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Eigenschaften

  • gut winterharter, aufrechter Strauch
  • herrlich gelbe Blüten und hellgrüne Blätter
  • Blütezeit von April bis Juni und im September
  • stammt aus bergigen Regionen Ostasiens
  • robust und verträgt Abgase

Kerria

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Die Kerrie, auch Japanisches Goldröschen, Goldröschen oder Ranunkelstrauch genannt, ist die einzige Art der monotypischen Pflanzengattung Kerria. Sie kommt in den ostasiatischen Gebirgsregionen vor und gehört zur Familie der Rosengewächse (bot. Rosaceae).

Die gut winterharte Pflanze ist das ganze Jahr über ein dekorativer Strauch. Im Frühjahr erscheinen seine gelben Blüten und in der Sommerzeit entfaltet sich das hellgrüne Laub der Kerrie. Dieses färbt sich zum Herbst hin in einen auffällig gelblichen Farbton. Auch im Winter bestechen die grünen Triebe der Kerria. Das dickichtartig wachsende Gehölz breitet sich schnell aus und wächst im lichten Schatten von Bäumen oder an sonnigen Plätzen.

Blatt

Die wechselständigen Blätter der Kerrie gliedern sich in Blattstiel und Blattspreite. Der Stiel erreicht eine Länge von fünf bis 15 Millimeter. Er ist lang und kahl. Die einfache Blattspreite zeichnet sich durch ihre hellgrüne Farbe aus. Sie erscheint dreieckig bis eiförmig sowie lang zugespitzt. Die Länge der Blattspreite beläuft sich auf drei bis zehn Zentimeter, während die Breite zwei bis vier Zentimeter beträgt. Der Blattrand des Laubes ist scharf doppelt gesägt. Zudem weist die Kerrie häutige Nebenblätter auf. Diese verfügen über einen bewimperten Rand und fallen nach der Blütezeit ab.

Blüte

Die Kerrie blüht von April bis Juni, häufiger bildet sie im Herbst eine Nachblüte. Mit einem Durchmesser von zwei bis sechs Zentimetern sind die Blüten der Pflanze mittelgroß und auffällig. Sie stehen einzeln endständig an kürzeren Seitenzweigen. Der Blütenstiel der Kerrie ist kahl und acht bis 15 Millimeter lang. Flach und kurz tellerförmig präsentiert sich der Blütenbecher.
Die fünf elliptischen Kelchblätter sind auch an der Frucht noch sichtbar. Sie haben einen glatten oder gesägten Rand. Die Kronblätter der Pflanzen sind mit 15 bis 20 Millimetern Länge und zehn bis 18 Millimetern Breite doppelt bis viermal so lang wie die Kelchblätter. In der Wildform erscheinen die breit elliptischen, kurz genagelten Kronblätter in kräftigem Gelb. Es sind viele Staubblätter vorhanden. Zuchtformen der Kerrie besitzen gefüllte Blüten mit kronblattartig umgeformten Staubblättern. Die fünf freien Fruchtblätter haben je zwei Samenanlagen. Der Griffel ist dünn und aufrecht.

Frucht

Das elegante Gehölz entwickelt kahle, runzelige Steinfrüchte in bräunlich-schwarzer Farbe. Sie sind 40 bis 45 Millimeter lang und 35 bis 40 Millimeter breit sowie verkehrt-eiförmig oder kugelig geformt. Die Früchte reifen in der warmen Jahreszeit von Juni bis August.

Wuchs

Die Kerrie erreicht eine Höhe von ein bis zwei, seltener drei Metern. Sie wächst aufrecht mit grünen, rutenförmigen Zweigen, die zunächst kantig sind. Über lange Ausläufer breitet sich die Pflanze aus. Die anfangs grüne Rinde der Zweige präsentiert sich kahl und fein gestreift.

Standort

Der sommergrüne Strauch ist wenig anspruchsvoll, was den Standort betrifft. Er gedeiht auf allen gut durchlässigen Bodenarten, von alkalisch bis leicht sauer. Ein frischer und maximal mäßig kalkhaltiger Untergrund ist ideal. Die Kerrie fühlt sich in voller Sonne und im Schatten hoher Bäume wohl. Bei zu intensiven Sonnenstrahlen bleichen die Blüten der Pflanze etwas aus. Die Kerrie benötigt viel Raum, da sie starke Ausläufer bildet und sich schnell ausbreitet.

Verbreitung

Die Kerrie stammt aus den Gebirgsregionen von Ostasien. Dort ist sie vor allem in Japan (vorwiegend Zuchtformen) und China weit verbreitet. Seit dem neuen Jahrtausend haben sich die schönen Pflanzen der Gattung in Mitteleuropa zu einem beliebten Gewächs für private und öffentliche Gärten entwickelt. In der Schweiz und in Westrussland ist das Gehölz eingebürgert, in anderen Ländern Europas nur vereinzelt verwildert.

Nutzung

Die asiatische Pflanzengattung gilt als industriefest, denn sie ist widerstandsfähig gegen Abgase. Deshalb kommt sie häufiger an Straßenrändern und in Vorgärten zum Einsatz. Zum Teil dient die Kerrie als Schnitthecke. Dafür eignet sich die Pflanze allerdings bedingt, da sie laufend waagerechte, rutenförmige und bogig nach unten hängende Seitentriebe ausbildet. Als kleine, freiwachsende Blütenhecke macht sich das Gehölz gut.

Pflege/Schnitt

Die Kerrie ist wenig pflegeintensiv. Sie braucht verhältnismäßig wenig Wasser und Düngemittel. Es kann sogar schädlich sein, die Pflanze großzügig zu düngen. Zu viel Stickstoff führt häufig zum Ausfall der Blüte. Bei anhaltend trockenen Böden im Sommer muss der Gärtner seinem Strauch mehr Wasser zuführen. Als Flachwurzler ist die Kerrie nicht in der Lage, sich aus der Tiefe des Erdreichs genügend Wasser zu ziehen. Es empfiehlt sich, durchdringend zu gießen, wenn die Bodenoberfläche gut abgetrocknet ist. Bei häufigen Regenfällen bedarf der Zierstrauch keiner zusätzlichen Wasserzufuhr. Blüht die Pflanze zu wenig intensiv, ist sinnvoll, sie mit mineralischem Dünger zu versorgen. Bei einem nährstoffreichen Substrat kann der Gärtner komplett auf die Gabe von Düngemittel verzichten. Ist der Boden mager, bietet es sich an, im Frühjahr mit Kompost zu düngen.

Im Idealfall lichtet der Pflanzenfreund seine Kerrie regelmäßig direkt nach der Blüte aus. Um den Strauch zu verjüngen, schneidet er alte Äste unmittelbar am Boden ab. Da die Kerrie enorm blühfreudig ist, stellt der Rückschnitt die wichtigste Pflegemaßnahme dar. Verzichtet der Gärtner über längere Zeit auf das Schneiden der Pflanze, breitet sie sich extrem aus. Dies hat nicht nur optische Nachteile, sondern gefährdet auch benachbarte Gartenpflanzen.

Das Gehölz bildet zahlreiche Ausläufer und vermehrt sich damit weitestgehend von allein. Um an einem weiteren Standort im Garten eine Kerrie zu platzieren, gräbt der Gärtner im Frühjahr bewurzelte Ausläufer der Mutterpflanze vorsichtig aus. Er pflanzt sie daraufhin am gewünschten Ort wieder ein. Alternativ gelingt es mit Stecklingen, die Kerrie zu vermehren. Diese nimmt der Gärtner von Juni bis September. Es empfiehlt sich, in erster Linie die Triebspitzen zu verwenden und zehn Zentimeter lange Kopfstecklinge zu schneiden. Die bewurzelten Stecklinge überwintern am besten in kühlen Räumen, bevor sie im Frühjahr ins Freiland übersiedeln.

Krankheiten/Schädlinge

Die Kerrie ist ein robuster und pflegeleichter Strauch. Spezifische Krankheiten sind bei der Pflanze nicht bekannt. Gleiches gilt in Bezug auf Schädlinge.

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