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Eigenschaften

  • Nutzpflanze zur Bierherstellung
  • Heilpflanze, verschiedene Wirkungen
  • dekorativer Wuchs, dichtes Laub
  • im Uhrzeigersinn windend, wickelnd
  • Vorkommen nur auf der nördlichen Halbkugel

Hopfen

Gattung Humulus ab €9.10 kaufen
     
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Hopfen (bot. Humulus) ist eine Pflanzengattung, die der Familie der Hanfgewächse untergeordnet ist. Humulus wächst ausschließlich auf der Nordhalbkugel vor und beinhaltet drei Arten. Am bekanntesten ist der echte Hopfen, der in der Bierbrauerei verwendet wird. Humulus Arten wachsen schnell, sind ausdauernd und krautig. Die Kletterpflanzen winden sich im Uhrzeigersinn, wodurch sie zu den Schlinggewächsen zählen.

Hopfen blüht mehrmals und erreicht, sofern es sich um eine mehrjährige Art, wie den echten Hopfen handelt, ein Alter von bis zu 50 Jahren. Nur wenige Länder bieten einer oder allen der drei Arten der Gattung Humulus eine natürliche Heimat. In Eurasien und Nordamerika, in China, Japan und Korea, sowie in Vietnam sind Hopfenpflanzen in der weltweit größten Dichte beheimatet. Als Nutzpflanze dient der echte Hopfen. Die drei Arten teilen sich in viele Unterarten, denen unterschiedliche Sorten zugeordnet sind. An den Stängeln und Blattstielen sind Hopfenpflanzen mit zweiarmigen, stieligen und steifen Haaren bewachsen. Die groben, sechsrippigen Stängel der Humulus Gattung sind in seltenen Fällen geflügelt.

Blatt

Das Laub der Hopfenpflanzen ist mittel- bis dunkelgrün, herzförmig und gegenständig am Stiel angeordnet. Die Laubblätter aller Arten der Gattung Hopfen sind gestielt und weisen zwischen drei und sieben, seltener neun Lappen (Blattspitzen) auf. Humulus bilden kleine Nebenblätter aus.

Das frisch austreibende Laub ist hellgrün bis gelbgrün und hat einen leichten Glanz auf der Oberfläche. Jeder Blattlappen verfügt über einen filigranen Blattstiel, von dem die Blattnerven mit Verlauf zum Blattrand abführen. Bei jungem Laub sind die Blattnerven deutlich sichtbar und zeichnen sich als tiefe Einkerbungen ab. Bei älterem Laub sind die Blattnerven weniger vertieft.
Die Blattränder sind gezähnt bis tief gezackt, seltener glatt oder nur minimal gekerbt. Die einzelnen Blatteile sind bei den meisten Arten der Gattung Humulus gleich groß. Die Belaubung der Kletterpflanze ist dicht und verdeckt den Stängel in den oberen zwei Dritteln beinahe vollständig. Der Laubwuchs beginnt kurz über dem Erdreich und verdichtet sich im Mittelteil der Pflanze.

Blüte

Alle Hopfenarten sind zweihäusig und getrenntgeschlechtig. Die männlichen Blüten setzen sich aus vielen einzelnen, locker angeordneten Blüten zu einem rispenförmigen Blütenstand zusammen. Weibliche Hopfenblüten wachsen zapfenförmig oder ordnen sich in einem ährenartigen Blütenstand an. Die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Blütenständen sind an der Einzelblütendichte und der Blütenform erkennbar.
Bei weiblichen Blüten vergrößern sich die Hochblätter nach der Blütezeit. Die zapfen- bis ährenförmigen weiblichen Blüten wachsen unterständig und hängen mit zunehmender Größe nach unten. Bei den lockeren männlichen Blüten sitzen die Einzelblüten an einem zur Seite, nach oben, oder nach unten wachsenden Blütenstiel. Die Blüten sind weiß, beige, hellgelb bis hellgrün, seltener gelbgrün oder bräunlich. Die Hopfenblüte ist farblich unscheinbar.

Frucht

Die Gattung Humulus entwickelt Nussfrüchte. Die einzelnen Früchte bilden einen dichten Fruchtstand, der kerzen- bis doldenförmig ist. Die Frucht des Hopfens ist breit und eiförmig, seltener oval oder rundlich. Im Zeitraum der Fruchtbildung und bis zur Ernte ist der Blütenkelch noch vorhanden und hüllt den unteren Teil der Nussfrucht ein. Die Fruchtfarbe ist unscheinbar weiß bis beige, gelbgrün oder hellgelb. Die meisten Arten der Pflanzengattung Humulus bilden hellgrüne bis mittelgrüne Früchte.

Wuchs

Alle Arten der Pflanzengattung Hopfen wachsen schlingförmig und benötigen eine Kletterhilfe. Die langen, von Kletterhaaren besetzten Stängel winden sich rechtsläufig, also im Uhrzeigersinn. Die Gattung Humulus gehört zu den schnellwachsenden Pflanzenarten, die je nach Sorte einjährig oder ausdauernd und krautig sind. Um das Hochwinden der Hopfenpflanzen zu unterstützen, werden größtenteils Rankhilfen in Form von V-förmigen Drahtgestellen verwendet.

Standort

Die Pflanzengattung Humulus schätzt sonnige bis halbschattige Standorte und einen lockeren bis lehmigen Sandboden. Je mehr Sonnenstunden und Bodenwärme vorherrschen, umso schneller und voluminöser wachsen Hopfenpflanzen. Die kultivierten Pflanzen des echten Hopfens wachsen auf großen landwirtschaftlichen Arealen.

Verbreitung

Auf der nördlichen Halbkugel ist die Gattung Humulus beinahe vollständig verbreitet. In Eurasien und in Nordamerika wachsen vor allem Hopfensorten, die der Pflanzenart echter Hopfen zugeordnet sind. Der japanische Hopfen bewächst sonnige und trockene Gebiete in Japan, in China, in Korea und in Vietnam sowie in kultivierter Form in den USA. Der Yunnan-Hopfen kommt ausschließlich in der chinesischen Provinz Yunnan vor und ist eine ausdauernde, mehrjährige und besonders krautige Art der Pflanzengattung Hopfen.

Nutzung

Hopfenpflanzen sind Zier- und Nutzpflanzen. Genutzt werden hauptsächlich die zahlreichen Unterarten des echten Hopfens, der in Brauereien zur Herstellung von Bier dient. Einige Hopfenarten sind Zierpflanzen in Gärten und Parks, da sie durch ihren schnellen und dichten Wuchs sichtschützende Hecken bilden und an Fassaden oder Terrassenkonstruktionen ranken. Auf Balkonen und Terrassen dient Hopfen in Pflanzkübeln zur Dekoration. Als Kübelpflanze sind auch ausdauernde Arten der Pflanzengattung nicht für eine Überwinterung im Freien geeignet. Sie wachsen in der Regel einjährig.

Pflege/Schnitt

Hopfenpflanzen erhalten keinen Rückschnitt. Die Pflege beinhaltet neben der sparsamen, aber kontinuierlichen Bewässerung die Anbringung von Kletterhilfen und eine Unterstützung der Pflanze, die gewünschte Richtung entlang einer Rankhilfe einzuschlagen.

Krankheiten/Schädlinge

Die Pflanzengattung Humulus leidet bei zu feuchter Witterung unter dem Befall der roten Spinnmilbe und der Hopfenblattlaus. Auch Mehltau ist eine Gefahr für Hopfenpflanzen. Seltener kommt es zur Hopfenwelke, deren Auslöser bei Pilzen und der damit einhergehenden Verstopfung der Wasseradern der Pflanze liegt. Parasitäre Schädlinge sind behandelbar. Ist die Pflanze von der Hopfenwelke befallen, ist sie zu entfernen. Bei Mehltaubefall ist der betroffene Pflanzenteil im Hausmüll, keinesfalls auf dem Kompost zu entsorgen.

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