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Eigenschaften

  • einjährig bis ausdauernd
  • endständige Blütenkörbchen
  • wichtige Nutz- und Zierpflanze
  • Gattung mit rund 100 Arten
  • weltweit verbreitet

Alante

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Alant (bot. Inula) ist eine Pflanzengattung aus der Familie Asteraceae (Korbblütler). Vorrangig wachsen die rund 100 Arten in der Alten Welt. Die Pflanzen kommen als Küchen- und Heilkräuter zum Einsatz. Manche Vertreter eignen sich als Zierpflanzen.

Die Gattung Inula stellte Carl von Linné auf. Ihr botanischer Gattungsname leitet sich vom griechischen Begriff hinaein ab, was sich mit ausleeren oder reinigen übersetzen lässt. Der Name bezieht sich auf die abführende Wirkung der aus dem Wurzelstock gewonnenen Droge. In Deutschland wachsen mehrere Arten der Alante als Wildpflanzen. In früherer Zeit gehörte beispielsweise der Echte Alant zu den bedeutenden Volksarzneimitteln. Hauptsächlich soll er gegen Brustkrankheiten helfen. Bei Magenschmerzen verwendeten die Menschen den Alantwein. Dieser besitzt möglicherweise eine magenstärkende Wirkung. Ebenso erhalten die Gewächse in der Tierheilkunde Relevanz. Sie kommen als natürliches Heilmittel gegen die Schafraude (Schafräude) zum Einsatz.

Blatt

Alante bilden einfache, grund- oder wechselständig angeordnete Laubblätter aus. Sie verteilen sich an den Stängeln der Pflanzen. Sie weisen einen glatten oder gezähnten, seltener einen gesägten Rand auf.

Blüte

Die Alante besitzen endständige Blütenkörbchen, die einzeln oder in Blütenständen stehen. Letztere sind bei den Arten unterschiedlich aufgebaut. Die Blütenkörbe erreichen einen Durchmesser zwischen einem und vier Zentimetern. Sie beinhalten Zungen- und Röhrenblüten. Die Hüllblätter bilden vier bis sieben Reihen. Bei den Blüten existieren Spreublätter.

Jeder Blütenkorb weist einen äußeren Kranz aus 50 bis 150 Strahlen- oder Zungenblüten auf. Innerhalb des Kranzes befindet sich eine Scheibe aus radiärsymmetrischen Röhrenblüten (Scheibenblüten). Im Normalfall besitzt ein Blütenkörbchen 100 bis 250, seltener unter 50 dieser Exemplare. Bei beiden Blütentypen kommen verwachsene, gelb bis orange gefärbte Kronblätter vor.

Frucht

Die Früchte sind vier- bis fünfrippige Achänen (nussähnliche Schließfrüchte). Diese besitzen einen einreihigen Pappus (Federkrone).

Wuchs

Die verschiedenen Alant-Arten wachsen als ausdauernde, seltener einjährige krautige Pflanzen. Wenige Exemplare sind Sträucher. Bei den unterschiedlichen Vertretern variiert die Größe. Manche Inula-Pflanzen eignen sich aufgrund ihrer geringen Höhe für den Steingarten. Ebenso beinhaltet die Gattung Hochstauden. Diese erreichen eine Wuchshöhe von über drei Metern. Bei den hochwachsenden Arten nehmen die Laubblätter beachtliche Ausmaße an.

Standort

Die Pflanzengattung bevorzugt einen hellen, sonnenreichen Standort. Manche Arten tolerieren halbschattige Lagen. Aufgrund ihrer empfindlichen Blüten brauchen die Gewächse einen windgeschützten Platz. Zusätzlich profitieren Alante von einem nährstoffreichen Boden.

Verbreitung

Die Gattung Inula stammt aus der Alten Welt. Mehrere Arten wachsen in Eurasien und Afrika. In weiteren Arealen weltweit kommen die Pflanzen als Neophyten (Gewächse, die sich außerhalb ihres Heimatgebiets etablieren) vor.

Nutzung

Aufgrund der leuchtend gelben bis orangefarbenen Blütenkörbe eignen sich die Alant-Arten als Zierpflanzen. Manche Vertreter kultivieren die Menschen seit der Antike. Ihren botanischen Gattungsnamen tragen die Pflanzen seit der Römerzeit. Ihre Wurzeln enthalten Alantstärke (Inulin). Dieses fungiert bei den Exemplaren als Reservekohlenhydrat. Das Polysaccharid (Mehrfachzucker) findet nach der Extraktion als Diätzucker Verwendung.

Ebenso kommen die unterschiedlichen Arten als Heilpflanzen zum Einsatz. Sie sollen entzündungshemmend und auswurffördernd wirken. Mehrere Inhaltsstoffe stehen in dem Ruf, harntreibend und blutreinigend zu sein sowie Husten und Krämpfe zu dämpfen. Des Weiteren sollen Aufgüsse aus den Pflanzenteilen die Verdauung fördern. In der Naturheilkunde verwenden die Menschen Alant gegen Asthma. Zusätzlich sollen die Gewächse gegen einen entzündeten Darm, Gallenbeschwerden und Mandelentzündungen helfen. Homöopathen empfehlen Tinkturen aus den Inula-Arten gegen Beschwerden in den Wechseljahren.

Pflege/Schnitt

Alante benötigen einen humusreichen, vorwiegend trockenen Boden. Aufgrund ihres Wurzelsystems profitieren sie von einem durchlässigen Untergrund. Die Pflanzen brauchen regelmäßige Wassergaben. Dabei gießen die Gärtner in geringen Mengen. Staunässe vertragen die Gewächse nicht. Inula zählt zu den Pflanzengattungen mit einem moderaten Nährstoffbedarf. Im Spätsommer und im Frühling düngen die Besitzer die Pflanzen mit Kompost oder Mulch.

Die winterfesten Alante-Arten brauchen keinen Frostschutz. Im Frühjahr schneiden die Gärtner die Exemplare stark zurück. Regelmäßig entfernen sie welke oder abgestorbene Triebe und Blätter. Zudem untersuchen sie die Inula-Pflanzen ab und an auf Schädlinge.

Krankheiten/Schädlinge

Häufig befallen Blattläuse und Schildkäfer die Pflanzen. An feuchten Standorten oder bei dichter Pflanzung tritt Mehltau auf.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Alante Inula

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