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Eigenschaften

  • Gattung mit bis zu 60 Arten
  • besiedeln warme Klimazonen
  • körbchenförmige Teilblütenstände
  • ausdauernde, krautige Pflanzen
  • wachsen auf bis zu 180 Zentimeter Höhe

Prachtscharten

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Die Pflanzengattung der Prachtscharten (bot. Liatris) gehört zur Familie der Asteraceae (Korbblütler). Der botanische Gattungsname setzt sich aus den Wörtern leios (glatt) und iatros (Arzt) zusammen. Einen medizinischen Bezug besitzen die Gewächse nach derzeitigem Wissensstand nicht. Die Pflanzengattung umfasst 16 bis 50 Arten.

Die Prachtscharten kommen vorrangig in warmen Gefilden vor. Sie wachsen beispielsweise in Mexiko und auf den Bahamas. Die auffälligen Gewächse locken zahlreiche Insekten und Schmetterlinge an. Dies resultiert aus dem reichhaltig produzierten Nektar.
Manche Arten kultivierten die Menschen bereits vor Jahrhunderten als Gartenpflanze. Prachtscharten wachsen aufrecht. Sie erreichen eine Wuchshöhe zwischen 60 und 100 Zentimetern. Finden die Pflanzen ideale Lebensbedingungen vor, überschreiten sie die durchschnittliche Höhe. Die Vertreter der Gattung Liatris wachsen nicht in der Nähe von Nadelhölzern. In ihrer Funktion als Zierpflanze eignen sich als Dekoration in Staudenbeeten.

Blatt

Die Pflanzengattung bildet wechselständige, grasartige Laubblätter mit glatten Blatträndern aus. Sie kommen gestielt oder ungestielt vor.

Blüte

Prachtscharten bilden endständige Gesamtblütenstände, die ährig oder traubig auftreten. Diese stehen in zahlreichen körbchenförmigen Teilblütenständen zusammen. Sie blühen von oben nach unten auf. Die Einzelblüten besitzen 18 bis 40 ungleiche Hüllblätter. Sie wachsen in drei bis sieben, seltener in zwei Reihen. Ihre Ränder weisen Wimpern oder eine ungleichmäßige Zahnung auf. Die Pflanzen gehen mit einem flachen Blütenstandsboden einher. An diesem befinden sich keine Spreublätter.

Bei den Blütenkörbchen liegt der Durchmesser zwischen drei und 25 Millimetern. Sie enthalten drei bis 85 Röhrenblüten. Die Blütenkronblätter zeigen sich rot, rosa oder purpurn. Selten kommen weiße Exemplare vor. Der Durchmesser der Kronröhren ist vier- bis sechsmal geringer als die Länge.

Frucht

Die Prachtscharten entwickeln acht- bis elfrippige Achäne. Diese nussähnlichen Schließfrüchte besitzen langlebige Federkronen (Pappus). Hierbei handelt es sich um einen Haarkranz auf den Früchten. Er besteht aus zwölf bis 40 federartigen, seltener bärtigen Borsten. Diese stehen in einer oder zwei Reihen.

Wuchs

Die verschiedenen Arten der Gattung Liatris existieren als ausdauernde, krautige Pflanzen. Im Schnitt erreichen sie Wuchshöhen zwischen 20 und 180 Zentimeter. Die Gewächse bilden kugelige bis eiförmige Knollen aus. Zudem besitzen sie als Überdauerungsorgane längliche Rhizome. Die aufrechten Stängel wachsen unverzweigt. Selten entstehen an der Basis Verzweigungen.

Standort

Bevorzugt wachsen die Prachtscharten auf nährstoffreichen Böden. Kalkhaltige, mäßig durchlässige Untergründe bilden ideale Standorte. Die Pflanzen benötigen Sonne und tolerieren Bereiche im Halbschatten.

Verbreitung

Vorrangig kommen die Vertreter der Pflanzengattung in Mexiko sowie auf den Bahamas vor. Ein weiteres Verbreitungsgebiet befindet sich in den USA und in Kanada.

Nutzung

Manche Arten der Gattung Liatris verwenden Gärtner als Zierpflanzen.

Pflege/Schnitt

In amerikanischen sowie europäischen Gärten wachsen manche Arten der Prachtscharten als beliebte Zierpflanzen. Für das Anpflanzen bietet sich das Frühjahr, artabhängig der Herbst an. In Abständen von 30 Zentimetern setzen die Gärtner die Gewächse in einen mäßig durchlässigen, mit Kompost angereicherten Boden. Eine Mulchschicht und eine zusätzliche Kalkgabe fördern den Wuchs der Liatris.

Prachtscharten vertragen keine übermäßige Nässe oder Trockenheit. Daher achten Gärtner bei den Pflanzen auf einen ausgeglichenen Feuchtigkeitshaushalt. Die Arten bevorzugen einen stetig feuchten, nicht nassen Untergrund. Aus dem Grund benötigen sie bei längeren Trockenperioden zweimal täglich Wasser. Eine zusätzliche Mulchschicht speichert die Feuchtigkeit im Boden um die Pflanze herum.

Aufgrund ihres hohen Nährstoffbedarfs benötigen Prachtscharten im Frühjahr Langzeitdünger. Alternativ mischen die Gärtner reifen Kompost unter die Erde. Davon zehren die Gewächse einen Monat. Anschließend brauchen sie weitere Düngergaben. Zum prachtvollen Gedeih der Pflanzen entfernen deren Besitzer regelmäßig verblühte Rispen. Ein jährlicher Rückschnitt erübrigt sich.

Für eine Nachzucht lassen sich die Blütenstände kopfüber trocknen. Anschließend sind die Samen zu entnehmen, zu trocknen und im nächsten Frühling zu verwenden. In kälteren Regionen bietet es sich an, die Pflanzen im Herbst zurückzuschneiden. Gärtner stutzen sie zum Einwintern bis zu einer Handbreit über dem Boden.

Krankheiten/Schädlinge

Stehen die Pflanzen an einem trockenen oder übermäßig nassen Standort, erhöht sich das Risiko eines Schädlingsbefalls. Bei gesunden Gewächsen treten keine bekannten Krankheiten oder Parasiten auf.

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