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Eigenschaften

  • buschiger, lockerer bis leicht ausladender Wuchs
  • reiche Blütenpracht von Juni bis September
  • Blüten in endständigen Ähren angeordnet
  • horstbildend
  • pflegeleicht und anspruchslos

Bergknöteriche

Gattung Aconogonon ab €7.00 kaufen
     
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Die Gattung der Bergknöteriche (bot. Aconogonon) zählt zur Familie der Knöterichgewächse (bot. Polygonaceae) innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen (bot. Caryophyllales). Sie umfasst 30 Arten, die hauptsächlich im Gebiet des Himalaya sowie angrenzenden Regionen heimisch sind.

Für die Pflanzenfamilie typisch, weisen auch die Bergknöteriche an den Stängeln verdickte Knoten auf. Ein weiteres markantes Merkmal stellt die röhrenförmige Nebenblattscheide dar, deren Funktion es ist, die jungen Blätter vor Verletzung und Verdunstung zu schützen. In hiesigen Gärten erfreuen sich die mehrjährigen Pflanzen aufgrund ihres strauchartigen Wuchses und ihrer langanhaltenden enormen Blütenfülle großer Beliebtheit. Dekorativ wirken die als Bienenweide fungierenden Bergknöteriche als Unterpflanzung von Gehölzen oder als Solitärpflanze auf einer großen Fläche.

Blatt

Das sommergrüne Laub der Bergknöteriche ist ganzrandig, matt derb und bei vielen Arten lanzettförmig. In der Sonne glänzen die stängelumfassenden, wechselständigen Blätter in mittel- bis dunkelgrüner Farbe und stellen damit im Garten einen echten Blickfang dar. Ihre Länge variiert von fünf bis 35 Zentimetern. Wie viele andere Knöterichgewächse, besitzen die zur Gattung Aconogonon zählenden Arten eine röhrige, häutige Scheide (Ochrea). Diese sitzt am Blattstielgrund und läuft spitz zu. Sie gilt als Produkt der verwachsenen Nebenblätter. Damit die Knospen nicht austrocknen, befinden sich auf der Innenseite schleimabsondernde Drüsen. Im Herbst färben sich die Blätter gelb und fallen später ab.

Blüte

Charakteristisch für die Gattung der Bergknöteriche sind die rund zehn Zentimeter großen, ährigen bis rispenartigen Blütenstände. Bei den meisten Arten sitzen sie am Ende der Sprosse. Von Juni bis September treten sie aufrecht stehend oder nickend in Erscheinung. Die in den meisten Fällen zwittrigen Blüten, sind mit einem Durchmesser von wenigen Millimetern klein. Trotzdem locken sie eine Vielzahl von Insekten an und bringen auf diese Weise Leben in den Garten. Sie sind radiärsymmetrisch, was bedeutet, dass sie sich an zwei oder mehreren Achsen spiegeln lassen. Zwei bis vier Fruchtblätter bilden einen oberständigen, einkammerigen Fruchtknoten. Die zwei bis vier Griffel mit kopfigen Narben liegen frei oder sind an ihrer Basis verwachsen.

Frucht

Bergknöteriche bilden Nussfrüchte (Achänen), die in der Regel stumpf dreieckig, bikonvex oder bikonkav sind. Die fünf bis sechs Millimeter großen Früchte verbreiten sich oft mit der Blütenhülle, die ihnen anhaftet.

Wuchs

Die krautigen Aconogonon-Arten präsentieren sich mit aufrechtem, buschigem oder locker aufgebautem und im Alter leicht überhängendem Wuchs. Sie bilden Horste und erreichen eine Höhe von 150 bis 200 Zentimeter und eine Breite von 60 bis 150 Zentimeter. Ausläufer bilden sie nicht. Der Stauden-Liebhaber hat keine unkontrollierte Ausbreitung der mehrjährigen Pflanzen in die Fläche zu befürchten.

Standort

Die Pflanzen der Gattung Aconogonon bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Auf ausreichend feuchten, durchlässigen und nährstoffreichen Böden finden die sehr anpassungsfähigen Bergknöteriche optimale Wachstumsbedingungen vor. Staunässe vertragen sie nicht. Idealerweise bekommen die mitunter dichte Bestände bildenden Pflanzen eine Fläche von ein bis zwei Quadratmetern in windgeschützter Lage zur Verfügung gestellt.

Verbreitung

Die meisten der 30 Arten sind in Eurasien beheimatet. In diesem Zusammenhang sind Länder wie Russland, China, Indien, Pakistan, Nepal und die Mongolei zu nennen. Einige Arten wachsen im ostasiatischen Raum oder im westlichen Nordamerika. Lediglich die Art Aconogonon alpinum ist in den europäischen Bergregionen anzutreffen.

Nutzung

Bergknöteriche zählen dank ihrer vollen Blütenpracht zu den beliebtesten Gartenpflanzen. Sie finden als zierende Staude in Blumenbeeten, Rabatten und Steinanlagen Verwendung. Einige Arten eignen sich durch ihren hohen Wuchs als zierende Hintergrundbepflanzung. Des Weiteren stellen diese Arten eine hervorragende Alternative zu Gehölzen dar. Ferner sind sie als natürlicher Sichtschutz einsetzbar, mit dem sich neue Gestaltungsakzente setzen lassen. Als Schnittblume wirken die zur Gattung Aconogonon zählenden Arten mit ihrer weiß-gelblichen, rosafarbenen oder roten Blütenfülle in der Vase dekorativ.

Pflege/Schnitt

Aconogonon-Arten sind relativ anspruchslos, wodurch sich der Pflegeaufwand in Grenzen hält. Zu achten ist lediglich darauf, dass die Stauden aufgrund ihres starken Wachstums nicht andere Pflanzen in der Rabatte verdrängen. Es genügt vollkommen, die Bergknöteriche regelmäßig zu gießen und den Boden zwischenzeitlich abtrocknen zu lassen. Um die Pflanzen zu einer Nachblüte anzuregen, erfolgt unmittelbar nach der Blüte ein Rückschnitt der verblühten Blütenstände über dem ersten Blattpaar. Mit einem bodennahen Rückschnitt im Herbst lässt sich das Wachstum der robusten Bergknöteriche im Zaum halten. Die natürlich in Bergregionen vorkommenden Pflanzen sind gut frostverträglich, sodass sie die heimischen Winter ohne Mühen überstehen.

Krankheiten/Schädlinge

Bergknöteriche zeigen sich unanfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall. In feuchten Perioden sind Blattfleckenkrankheiten nicht auszuschließen, in trockenen Jahren sind Spinnmilben schädigende Gäste.

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