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Eigenschaften

  • bevorzugen sonnige, windgeschützte Standorte
  • empfindlich gegen Staunässe
  • Blütezeit von Sommer bis Herbst
  • Wuchshöhe zwischen 80 und 160 Zentimeter
  • ursprüngliche Vorkommen fast ausschließlich in Afrika

Fackellilien

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Die in Afrika beheimatete Pflanzengattung Kniphofia umfasst 70 Arten und trägt im Deutschen die sprechenden Namen Fackellilien oder Raketenblumen. Beide Bezeichnungen beziehen sich auf die auffälligen Blütenstände, die hoch hinaus ragen und einen wunderschönen Hingucker im Garten darstellen.

Die Fackellilien gehören zur Familie der Affodillgewächse (Asphodelaceae), zu denen auch die Aloe-Pflanzen zählen. Ihren ungewöhnlichen wissenschaftlichen Gattungsnamen, Kniphofia, erhielten die bezaubernden Fackellilien in Würdigung des deutschen Botanikers Johann Hieronymus Kniphof, auf den das erste deutsche Herbarium zurückgeht. In Gärten erfreuen sich die Fackellilien als exotische Zierpflanzen großer Beliebtheit. Sind ihre Standortansprüche berücksichtigt, sind sie pflegeleicht und für den engagierten Hobbygärtner geeignet.

Blatt

Die Blätter sind grasartig und wachsen aus einer grundständigen Rosette. Sie bleiben im Winter erhalten. Die Blätter sind auf ganzer Länge gekielt und besitzen einen glatten oder gezähnten Rand.

Blüte

Mit der Blüte ist ab dem zweiten Jahr nach Pflanzung zu rechnen. Die zwittrigen Einzelblüten der Fackellilien sind gestielt. Sie sind dreizählig und besitzen trichterförmig oder glockig verwachsene Kronblätter. Die Blüten stehen an einem lang gestielten Blütenstand in einer Traube zusammen. Die Blütenfarbe reicht von scharlachrot über orange bis gelb, wobei verschieden gefärbte Blüten an einer Pflanze vorkommen. Einige Sorten blühen grün, weiß oder dreifarbig. Häufig stehen die intensiver gefärbten Blüten an der Spitze des Blütenstandes. Sortenabhängig zeigen die Fackellilien ihre Blüten zwischen Juni und Oktober.

Frucht

Nach dem Abblühen entsteht aus jeder Einzelblüte eine runde bis eiförmige Kapselfrucht, die dreikantige Samen enthält, die oft geflügelt sind.

Wuchs

Fackellilien wachsen krautig und bilden Horste aus. Unterirdisch besitzen sie Rhizome, die als Überdauerungsorgan fungieren. Mit bis zu 160 Zentimeter Wuchshöhe erreichen sie Mannshöhe. Die kleinsten Arten erreichen Höhen von 80 Zentimetern.

Standort

Wie in ihrem Heimatland mögen Fackellilien im Garten die Sonne und bevorzugen sonnige Standorte. Um die hochwachsenden Blütenstände zu schonen, eignen sich windgeschützte Standorte am besten. Der Boden sollte leicht frisch, nährstoffreich und humos sein. Ein kalkhaltiger Boden fördert den Wuchs der Pflanze.

Verbreitung

Die Fackellilien stammen vorwiegend aus Afrika, wobei sie vor allem in Süden und Osten vorkommen. Die einzigen Ausnahmen sind eine Art aus Madagaskar und eine, die auf der arabischen Halbinsel vorkommt.

Nutzung

Wegen ihrer dekorativen Blüten sind Fackellilien seit einiger Zeit als Zierpflanzen in Parks und Gärten beliebt.

Pflege/Schnitt

Der beste Pflanzzeitpunkt für Fackellilien ist das Frühjahr. So haben sie genug Zeit über den Sommer anzuwachsen. Um einen guten Wuchs zu gewährleisten, ist eine Beigabe von Kompost in das ausreichend tiefe Pflanzloch zu empfehlen. Nach dem Blühen ist das Düngen mit Hornspänen möglich. Generell sind Fackellilien anfällig gegen Überdüngung, sodass sparsam vorzugehen ist.

Staunässe verträgt die Fackellilie nicht. Stehendes Wasser stellt vor allem im Winter eine Gefahr dar. Eine Drainageschicht am Boden des Pflanzloches schafft Abhilfe. Auch zu trockener Boden bekommt der Fackellilie nicht, sodass eine regelmäßige Wässerung am Morgen oder Abend im Sommer zwingend notwendig ist. Es ist darauf zu achten, die Blätter nicht zu benetzten, da dies zu Verbrennungen führen kann.

Fackellilien sind bedingt winterhart und benötigen einen Frostschutz, der die empfindlichen Wurzelballen schützt. Zum Teil stellen die eigenen zusammengebundenen Blätter der Pflanze einen solchen Schutz dar. Zusätzlichen Schutz bietet trockenes Laub oder Tannenreisig. Letzteres schützt die Pflanze vor praller Wintersonne. Der Rückschnitt der Blätter erfolgt bis auf eine Handbreit über dem Boden. Die Blütenstände sind am besten nach dem Abblühen im Herbst zu entfernen, um die energiezehrende Samenbildung zu unterbinden.

Die Vermehrung über Aussaat funktioniert leicht in Anzuchtschälchen, in denen die Fackellilien bis zum darauf folgenden Frühjahr heranzuziehen sind. Die einjährigen Pflänzchen ziehen anschließend in den Garten ein. Um selbst geerntete Samen zur Keimung zu animieren, ist eine Lagerung im Kühlschrank notwendig. Weitere Möglichkeiten zum Vermehren sind das Abtrennen von Tochterrosetten oder die Teilung des Wurzelstockes mit einem scharfen Messer.

Krankheiten/Schädlinge

Schädlinge treten vor allem bei ungünstigen Standortbedingungen oder Überdüngung auf. Thripse hinterlassen Kotkügelchen und silbrige Flecken auf den Blättern und den Blüten. Die Bekämpfung erfolgt über natürliche Gegenspieler wie Florfliegen oder Blumenwanzen. Auch Brennnessel- oder Zwiebelsud schaffen Abhilfe. Schnecken lassen sich die Blätter gern schmecken. Abendliches Absammeln oder der Einsatz von Fadenwürmern dezimiert diese Schädlinge.

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