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Eigenschaften

  • horstige Stauden bis über einen Meter Höhe
  • gelbe Blüten in rispigen Blütenständen erscheinen ab Hochsommer
  • gedeiht am besten an sonnigen Standorten
  • extrem anspruchslos und pflegeleicht
  • vor allem nordamerikanischer Herkunft

Goldruten

Gattung Solidago ab €3.70 kaufen
     
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Die Goldruten, welche den botanischen Namen Solidago tragen, bezaubern durch ihren goldgelben Blütenstand, welcher weithin gut sichtbar ist. Sie gehören zu den Korbblütern (bot. Asteraceae) und sind mit ihren etwa 100 Arten hauptsächlich in Nordamerika vertreten.

Die spät blühenden Goldruten bringen mit ihren goldgelben Blütenständen jeden Garten zum Leuchten. Die fedrigen, überhängenden goldenen Ruten der Wildblumenstaude verbreiten trotz der Größe vieler Arten einen filigranen Charme und locken nahrungssuchende Bienen an. Mit ihrer robusten und pflegeleichten Art sind Goldruten in den Händen unerfahrener Gärtner bestens aufgehoben und verzeihen Pflegefehler klaglos. Je nach Art bereichert eine Goldrute den Garten als zentrales Solitärelement oder kann als Pflanze für den Hintergrund manch unschöner Ecke einen goldenen Zauber verleihen.

Blatt

Die Blätter wachsen wechselständig und sind gestielt oder sitzen direkt am Stängel. Die Blattspreite ist einfach und lanzettlich ausgeformt. Der Blattrand ist gesägt oder ganzrandig.

Blüte

Die körbchenförmigen Blüten stehen in oftmals verzweigten, lockeren Rispen zusammen. Die Strahlenblüten sind weiblich und leuchten in Weiß oder Gelb. Die Röhrenblüten sind zwittrig und gelb gefärbt. Die Blütezeit erstreckt sich von August bis Oktober, wobei Einzelpflanzen eine kurze Blütezeit aufweisen.

Frucht

Die Fruchtreife bringt sogenannte Achänen hervor, welche sich über ein Schirmchen aus 25 bis 45 Borsten mit dem Wind verbreiten.

Wuchs

Die Goldruten sind ausdauernde krautige Pflanzen mit artabhängig verholzenden Stängeln. Die erreichten Wuchshöhen variieren je nach Art zwischen fünf Zentimetern und einem Meter. Ein unterirdisches Rhizom ist ein Überdauerungsorgan und macht viele Arten ausbreitungsstark. Viele typische Zierarten im Garten zeichnen sich durch einen horstigen Wuchs aus.

Standort

Die Goldrute gedeiht am besten an vollsonnigen Standorten auf mäßig nährstoffreichen Böden, welche die Feuchtigkeit gut speichern. Sie ist ausgesprochen anpassungsfähig und kann halbschattige oder schattige Standorte und nährstoffarme Bedingungen vertragen.

Verbreitung

Die meisten Arten der Goldruten sind in Nordamerika verbreitet und siedeln in Prärien und an Berghängen. Vier Arten stammen aus Südamerika und kaum zehn Arten sind auf dem eurasischen Kontinent beheimatet. Einige nordamerikanische Arten fanden als invasive Spezies den Weg nach Europa und sind regelmäßig auf Ruderalflächen wie Brachgeländen und Bahndämmen zu finden.

Nutzung

Die Goldruten besitzen Wirkstoffe, welche sie für die Heilkunde interessant machen. Vorbeugend kommen sie gegen Erkrankungen der Harnwege zum Einsatz und verschaffen Abhilfe bei rheumatischen Beschwerden. Die Stängel und Blätter eignen sich zur Herstellung eines rötlichen bis goldenen Farbstoffes. Im Garten zieren Goldruten Beethintergründe und Steingärten mit ihrem leuchtenden Gelb. Als Schnittblumen in der Vase erweisen sich Goldruten als ausdauernd.

Pflege/Schnitt

Goldruten sind extrem robust und pflegeleicht. Das Auspflanzen erfolgt im Mai, sobald die Gefahr von Bodenfrösten abgeklungen ist. Düngergaben sind nicht erforderlich, da Goldruten auch nährstoffarme Böden erfolgreich besiedeln. Um ein unkontrolliertes Ausbreiten der Goldrute im Garten zu vermeiden, empfiehlt sich ein Rückschnitt. Diesen nimmt der Gärtner nach der Blüte vor, bevor der Wind die Samen vom Wind davonträgt. Gleichzeitig erhöht es die Chance eines zweiten Blütenaustriebes im Herbst.
Für den Winter sind keine speziellen Maßnahmen nötig, da Goldruten frosthart sind. Die Wuchskraft der Goldruten lässt sich durch eine Teilen des Wurzelstockes alle drei bis vier Jahre maximieren. Um den Ausbreitungswillen der Goldrute im Staudenbeet im Griff zu behalten, ist es empfehlenswert, die Pflanze im Bett in einen Topf zu pflanzen, welcher den Wuchs des Rhizoms bremst.

Krankheiten/Schädlinge

Häufiger siedelt sich auf den Blättern Mehltau an. Diesem Pilzbefall beugt der Gärtner durch ein regelmäßiges, verjüngendes Teilen der Pflanze vor. Es ist ratsam, das Feuchteregime des Bodens zu überprüfen. Mehltau tritt verstärkt in zu trockenen Bedingungen auf. Bei dauerhaft feuchten Böden kann die Wurzel faulen und die Pflanze absterben. Meist meiden Schnecken und andere Schädlinge die Goldruten.

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