Klassifikation

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  • Ordnung: Rosenartige
  • Familie: Hanfgewächse
  • Gattung: 2 Einträge
  • Art: 1 Eintrag
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Eigenschaften

  • variable Blattformen
  • unscheinbare kleine Blüten, die in Gruppen stehen
  • reduzierte Blütenstrukturen dienen der Windbestäubung
  • weltweite Verbreitung
  • Zier- und Nutzpflanzen

Hanfgewächse

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Zur Familie der Hanfgewächse (bot. Cannabacea) gehören insgesamt elf Gattungen, in denen rund 170 Arten vertreten sind. Sie stehen in der Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Die Gattungen Zürgelbaum (Celtis), Hopfen (Humulus) und Hanf (Cannabis) sind die bekanntesten Gattungen innerhalb der Hanfgewächse.

Die Pflanzen der Familie wachsen krautig, als Stauden, Lianen oder als Bäume. Diese erreichen Wuchshöhen von bis zu 35 Metern. Charakteristisch sind die häufiger handförmig gelappten bis gefingerten Laubblätter. Zu den Cannabacea zählen wichtige Nutzpflanzen und dienen bei der Getränkeproduktion, als Holzlieferant und als Rauschmittel. Die Pflanzen sind weltweit verbreitet und wachsen an schattigen und feuchten Orten.

Blatt

Die Blätter der Arten reichen von einfach über handförmig gelappt bis gefingert. Ihr Blattrand ist immer gesägt. Die Laubblätter sitzen gestielt an den Sprossachsen. Ihre Anordnung ist gegen- oder wechselständig. Sie stehen spiralig oder zweizeilig und sind bei manchen Arten nach außen abstehend angeordnet. Auf jeder Seite des Blattstiels entwickeln sich kleine Nebenblätter. Diese sind teilweise miteinander verwachsen.
Die Unterseite der Blätter ist kahl, leicht behaart oder dicht filzig. In den Haaren befinden sich mikroskopisch kleine Kalkablagerungen, die sich während der Wachstumsphase der Pflanze entwickeln. Diese Bereiche sind als Zystolithen bezeichnet.

Blüte

Die Blüten der Cannabacea sind klein und unauffällig. Sie sind nicht leuchtend gefärbt und bilden keine aromatischen Düfte aus. Diese Erscheinungsform ist auf eine Bestäubung durch den Wind spezialisiert. Insekten oder andere Tiere sind nicht bevorzugt. Das macht die Ausbildung von auffälligen Merkmalen als positives Selektionsmerkmal nicht notwendig.
Meist sind die Blüten in Gruppen angeordnet. Es bilden sich Ähren, Rispen, Kätzchen oder Büschel aus. Die Hauptachse des Blütenstandes endet in einer Endblüte. Nachdem die Endblüte Samen gebildet hat, bilden sich im Blütenstand neue Seitenachsen. Auch hier entsteht eine endständige Blüte, die zuerst Früchte ausbildet, bevor neue Verzweigungen entstehen.

Die Pflanzen sind männlich oder weiblich. Selten bilden sich zwittrige Blüten aus. Die Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die Arten bilden keine Blütenkrone aus, wie es bei anderen Arten der Blütenpflanzen der Fall ist. Die Kelchblätter sind extrem kurz, da die eigentlichen Kronblätter keinen Schutz benötigen. Ihre Form ermöglicht einen leichten Zugang zu den Pollen der männlichen Pflanze und zu den weiblichen Blütenorganen.
Diese reduzierten Blütenteile sind Anpassungen an die Windbestäubung. Auf diese Weise ist die Verbreitung der Pollen und die Befruchtung begünstigt. Bei den männlichen Blüten stehen die Blütenhüllblätter frei, während sie bei weiblichen Blüten teilweise verwachsen. In den männlichen Blüten sitzen fünf fertile Staubblätter, die sich kreisförmig anordnen. Bei den weiblichen Blüten verwachsen zwei Fruchtblätter zu einem Fruchtknoten. Dieser ist oberständig und besitzt einen kurzen Griffel mit zwei lang gezogenen Narben.

Frucht

Einige Arten bilden kugelige Steinfrüchte aus, bei denen die Samen von einer verholzten Hülle umgeben sind. Dieser Kern ist von einem fleischigen Gewebe umgeben. Arten der Gattungen Cannabis und Humulus bilden Nussfrüchte aus.

Wuchs

Zu den Hanfgewächsen zählen Gattungen, die bis zu 35 Meter hohe Bäume entwickeln. Auch krautige Pflanzen und Stauden sind in dieser Familie vertreten. In der Gattung Hopfen (Humulus) gibt es Lianen, die an anderen Pflanzen oder menschlich geschaffenen Strukturen klettern. Sie umschlingen mit ihren flexiblen Sprossachsen dünne Zweige oder Zäune.

Verbreitung

Die Familie ist weltweit verbreitet, mit Ausnahme in den arktischen Gebieten. Sie kommen in Auenwäldern und auf Standorten mit schattigen und feuchten Bedingungen vor.

Nutzung

Allgemein liegt der größte Nutzwert von Cannabis- und Humulus-Arten in der Rauschmittelindustrie. Hopfen ist zum Würzen von Bier in Verwendung.
Cannabis findet seine Verwendung bei Sanierungsmaßnahmen von mit Schwermetallen belasteten Böden. In den Zystolithen sind neben Calciumcarbonat auch Schwermetalle nachgewiesen, die die Pflanze zum Schutz anderer Zellen einlagert.
Celtis-Arten sind wichtige Holzlieferanten und dienen als Ziergehölze. In tropischen und warm-gemäßigten Zonen werden einige Arten zur Herstellung von Holzkohle verwendet, da das Holz gut brennt und leicht entzündbar ist. Die Fasern in der Rinde sind extrem zugfest und nützlich zur Erzeugung von Zellstoff, Papier, Seilen und Garnen.
Die Pflanzen produzieren einen Saft. Er besitzt wasserabweisende Eigenschaften und ist hilfreich zum Imprägnieren von Angelschnüren. Einige Arten finden in der traditionellen Medizin Anwendung bei verschiedenen Erkrankungen.

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