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Eigenschaften

  • ausdauernde Pflanzen
  • Vermehrung, Ausbreitung über Rhizome
  • lieben Schatten, feuchte Stellen
  • blühender, duftender Bodendecker
  • winterhart, leicht giftig

Schattenblumen

Gattung Maianthemum ab €0.00 kaufen
     
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Die Gattung der Schattenblumen (bot. Maianthemum) wachsen als mehrjährige Pflanzen. Sie stehen in der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Diese Gattung enthält Arten aus verschiedenen geographischen Urprungsgebieten auf unterschiedlichen Kontinenten. Aus Europa stammt eine Art. Sie hat sich in einem Naturschutzgebiet in Sachsen-Anhalt erhalten.

Die rund 40 Arten der Gattung erinnern mit ihren Blättern und ihrer Gestalt an Maiglöckchen. Wie diese, sind auch die Schattenblumen in allen Teilen leicht giftig. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal von Maianthemum ist ein vierzähliger Blütenaufbau mit frei stehenden Blütenhüllblättern. Die trockene Blätter der Pflanzen entwickeln einen leichten, angenemen Cumarinduft. Er ist von Zimt oder Waldmeister bekannt.

Blatt

Die Laubblätter haben eine Blattspreite mit einem Blattstiel. Ihre Blattspreiten sind elliptisch oder eiförmig, am Grund häufig herzförmig. Sie laufen in einer langen Spitze aus. Die Blattnerven liegen parallel in den Blattspreiten. Alle Blätter sind wechselständig an Stängeln angeordnet. An blühenden Stängeln sitzen ein, zwei oder drei Laubblätter mit kurzem Stiel. Nicht blühende Stängel haben maximal zwei Laubblätter. Stängel mit 15 wechselständigen Laubblättern sind als Ausnahmen bekannt.

Blüte

Die Blüten sind klein und haben einen Durchmesser von vier bis sechs Millimetern. Sie sind zwittrig und vereinen männliche und weibliche Anlagen. Blüten der Schattenpflanzen bestehen nicht aus Kelch und Krone. Sie haben eine Blütenhülle, die aus vier oder sechs frei stehenden, länglichen und entfalteten Blütenhüllblättern besteht, botanisch Perigonblätter. Vier Staubblätter überragen die Perigonblätter.

Die Blüten sind weiß und radiärsymmetrisch aufgebaut. Aus unterschiedlich vielen Einzelblüten bildet sich eine Blütentraube. Jeweils zwei oder drei Blüten stehen gemeinsam an einem Blütenknoten. Die Einzelblüten sind kleine Scheibenblüten, die süß-würzig duften und Nektar bilden. Ihre Hauptblütezeit ist von Mai bis Juli. Kleine Fliegen bestäuben die Blüten. Ohne den Besuch fliegender Insekten bestäuben sich die Blüten spontan selbst.

Frucht

Schattenblumen entwickeln Beerenfrüchte, die in der Größe Preiselbeeren ähneln. Sie sind zu Beginn gefleckt und färben sich rot, sobald sie reif sind. Die Beeren enthalten zwei Samen und sind der giftigste Teil der Pflanze. Sie reifen im September oder Oktober und bleiben über Winter an der Pflanze stehen. In der Botanik nennen sich diese Früchte Wintersteher. Die Samen verbreiten sich über Tiere, die sie fressen.

Wuchs

Die Pflanzen haben unterirdische Rhizome als Überdauerungsorgan. Sie wachsen 15 Zentimeter unter der Bodenoberfläche. Aus den Triebaugen entstehen neue Pflanzen. Manche Arten breiten sich teppichartig aus und bilden große, zusammenhängende Bestände. Die Pflanzen entwickeln aufrecht stehende, unverzweigte Stängel. Blühende Stängel sind durchschnittlich 15, in Ausnahmen 20 Zentimeter hoch. Stängel ohne Blüten sind niedriger.

Standort

Viele Arten lieben feuchte, schattige Plätze in Wäldern. Sie wachsen in Tälern und in den Laub- und Nadelwäldern in Mittelgebirgen. In den Allgäuer Alpen liegen Vorkommen einer Art bis in Höhen von 2000 Metern.

Verbreitung

Einige Arten der Gattung Schattenblumen kommen in Nordamerika und Eurasien vor. Sie wachsen in kühlen und gemäßigten Gebieten. Weitere Arten sind in Nordamerika in subtropischen Gebieten zu Hause sowie in den subtropischen Gebieten in Ostasien.

Nutzung

Wenige Arten der Schattenblumen dienen bisher als Zierpflanzen. Die Maianthemum sind in Mitteleuropa ein seltener Anblick in Gärten. In Parks sind sie grazile Bodendecker unter großen Bäumen. Sie besiedeln feuchte, kühle und leicht schattige Stellen in Naturwiesen. Aus wenigen Arten gingen einige Sorten mit größerem Zierwert hervor. Sie wachsen höher und die Blüten sind größer.
Schattenblumen nutzten zwei Stämme der nordamerikanischen Ureinwohner als Analgetikum. In der Hausmedizin Nepals spielen Arten der Schattenblumen eine Rolle. Die Früchte von drei nordamerikanischen Arten dienten früher als Nahrung. In Nepal galten Blätter einer Art als Gemüse.

Pflege/Schnitt

Die Pflanzen benötigen feuchte, etwas humose Substrate. Mit Kompostanteilen in der Erde bilden sich zügig kleine Flächen aus Schattenblumen. Halbschatten oder wandernde Schatten sind gute Standorte. Sie sind frosthart und benötigen keine besondere Pflege.

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