Klassifikation

botanische Namen anzeigen
Zurück Weiter
nur bestellbar
Botanik Explorer

Eigenschaften

  • üppige weiße Blütenpracht von April bis Mai
  • perlenartige Winterknospen in der kühlen Saison
  • wenig pflegebedürftig und sehr gut winterhart
  • schöne Herbstfarbe der Blätter
  • kompakte sommergrüne Pflanzen aus Asien

Radspieren

Gattung Exochorda ab €14.30 kaufen
     
  • Beschreibung
  • Arten
  • Fotos
  • Pflanzen in unserem Sortiment
  •  

Die Radspieren (bot. Exochorda), auch Prunkspieren genannt, sind Mitglieder der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie umfassen vier Arten. Beheimatet ist die Gattung im asiatischen Raum von Sibirien über China und Korea bis nach Japan.

Exochorda sind elegant anmutende Ziersträucher, die in der Natur in 200 bis 500 Metern über dem Meeresspiegel gedeihen. Die Pflanzen zeichnen sich insbesondere durch ihre üppige weiße Blütenpracht aus, die von April bis Mai begeistert. Erstmalig beschrieb der englische Botaniker John Lindley die Gattung im Jahr 1858. Seither sind die Radspieren in Europa bekannt. Der botanische Gattungsname setzt sich aus den griechischen Wörtern exo (außen) und chorde (Saite) zusammen. Vermutlich ist der Name auf den heraustretenden Mittelnerv des Laubs zurückzuführen. Bei allen vier Exochorda-Arten handelt es sich um unbewehrte, laubabwerfende Sträucher.

Blatt

Die Blätter der sommergrünen Radspieren sind hellgrün. Sie erreichen eine Länge von vier bis sieben Zentimetern und stehen wechselständig. Das Laub ist ganzrandig oder am Rand gezähnt. Nebenblätter sind vorhanden. Im Herbst verfärben sich die Blätter der Exochorda gelb-orange. Die Zweige weisen einen grau-braunen Ton auf. Jüngere Triebe und Blattstiele sind rötlich.

Blüte

In den Monaten April und Mai erscheinen rund vier Zentimeter große Blüten mit strahlend weißen Kronblättern in aufrechten Trauben. Jede Blütentraube setzt sich aus sechs bis zehn Blüten zusammen. Diese sind häufiger fünf-, seltener vierzählig.
Der Blütenbecher präsentiert sich glocken- bis umgekehrt zapfenförmig. Auffällig ist das Fehlen eines Außenkelchs. Die Kelchblätter der Blüten liegen dachziegelartig übereinander. Vor den Kronblättern stehen 15 bis 30 Staubblätter in Dreier-, Vierer- oder Fünfergruppen, die jeweils durch größere Zwischenräume separiert sind. Der markante Diskus (scheiben- oder ringförmiger Wulst des Blütenbodens) ist kranzförmig. Zwar sind die fünf Fruchtblätter nicht unmittelbar mit dem Blütenbecher verbunden, dafür jedoch seitlich miteinander verwachsen. Sie weisen verbreiterte Narben (oberer Abschnitt des Stempels des Fruchtblattes) auf.

Mit ihrer reichen und wohlduftenden Blütenpracht fungieren die Radspieren für Bienen und Schmetterlinge als gute Nahrungsquellen. In der kühlen Saison wirken die zierlichen Zweige mit der Fülle von edlen, perlartigen Winterknospen sehr dekorativ.

Frucht

Die kapseligen braunen Früchte der Exochorda treten im Herbst zutage. Sie zeichnen sich durch ein holziges Perikarp (Fruchtgehäuse beziehungsweise Fruchtwand) aus.

Wuchs

Die Radspieren wachsen breitbuschig und aufrecht. Sie erreichen eine Höhe von zwei bis drei Metern und eine Breite von drei bis vier Metern. Die rundliche Wuchsform erhalten Exochorda durch locker nach oben strebende Äste und bogig überhängende Zweige.

Standort

Am wohlsten fühlen sich die Radspieren an einem freien, vollsonnigen Standort. Auch im Halbschatten wachsen sie, blühen dort allerdings schwächer. Exochorda bevorzugen einen durchlässigen, frischen und nährstoffreichen Boden. Optimal ist sandig-lehmiges, kiesig-lehmiges oder sandig-toniges Substrat mit einem pH-Wert zwischen 4,0 und 6,0.

Verbreitung

Die vier Arten der Radspieren kommen in Asien vor. Das große Verbreitungsgebiet reicht von Sibirien über China und Korea bis nach Japan.

Die auffälligen, attraktiven Exochorda sind vielseitig als Zierpflanzen verwendbar. Zur vollen Blüte ziehen die sommergrünen Ziersträucher die Blicke auf sich. Das bezaubernde Weiß der Blüten harmoniert hervorragend mit Flieder, dunkelroten und zeitig blühenden Wildrosen oder Rhododendren beziehungsweise Azaleen. Exochorda sind prachtvoll blühende Gehölze, die ihre Reize nicht ausschließlich in Gruppen, sondern auch einzeln offenbaren. Als Solitärpflanze kommt eine Radspiere vor dunkelgrün gefärbten Hintergründen perfekt zum Vorschein. Radspieren wachsen kompakt. Aus diesem Grund sind sie gut für Gefäße auf dem Balkon oder der Terrasse geeignet. Auch für Hecken kommen die Pflanzen infrage.

Pflege/Schnitt

Bei Exochorda handelt es sich um Flachwurzler. Deshalb ist bei Bodenarbeiten im Bereich der Wurzeln Vorsicht geboten. Ansonsten sind die Ziersträucher sehr anspruchslos. Es gilt einen passenden Standort zu wählen und sicherzustellen. Dieser sollte stets nährstoffhaltig und gleichmäßig feucht sein. Radspieren sind gut winterhart. Sie vertragen Temperaturen von bis zu -29 Grad Celsius.

Ein Rückschnitt der Gehölze ist wegen der kompakten, überhängenden Wuchsform nicht nötig. In den ersten Jahren empfiehlt es sich allerdings, nach der Blüte die langen Triebe etwas einzukürzen. Dies sorgt dafür, dass der jeweilige Strauch dichter wird. Exochorda lassen sich durch Aussaat oder Stecklinge vermehren.

Krankheiten/Schädlinge

Radspieren sind wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Zeitweise trockene Böden vertragen sie schlecht. Deshalb muss der Gärtner regelmäßig gießen, um für ausreichend Feuchte zu sorgen.

Alle Fotos anzeigen

Pflanzen innerhalb der Gattung Radspieren Exochorda

Produkte vergleichen