violetten Blütentrauben in den Sommermonaten auf. Auch ohne Blüten wirkt der sattgrüne Blatthorst elegant. Liriope verbringen den Sommer im Freien. Wichtig ist ein Schutz vor praller Sonne. Größere Exemplare finden einen guten Platz in einem hellen und kühlen Wintergarten. Die dortigen Temperaturen reichen zur Entwicklung der Blütenstände.

Auch im Außenbereich erobern sich Liriope zunehmend einen Platz. Sie sind als Arten vielfältig einsetzbar. Einige attraktive Züchtungen sind in der Verwendung beliebt. Sorten mit weißen Blüten, tiefviolette und blaue Blütentrauben oder panaschierte Blätter erweitern die Auswahl. Liriope sind ein besonderer Blickfang in waldähnlichen Arealen mit Sträuchern und Bäumen. Die grasähnlichen Pflanzen bilden unter den Bäumen eine lockere Pflanzendecke. In Gesellschaft mit Freilandalpenveilchen oder Pestwurz entsteht während des ganzen Jahres ein interessantes Bild. Am Rand von Strauchbereichen bietet der immergrüne Teppich mit lila Blüten und schwarzblauen Beeren einen ungewöhnlichen Anblick.

Liriope schaffen einen angenehmen, sauberen und gleichzeitig attraktiven Übergang zwischen einer Blumenrabatte und dem Rasen. Sie fühlen sich in den leicht schattigen Bereichen von Chinagräsern in der Nähe von Badeseen wohl. Mit ihrer grasartigen Struktur ergänzen sie Blattschmuckstauden. Gemeinsam mit Gräsern und niedrigen Sträuchern entstehen aparte Kombinationen. Auf Mauerkronen bilden sie einen eleganten Abschluss und unterdrücken als Bodendecker Samenunkraut. Auf Gräbern sind Liriope die immergrüne und auffällige, gleichzeitig pflegeleichte Alternative zu aufwändigen Saisonpflanzen. Ihren vollen exotischen Charme entwickeln sie in Pflanzkübeln und Kästen.

Pflege/Schnitt

Liriope brauchen gute, nahrhafte und durchlässige Erde an einem warmen Standort. Staunässe schadet den Wurzeln. In rauen Lagen sind geschützte Bereiche, beispielsweise in der Nähe von Sträuchern, vorteilhaft. Zur Entwicklung vieler Blütenknospen braucht die Pflanze Licht und Sonne. Liriope gedeihen im Halbschatten und im Schatten als grüne Bodendecker. Gute Pflanzzeiten liegen zwischen Frühjahr und Herbst. Dann wachsen die Liriope gut an, bilden neue Wurzeln und erste Rhizome.

Während sehr trockener Zeiträume, ist das regelmäßige Gießen ratsam. Die Pflanzen benötigen keinen Schnitt. Neue Blätter und Blütenstängel überwachsen die alten Blätter. Diese zersetzen sich mit der Zeit und liefern der Pflanze wertvolle Nährstoffe. Die Blütenbildung erfolgt an den Sorten meistens ab dem zweiten Standjahr. Liriope lieben eine Bodenauffrischung durch Humus und Kompost. In rauen Lagen hilft lockerer Schutz aus Reisig und Laub durch die Wintermonate.

Krankheiten/Schädlinge

Als Schädling ist die gemeine Spinnmilbe bekannt. Sie nistet sich in den Blattachseln ein. Manchmal befallen Bakterien oder Pilze die Pflanzen. Schnecken und Kaninchen stellen keine Gefahr dar.

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