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Eigenschaften

  • krautig wachsende Pflanzen
  • blühen meist duftend
  • selten winterhart
  • bilden oft Rhizome
  • bevorzugen sonnige Standorte

Seidenpflanzen

Gattung Asclepias ab €4.80 kaufen
     
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Die Gattung der Seidenpflanzen (bot. Asclepias) gehören zur Familie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae). Sie umfasst mehr als 200 Arten. Der schwedische Naturforscher Carl von Linné (1707 bis 1778) stellte die Gattung Asclepias im Jahr 1753 auf. Den botanischen Namen der Seidenpflanzen leitete er von dem Begriff Asklepios, dem griechischen Gott der Heilkunst, ab. Seidenpflanzen dienten lange Zeit als Heilkräuter der Volksmedizin. Sie sind bis heute als Heilpflanzen von Nutzen.

Die Arten aus der Gattung der Seidenpflanzen wachsen in der Mehrzahl als mehrjährige und ausdauernde Pflanzen. Selten handelt es sich bei Asclepias-Arten um einjährige Pflanzen. Seidenpflanzen wachsen krautig und neigen dazu, an ihrer Basis zu verholzen. Nur wenige Artern sind in unseren Breiten winterhart. Im Aussehen und im Wuchs unterscheiden sich die Gewächse aus dieser Gattung. Eine Gemeinsamkeit haben alle Seidenpflanzen-Arten. Bei Verletzung scheiden die Teile der Pflanzen einen weißen, milchigen Saft aus. Er ist giftig und löst bei Kontakt mit empfindlichen Personen Hautreizungen aus.

Blatt

Die meisten Asclepias-Arten zeigen kurz gestielte Laubblätter. Diese sind kräftig grün mit einer grün-blauen unteren Seite. Dir Blätter befinden sich kreuzgegenständig an den Stängeln der Pflanzen. Bei einigen Arten steht das Laub in Quirlen angeordnet. Die Form der Laubblätter ist vielgestaltig. Es gibt dreieckige und lineare Formen. Dazu kommen elliptische und längliche Blätter mit einer gerundeten, keilförmigen oder auch stumpfen Basis. Zu den Enden hin, sind diese Blätter zugespitzt. Die Blattspreiten sind zwei bis siebzehn Zentimeter lang und bis zu drei Zentimeter breit. Die Flächen der Blätter sind flaumig behaart bis kahl.

Blüte

Blüten der Seidenpflanzen-Arten erscheinen von Juni bis August und stehen in Dolden. Die Blütenstände dieser Pflanzenarten sind zymös. Das heißt, dass die Hauptachse einer Blütensprosse in einer Blüte endet. Nebenachsen zweigen aus den Vorblättern ab. Sie übergipfeln die Blüte am Ende der Hauptachse und verzweigen sich weiter. Am Ende dieser Seitenachsen befindet sich eine Blüte. Die Blüten der Pflanzen sind zwittrig und meist fünfzählig. Die Blüten der Seidenpflanzen-Arten sind radiärsymmetrisch. Sie bilden in jeder Schnittachse deckungsgleiche Hälften.

Die fünf Kelchblätter der Blüten sind verwachsen. Die fünf Kronblätter entwickeln sich aufrecht und teilweise zurückgeschlagen. Lediglich ein Kreis aus fünf Staubblättern ist vorhanden. Die Staubfäden sind mit dem Spitzenbereich der Fruchtblätter zu einer Stempeldecke (Gynostegium) verwachsen. Die zwei Fruchtblätter sind oberständig und untereinander frei. Insekten bestäuben die oft kräftig riechenden Blüten der Seidenpflanzen-Arten.

Frucht

Nach der Befruchtung der Blüten bilden sich zwei Balgfrüchte aus. Balgfrüchte öffnen sich, um die Samen zu verteilen. Die Gebilde mit trockener, oft ledriger Fruchtwand nennen sich aus diesem Grund Öffnungs- oder Streufrüchte. Die Füchte der Seidenpflanzen-Arten stehen oft zusammen wie zwei Hörner. Sie sind spindelförmig, am Ende spitz. Im Innern befinden sich dicht gepackte flache Samen. Als Flugorgane verfügen sie über bis zu 40 Millimeter lange und seidige Haare. Daraus ist der Name Seidenpflanzen abgeleitet.

Wuchs

Seidenpflanzen wachsen kräftig, aufrecht und krautig. Einige Asclepias-Arten bilden Horste, andere wachsen als aufrechte Stauden zwischen einen und zwei Meter hoch. Die Stängel der Gewächse sind meist dicht belaubt. Das Wurzelwerk bildet Knollen, Pfahlwurzeln oder kriechende Rhizome.

Standort

Seidenpflanzen bevorzugen einen Standort in der Sonne. Im Halbschatten oder Schatten entwickeln sie sich nicht ausreichend. Das optimale Substrat ist durchlässig, humos, nährstoffreich und leicht lehmig.

Verbreitung

Gewächse aus der Gattung der Seidenpflanzen stammen ursprünglich aus der Neuen Welt. Das sind die Gebiete Mittel- und Südamerikas sowie die zentralen, nördlichen und nordöstlichen Staaten der USA sowie der Osten Kanadas. Inzwischen sind die Pflanzen in der ganzen Welt verbreitet. Bereits im 17. Jahrhundert begann die Einfuhr dieser Gattung nach Europa als Zier- und Heilpflanzen.

Nutzung

Seidenpflanzen-Arten bereichern als attraktive Zierpflanzen heimische Gärten. Viele Arten dienen als Insekten- und Bienennährpflanzen. Sie stehen in Kübeln auf Terrassen und sind als Zimmerpflanzen beliebt. In der Volksmedizin sind sie durch ihre entzündungshemmende Wirkung bekannt. Heilende und schleimlösende Kräfte sollen bei Lungenkrankheiten wirken.

Pflege/Schnitt

Die Pflege von Seidenpflanzen-Arten gestaltet sich unkompliziert. Sie breiten sich stark aus und brauchen bei der Pflanzung eine Wurzelsperre. Die Pflanzen brauchen für ihre gute Entwicklung regelmäßig Wasser. Schnell trocknen sie bei Sonne und Hitze aus. Während des Wachstums verlangen Asclepias-Arten regelmäßig Nährstoffe.

Die Gewächse vertragen einen Schnitt gut. Der Gärtner setzt die Schere an, damit sich die Pflanzen gut verzweigen und nicht von unten her verkahlen. Nach einem Schnitt blühen Seidenpflanzen reicher. Das ist auch der Fall, wenn der Pflanzenfreund regelmäßig abgeblühte und vertrocknete Teile an der Pflanze abschneidet. Im Frühjahr erfolgt ein Schnitt auf 25 Zentimeter Höhe über dem Gartenboden.

Krankheiten/Schädlinge

Seidenpflanzen-Arten sind widerstandsfähig gegen Krankheiten. Anfälligkeit gegen Pflanzenkrankheiten entsteht durch häufiges Austrocknen. Stehen sie zu feucht, neigen die Pflanzen zur Fäulnis.

Asclepias-Pflanzen sind an der Unterseite ihrer Blätter und an den Blütenknospen anfällig für den Befall von Blattläusen. Der Befall schwächt die Pflanzen extrem und macht sie anfälliger für Krankheiten.

Die Weiße Fliege ernährt sich von Pflanzensaft und macht sich an Seidenpflanzen-Arten zu schaffen. Sie saugen die Blätter der Gewächse an und schwächen die Pflanzen.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Seidenpflanzen Asclepias

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