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Eigenschaften

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  • anspruchslos
  • Küchenkräuter

Schaumkräuter

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Die Gattung der Schaumkräuter (botanisch Cardamine) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Es sind ein- bis zweijährige oder ausdauernde Kräuter. Der Gattungsname Cardamine ist seit dem 16. Jahrhundert für Schaumkräuter bekannt. Im Jahr 1753 übernahm der schwedische Botaniker Carl von Linné bei der wissenschaftlichen Beschreibung diesen Namen. Der Name leitet sich von dem griechischen Namen cardamon für Gartenkresse ab.

Die Cardamine sind weltweit verbreitet und gliedern sich in rund 200 Arten. Der deutsche Begriff Schaumkraut verweist vermutlich auf die Schaumzikaden. Es handelt sich um Insekten, die häufig Nester in Schaumkräutern bauen und sich dort zum eigenen Schutz mit einem schaumartigen Sekret einhüllen. Nach einer anderen Interpretation geht der Name darauf zurück, dass die Schaumkräuter-Wiesen mit ihren hellen violette Blüten wie mit Schaum überzogen wirken. Die in unseren Breiten bekannteste Art ist das Wiesenschaumkraut. Es blüht zartlila im Frühling und kommt auf feuchten Wiesen vor.

Blatt

Die Stängelblätter der Schaumkräuter sind je nach Art gestielt oder sitzend. Sie stehen oftmals wechselständig. Nur selten sind die Laubblätter gegenständig, im Quirl oder spiralig angeordnet. Die Blattform ist oft einfach und ganzrandig. Auch sind Arten mit gefiederten oder drei- oder fünfzählig gefingerten Blättern sowie mit gezähnten sowie gelappten Blatträndern vorkommend. Bei einigen Arten sind die Blätter am Grund herzförmig.

Blüte

Schaumkräuter blühen meist von April bis in den Juli. Die Blütenstände der Schaumkräuter sind traubig angeordnet. Sie stehen in schirmtraubigen oder rispigen Gesamtblütenständen und sind extrem blütenreich. Nur eine Art besitzt Tragblätter. Die Blütenstiele streben zur Fruchtreife auf oder sind sparrig bis zurückgebogen.

Die vierzähligen Blüten sind zwittrig. Sie weisen vier glatte Kelchblätter auf. Das Farbspektrum der Kronblätter reicht von rötlich, violett, gelblich-weiß, reinweiß bis zu gelb. Die Kronblätter sind mehr als zehn Millimeter lang. Die aparten Staubbeutel sind entweder gelb oder violett gefärbt. Der Griffel endet in einer kopfartigen, zweilappigen Narbe. Die Blüten enthalten reichlich Nektar. Die Bestäubung erfolgt durch unterschiedliche Insekten. Auch Selbstbestäubung kommt vor.

Frucht

Die Gattung der Schaumkräuter bildet nach der Blüte schmale, knapp über einen Millimeter breite Schoten aus. Diese sind rund einen Zentimeter lang. Im Reifestadium krümmen sich die Schotenklappen spiralig auf. Die Samen stehen innerhalb der Schote in einer Reihe. Sie sind ei- bis kugelförmig oder länglich. Geflügelte Samen kommen bei Schaumkräutern wenig vor.

Wuchs

Die Schaumkräuter ein- bis zweijährige Pflanzen oder ausdauernde Kräuter. Oftmals bedecken flaumige Härchen die oberirdischen Pflanzenteile. Die Schaumkräuter wachsen meist aufrecht mit mehr oder weniger verzweigten Stängeln. Es gibt Arten mit liegenden oder kriechenden Stängeln. Einige Arten verfügen über fleischige Rhizome als Überdauerungsorgane. Es gibt zudem Schaumkräuter-Arten, die Knollen ausbilden sowie Stolone.

Standort

Die Pflanzen der Gattung der Cardamine bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort sowie feuchte bis humose Böden. Schaumkräuter wachsen auf feuchten Wiesen, in Auwäldern oder an nährstoffreichen Ufern von Bächen, Flüssen oder Teichen.

Verbreitung

Die Gattung der Schaumkräuter ist weltweit verbreitet.

Nutzung

Einige Schaumkräuter sind seit jeher ein Bestandteil der Kräuterküche. Sie sind blutreinigend, harntreibend, schleimlösend und entzündungshemmend. Die Blüten finden für Salate, Suppen oder anderen Kräuterspeisen Verwendung.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Schaumkräuter Cardamine

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