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Eigenschaften

  • Staudenpflanzen mit lanzettlich schmalen Blättern
  • blühen im Frühsommer weiß, blau oder violett
  • charakteristische Blütenstände, bis einen Meter hoch
  • überwintert als Zwiebel, benötigt gegebenenfalls Winterschutz
  • bevorzugt sonnige, frische und windgeschützte Standorte

Prärielilien

Gattung Camassia ab €13.00 kaufen
     
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Die kleine Pflanzengattung der Prärielilien (bot. Camassia) umfasst sechs Arten und eine Handvoll verschiedener Sorten. Auch wenn der Name es vermuten lässt, sind sie mit den Lilien nicht näher verwandt. Die Prärielilien gehören zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).

Mit dem aufrechten hohen Wuchs stellen Prärielilien einen weithin sichtbaren Blickfang im Garten dar. Besonders in der Gruppe gepflanzt, entfalten sie ihre beeindruckende Schönheit. Auch wenn die Blühzeit im Mai kurz ist, entschädigt die Pracht für die lange Wartezeit bis zum nächsten Frühsommer. Fast im Alleingang vermögen die hübschen Pflanzen die blütenarme Zeit zwischen den Frühblühern und den Sommerarten im Garten zu überbrücken. Allein wie der Blütenstand allmählich von unten nach oben aufblüht, ist ein Spektakel für sich.

Blatt

Die Blätter wachsen spiralig und später überhängend aus einer bodenständigen Blattrosette. Sie sind grasartig lang und schmal, deutlich gekielt, mit einem glatten Blattrand. Die typische Färbung ist ein sattes, dunkles Grün.

Blüte

Die Blütenfärbung changiert zwischen weiß und verschieden intensiven Blautönen bis hin zu tiefem Violett. Rote Farbtöne treten nicht auf. Die bis sieben Zentimeter messenden Einzelblüten stehen in einer Traube zusammen. Bis zu einhundert Blüten trägt eine einzelne Prärielilie auf diese Weise. Die sternförmigen Blüten sind zweigeschlechtlich und besitzen sechs kreissymmetrisch angeordnete, lanzettlich geformte Blütenblätter.

Frucht

Die beim Reifen entstehende runde Kapselfrucht enthält zwischen sechs und 36 Samen. Diese säen sich selbstständig im Garten aus, wenn der Gärtner die Frucht nicht vor dem Aufplatzen entfernt.

Wuchs

Der Wuchs der Prärielilien ist ausdauernd und krautig. Sie bilden unterirdische Zwiebeln aus, in denen sie ungünstige Jahreszeiten überdauern. Die Blätter und Blütenstände erreichen Wuchshöhen von maximal einem Meter.

Standort

Prärielilien bevorzugen sonnige bis leicht halbschattige Standorte auf frischen bis feuchten Böden. Trockenheit setzt der Prärielilie zu. Ein humusartiger Boden steigert den gesunden Wuchs der Pflanze. Da die Blütenstände anfällig gegen Wind und Starkregen sind, ist ein geschützter Standort sinnvoll.

Verbreitung

Prärielilien sind ausschließlich auf dem amerikanischen Kontinent verbreitet. Hier gedeihen sie auf feuchten Wiesen der Höhenlagen.

Nutzung

Als Nahrungsmittel waren die Zwiebeln der Prärielilien bei nordamerikanischen Völkern sehr beliebt. Heute sind diese hübschen Pflanzen als Ziergewächse in Gärten auf der ganzen Welt verbreitet. Mit ihrer Vorliebe für feuchte, sonnige Standorte eignen sie sich für die Teichrandbepflanzung. Auch im Pflanzkübel gedeihen die Prärielilien.

Pflege/Schnitt

Die Prärielilie ist pflegeleicht und anspruchslos. Die wichtigste Bedingung um zu gedeihen, ist eine ausreichende Menge an Wasser. Insbesondere an sonnigen Standorten empfiehlt sich ausreichendes Gießen. Staunässe ist zu vermeiden. Abgeblühte und verwelkte Pflanzenteile sind am besten im Sommer zu entfernen. Prärielilien überdauern den Winter als Zwiebel. Milde Winter überstehen sie auch in unseren Breiten. Längere und tiefe Fröste setzen der Pflanze jedoch zu. Wer auf Nummer sicher geht, schützt die Überdauerungsorgane mit einer Schicht organischem Material. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Zwiebeln vor Winterbeginn auszugraben und kühl und trocken einzulagern.

Prärielilien vermehren sich über Tochterzwiebeln oder eine Aussaat der Samen. Die beste Zeit zum gezielten Einsetzen der Zwiebeln ist im September. Dazu sind eine Pflanztiefe von zehn Zentimetern und ein Abstand zur nächsten Zwiebel von mindestens 18 Zentimetern zu beachten. Gelegentliches Einarbeiten von Kompost in den Boden fördert den gesunden Wuchs.

Krankheiten/Schädlinge

Staunässe kann zur Fäule und zum späteren Absterben der Zwiebeln führen. Auch Wurzelnematoden schädigen vornehmlich die Zwiebel. Ein Befall wirkt sich auf den Wuchs der Pflanze aus. Blätter verkümmern und bilden Flecken oder Verdickungen. Ist die Pflanze befallen, hilft das Entfernen und Vernichten, um die Gefahr eines weiteren Übergreifens auf Nachbarpflanzen zu minimieren.
Vorbeugend ist es ratsam, die Prärielilien in Kombination mit Ringelblumen oder Tagetes zu setzen. Diese Gewächse sind natürliche Gegenmittel der ungeliebten Fadenwürmer. Auch Wühlmäuse haben es auf die Zwiebeln abgesehen und sind in der Lage, massive Schäden anzurichten. Abhilfe bringt hier ein engmaschiges Drahtgeflecht in ausreichendem Abstand rund um die Zwiebeln herum.

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