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Eigenschaften

  • zierliche Gewächse mit strahlend weißen Blüten
  • beliebte polsterbildende Arten
  • ideal für den Steingarten und Trockenbeete
  • benötigen wenig Pflege
  • überzeugen mit einer üppigen Blütenpracht

Sandkräuter

Gattung Arenaria ab €3.50 kaufen
     
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Sandkräuter (bot. Arenaria) stellen eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Nelkengewächse (bot. Caryophyllaceae) dar. Die Gattung umfasst je nach Quelle zwischen 150 und 300 Arten. Als Pflanzen der Nordhalbkugel dürfen sie in keinem naturnahen Garten fehlen.

Sie gelten als robuste krautige Pflanzen, die rauen Witterungsbedingungen trotzen. Sandkräuter wachsen im Gebirge, wo sie Höhen in extremer Lage erreichen. Die krautigen Pflanzen sind an die speziellen Lebensräume auf sandigen und trockenen Böden angepasst. Das macht sie zu beliebten Arten für die heimischen Steinanlagen. Im Frühling erfreuen die zierlichen Gewächse den Gartenbesitzer mit einer vielblütigen Pracht. Sandkräuter zieren den Garten mit einem reichhaltigen Blütenflor in weißen Farbtönen. Das grüne Blattwerk sorgt im Winter für farbliche Aspekte. In der Natur bilden die Sandkräuter gemeinsam mit Dreifinger-Steinbrech (Saxifraga tridactylites) und dem Zusammengedrückten Rispengras (Poa compressa) eine traumhafte Pflanzengesellschaft. Diese Pflanzen sind auf Lebensräume mit extrem trockenen und warmen Bedingungen anpasst.

Blatt

Sandkräuter bilden Laubblätter, gegenständig an der Sprossachse angeordnet. Die einfache Blattspreite ist ungeteilt, der Blattrand ist glatt. In ihrer Form unterscheiden sich die Blätter von Art zu Art. Das Spektrum der Blattformen reicht von lanzettlich bis rundlich. Auf den Blattspreiten treten drei bis fünf Blattadern deutlich hervor.

Blüte

Sandkräuter tragen einzelne Blüten, die das Ende der Sprossachse bilden, oder Blütenstände mit wenigen Blüten. Die Blüten sind klein und radiärsymmetrisch aufgebaut. Sie bestehen aus einer doppelten Blütenhülle, die vier- bis fünfzählig ausgeprägt ist. Die grünen Kelchblätter stehen frei und erreichen eine Länge bis zu fünf Millimeter. Sie umschließen die zierlichen Kronblätter, die in weißen Farbtönen erstrahlen. Sie sind an ihrer Spitze abgerundet, aber nicht ausgerandet wie bei anderen Arten der Nelkengewächse. Es gibt einige Sandkraut-Arten, die keine Kronblätter entwickeln. Im Zentrum der Blüten sitzen zwei Kreise auf jeweils fünf freistehenden Staubblättern. Sie ragen deutlich aus der Blütenkrone heraus und wirken in der zierlichen Blüte besonders dekorativ. Sandkräuter zeigen ihre Blütenpracht zwischen Mai und Juli.

Frucht

Nach der Blütezeit entwickeln sich kleine Kapselfrüchte. Sie springen mit sechs bis zehn kurzen Zähnchen auf und entlassen ihre Samen. Eine Kapsel enthält zwischen fünf und 35 Samen. Sie sind in dunklen Brauntönen eingefärbt. Die Samen sind nieren- bis kreisförmig ausgeprägt. Einige Samenkörner besitzen schmale Flügel, die eine Verbreitung durch den Wind erleichtern.

Wuchs

Sandkräuter wachsen als krautige Pflanzen, die ein- bis mehrjährig erscheinen. Einige Arten bilden dichte Polster, die sich über dem Boden ausbreiten. Es gibt Vertreter, die als Halbsträucher wachsen. Bei ihnen verholzen Teile der Sprossachse. Mit Hilfe von unterirdischen Rhizomen überdauern die Pflanzen den Winter.

Standort

Sandkräuter lieben einen vollsonnigen Standort. Hier kommen die strahlend weißen Blüten gut zur Geltung. Die Pflanzen fühlen sich an einem halbschattigen Platz wohl, wenn dieser Bereich lichte Verhältnisse bietet. Ein kalkhaltiger und sandiger Boden unterstützt einen üppigen Wuchs. Die Pflanzen mögen ein gut durchlässiges Substrat, denn sie sind an die trockenen Standorte angepasst. In Trockenbeeten finden Sandkräuter optimale Wuchsbedingungen vor. Staunässe vertragen die zierlichen Gewächse nicht.

Verbreitung

Die Sandkräuter haben ihr schwerpunktmäßiges Verbreitungsgebiet auf der Nordhalbkugel. Ihr Areal erstreckt sich über die gemäßigten und kälteren Zonen der Holarktis. Mit 102 heimischen Arten liegt China an der Spitze. Knapp 80 Arten kommen ausschließlich in dem asiatischen Land vor. Neun Arten gelten in Nordamerika als heimisch. Einige Vertreter erobern die Höhenlagen der Anden und drängen bis nach Patagonien vor. Arenaria bryophylla kommt am Mount Everest im Himalaya vor. Hier wächst die Pflanze in einer enormen Höhe von über 6.000 Metern. Damit gehört sie zur Gruppe der am höchsten steigenden Blütenpflanzen.

Nutzung

Sandkräuter sind die idealen Pflanzen für steinige Anlagen. Die zierlichen Blüten lockern das Farbschema aus beigen und braunen Farbtönen auf. Die polsterbildenden Arten sorgen für ästhetische Akzente. Sie erwecken den Steingarten zum Leben. Die strahlenden Blüten locken Insekten in die karge Umgebung, die das Bild zusätzlich bereichern. Sandkräuter sind die idealen Pflanzen, um Dächer zu begrünen. Hier gedeihen sie unter der vollen Sonneneinstrahlung prächtig. In kleinen Gruppen von drei bis fünf Pflanzen stören sich die Exemplare nicht gegenseitig. Auch im Kübel bereichern die Pflanzen ihr Umfeld. Im Topf verschönern die speziell angepassten Gewächse Balkone und Terrassen. Die Kübel geben ein perfektes Bild auf Mauern ab und wirken in Hofeingängen wunderschön und einladend.

Pflege/Schnitt

Von Natur aus sind die Pflanzen an besonders nährstoffarme Standorte angepasst. Sie benötigen keinen zusätzlichen Dünger, um zu wachsen. Lediglich unterstützt er die Blütenpracht und verlängert die Blütezeit. Im ersten Jahr erfreuen sich die Jungpflanzen über eine Beigabe von organischem oder mineralischem Dünger. Anschließend empfiehlt sich etwas alle zwei bis drei Jahre eine Nachdüngung. Komposterde oder Teichwasser stellen ideale Dünger dar.

Kurze Trockenperioden bereiten den angewachsenen Pflanzen keine Schwierigkeiten. Im Hochsommer steigt der Wasserbedarf der Pflanzen. Zusätzliches Wässern mit Teichwasser oder kalkarmen Regenwasser deckt den erhöhten Bedarf an Flüssigkeit. Die Wassergabe unterstützt die Pflanze beim Entwickeln eines tiefgründigen und feinen Wurzelsystems. Die Pflanzen wachsen kontinuierlich und bedanken sich mit einer üppigen Blütenpracht. Staunässe vertragen die Gewächse nicht. Sie schädigt die Vitalität der Pflanzen.

Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Das Eindämmen von Pflanzenbeständen ist notwendig, wenn sich die Polster unkontrolliert ausbreiten. Das Entfernen von abgestorbenen Blütenstängeln unterstützt eine zweite Blüte im Herbst. Im Winter benötigen die niedrigen Pflanzen keinen Schutz. Die immergrünen Gewächse trotzen den eisigen Winden und halten Temperaturen bis -20 °C aus.

Krankheiten/Schädlinge

Sandkräuter zeigen sich anfällig gegenüber Pilzerkrankungen. In zu dichten Pflanzenansammlungen herrschen feuchte Bedingungen, die den Schimmelpilzen optimale Wuchsbedingungen bieten. Staunässe schädigt die Wurzeln. Sie faulen unter zu nassen Bedingungen und liefern Pilzsporen einen optimalen Nährboden.

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