Klassifikation

botanische Namen anzeigen
Zurück Weiter
nur bestellbar
Botanik Explorer

Eigenschaften

  • zierliche Kräuter und Halbsträucher
  • intensiv aromatischer Duft in der Vollsonne
  • schmackhafte Gewürzpflanzen
  • kaum Ansprüche an den Standort
  • besonders pflegeleichte Gewächse

Dost

Gattung Origanum ab €3.00 kaufen
     
  • Beschreibung
  • Arten
  • Fotos
  • Pflanzen in unserem Sortiment
  •  

Dost (bot. Origanum) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Lippenblütengewächse (Lamiaceae). Es sind rund 44 Arten innerhalb dieser Gattung beschrieben, wobei der Gewöhnliche Dost (Origanum vulgare) der bekannteste Vertreter ist. Weiter verbreitet ist der Name Oregano, der übersetzt Bergwonne bedeutet.

Einige Arten aus dieser Gattung gelten als beliebte Küchenkräuter. Die zierlichen Gewächse sind unglaublich dekorativ. Sie bilden niedrigwüchsige Teppiche aus, die ein zartes Aroma versprühen. Davon fühlen sich auch Wildbienen und Schmetterlinge angezogen, die während der Blütezeit die wunderschönen Lippenblüten umschwärmen. Wer Arten aus dieser Gattung in seinen Garten pflanzt, darf sich lange über ein mediterranes Flair erfreuen. Die Blütenpracht erstrahlt über mehrere Wochen und verwandelt die Beete in eine lebendige Oase.
Als Gewürzkräuter erfüllen die Pflanzen gleich einen weiteren Nutzen. Zahlreiche Arten liefern einen optischen und kulinarischen Genuss. Während Oregano gerne auf Pizzagerichten Verwendung findet, verfeinert Majoran Fleisch- und Fischmahlzeiten. Nicht umsonst trägt es den Namen "Wurstkraut". Einige Vertreter dieser Gattung machen im Beet eine gute Figur. Als Topfpflanzen bereichern sie den Balkon oder Terrassen. Zahlreiche Zuchtformen bieten eine vielfältige Abwechslung für das Auge. Es gibt Sorten mit panaschierten Blättern, die für auffällige Farbkontraste sorgen.

Blatt

Die Arten innerhalb dieser Gattung bilden einfache Blätter aus, die in ihrer Struktur eiförmig bis länglich sind. Der Blattrand ist ganzrandig oder gezähnt bis gekerbt. Arten mit ganzrandigen Blatträndern rollen diesen meist nach oben ein. Bei manchen Vertretern sind die Blätter leicht behaart. Sie entwickeln eine Länge von bis zu drei Zentimetern. Sie laufen spitz zu und stehen gegenständig am Stängel.

Blüte

Die zahlreichen kleinen Blüten stehen in dichten Blütenständen zusammen, die aus ährig aufgebauten Teilblütenständen bestehen. Jede Einzelblüte trägt ein kleines Hochblatt. Die Blüten sind typisch für Lippenblütengewächse. Sie folgen einem fünfzähligen Aufbau und sind spiegelsymmetrisch. Ihre fünf Kelchblätter bilden einen glockenförmigen Becher.

Sie Kronblätter tragen eine weiße bis violette Färbung und sind glockenförmig verwachsen. Einige Arten erstrahlen in einem purpurroten bis tief violetten Farbton. Die Blüten erinnern an eine zweilippige Gestalt, die aus Ober- und Unterlippe besteht. Die Unterlippe ist aus drei Lappen zusammengesetzt, wobei der mittlere Lappen herausragt und größer ist als die seitlichen Lappen. Die prachtvolle Blütezeit erstreckt sich von Juli bis September.

Frucht

Die Teilfrucht entsteht aus dem oberständigen Fruchtknoten, der aus zwei Fruchtblättern besteht. Durch die nachträgliche Bildung einer falschen Scheidewand ist der Fruchtknoten in vier Kammern eingeteilt. Diese Kammern sind an der Frucht erkennbar. Die Zerfallfrucht teilt sich in vier kleine Nüsschen auf.

Wuchs

Die mehrjährigen Kräuter treiben jedes Jahr neu aus dem reich verzweigten Wurzelstock aus. Sie entwickeln unterirdische Ausläufer, über die sie sich weit ausbreiten. Dost-Arten bilden innerhalb kurzer Zeit große Polster aus. Die Gewächse erreichen Höhen zwischen 40 und 60 Zentimetern. Ihre Stängel weisen eine typisch vierkantige Form auf und verzweigen sich dicht über der Erde. Die Sprossachse ist leicht behaart. An der Basis verholzt die Sprossachse leicht. Manche Arten gehören zu den Halbsträuchern.

Standort

Die Pflanzen stellen keine hohen Ansprüche an ihren Standort. Sie lieben einen vollsonnigen, warmen Standort. Am höchsten Punkt in der Kräuterspirale oder im vollsonnigen Beet fühlen sie sich am wohlsten. In der Sonne verbreiten die Pflanzen ihr herrliches Aroma am stärksten. Sie wachsen üppig in einem leichten und durchlässigen Boden. Da die Arten auf mageren und leicht kalkhaltigen Standorten vorkommen, benötigen sie wenige Nährstoffe.

Verbreitung

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieser Gattung liegt im Süden Europas. Von hier aus bahnten sich die Gewürzkräuter ihren Weg durch ganz Europa. Am häufigsten finden sich die Pflanzen in der gemäßigten Klimazone.

Nutzung

Die polsterbildenden Pflanzen schmücken jeden Steingarten mit dezenten Farbtönen. In der Kräuterspirale macht er ganz weit oben eine gute Figur. Die zarten Blüten zieren Beete und dienen gleichzeitig als wertvolle Nahrungsquellen für Bienen und Schmetterlinge. Im naturnahen Garten dürfen Dostarten nicht fehlen. Sie harmonieren mit Pflanzpartnern wie dem Gewöhnlichen Salbei (Salvia officinalis, Thymian (Thymus vulgaris), Basilikum (Ocimum basilicum) oder Bohnenkraut (Satureja).

Frische Triebspitzen und Blätter liefern schmackhafte Aromen in Salaten oder dienen zum Aufbrühen von Tee. Eine Ernte ist während der gesamten Vegetationsperiode zwischen Frühjahr und Herbst möglich. Die geernteten Pflanzenteile eignen sich zum Trocknen an einem schattigen Ort. Durch eine Lagerung in geschlossenen Gläsern bewahren sie ihr Aroma über lange Zeit.

Pflege/Schnitt

Ein mäßig mit Nährstoffen versorgter Boden kommt den Pflanzen zugute. Unter diesen Bedingungen entwickeln sie einen hohen Anteil an ätherischen Ölen. Eine Kompostzugabe im Frühjahr deckt den Bedarf an Nährstoffen ab. Dost-Arten zeigen sich als anspruchslose Arten im Bezug auf die Pflege. In kalten Wintermonaten zeigen sich die Pflanzen dankbar über eine Schicht aus Reisig. Gießen ist nicht notwendig.

Ein regelmäßiger Rückschnitt der Pflanzen im Frühjahr ist wichtig, da ältere Pflanzen zunehmend zum Verholzen neigen. Der Schnitt erfolgt eine Handbreit über dem Boden. Auf diese Weise wachsen die Sträucher kompakt nach und bilden ein dichtes Polster. Das Schneiden der Samenstände ermöglicht eine Aussaat im Folgejahr. Die neuen Pflanzen bilden nicht zwingend die gleiche Farbe aus wie die Ahnenpflanzen.

Eine Vermehrung ist über Teilung der Altpflanzen möglich. Der beste Zeitpunkt für eine Teilung ist der Herbst nach der Blüte. Im Frühjahr eignen sich abgeschnittene Triebspitzen mit einer Länge zwischen acht und zehn Zentimetern zur Vermehrung über Kopfstecklinge. In sandig bis humosem und leicht feuchtem Substrat bilden die Stecklinge innerhalb kurzer Zeit Wurzeln aus.

Krankheiten/Schädlinge

Obwohl die Pflanzen gerne auf mageren Böden wachsen, besteht das Risiko eines Nährstoffmangels. Dieser äußert sich darin, dass sich die unteren Blätter gelb verfärben. Organischer Flüssigdünger im Gießwasser schafft Abhilfe. Allgemein sind die Arten wenig anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Zikaden und Blattläuse machen sich manchmal an den Pflanzen zu schaffen. Selten sind die Pflanzen von Rostkrankheiten betroffen. Dieser Pilzbefall äußert sich auf den Blattoberflächen durch rötlich braune Flecken. Die betroffenen Blätter beginnen zu verwelken, bis sie schließlich abfallen. Ein regelmäßiges Besprühen mit Sud aus Ackerschachtelhalm schafft Linderung.

Alle Fotos anzeigen
nach botanischer Bezeichnung sortieren
Produkte vergleichen