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Eigenschaften

  • sommergrüne Bäume, winterhart
  • dichte, ausladende Krone
  • ahornblattähnliches Laub
  • kugelförmige Früchte
  • schuppige mehrfarbige Borke

Platanen

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Die Gattung der Platanen (bot. Platanus) zählt zur Familie der Platanengewächse (bot. Platanaceae). Innerhalb dieser Familie ist sie deren einzige Gattung. Vertreten ist sie weltweit mit etwa zehn Arten, die hauptsächlich in der nördlichen Hemisphäre vorkommen.

Der schwedische Naturforscher Carl von Linné stellte die Gattung 1753 auf. Etwa zur gleichen Zeit gelangten die ersten Platanen aus England und Frankreich nach Deutschland, wo sie später ihren Siegeszug als Park- und Alleebäume antraten. Charakteristisch für die Großbäume ist die gemusterte Borke. Sie zeigt die Farben gelb, grün, grau und braun. Einzelne größere Platten lösen sich jährlich vom Stamm.

Blatt

Das sommergrüne, frischgrüne Laub der Platanen wächst auf die Größe eines Handtellers heran und ist drei- bis siebenlappig. Letzteres beschreibt die großen Ausbuchtungen nach links, oben und rechts, auch Lappen genannt. Die Blätter sind wechselständig und haben einen bis zu zehn Zentimeter langen Stiel. Das Blatt der Platane ähnelt einem Ahornblatt. Es erscheint oberseits glänzend grün, während die Unterseite derber und leicht filzig ist. Im Herbst präsentiert sich das Laub in leuchtendem Gelb bis Orange.

Blüte

Die Platanen-Arten gehören zu den einhäusig getrenntgeschlechtlichen Pflanzen. Die männlichen und weiblichen Blüten bilden sich am selben Baum. Zeitgleich mit dem Laubaustrieb erscheinen sie ab Anfang Mai. Sie entspringen in den Blattachseln und sind in vielen Fällen lang gestielt. Die männlichen Blüten sind grünlich-gelb und besitzen drei bis acht Kelch-, Kron- und Staubblätter. Sie sind kleiner und weniger auffällig als die weiblichen kugeligen Blüten, die eine rötliche Färbung zeigen. Die Farbe kommt durch drei bis vier Kelchblätter, Kronblätter gibt es nicht.

Frucht

Aus den kugeligen weiblichen Blütenständen entwickeln sich kugelförmige Fruchtstände, die an einem langen Stiel hängen. In ihnen befinden sich Einzelfrüchte in der Form von kantigen Nüsschen, die den Samen enthalten. Die Fruchtreife setzt im September oder Oktober ein. Als sogenannte Wintersteher verbleiben die Früchte den gesamten Winter am Baum und fallen erst im folgenden Jahr zu Boden. Mit zunehmendem Zerfall lösen die winzigen Härchen, die die Nüsschen umgeben, bei einigen Menschen Hustenreize aus.

Wuchs

Platanen bilden im Laufe der Zeit eine breite Baumkrone mit häufig ungewöhnlicher Form. Sie erreichen eine Wuchshöhe von bis zu 40 Metern, in seltenen Fällen bis zu 50 Meter.

Standort

Platanen sind lichthungrig und bevorzugen einen sonnigen Standort. Für die Bäume ist ein großzügiger Bereich zu wählen. Die beste Grundlage für ein gesundes Wachstum finden sie in einem tiefgründigen, lehmigen und nährstoffreichen Boden vor.

Verbreitung

Platanen sind auf der Nordhalbkugel weit verbreitet. Ihren Schwerpunkt haben die Arten in Nordamerika und Asien. Die in Europa am häufigsten gepflanzte Art entstand 1650 nach dem Kreuzen zweier Arten.

Nutzung

Dank ihrer dichten Krone fungieren Platanen als Schattenspender. Da sie extrem robust und frostunempfindlich sind, avancierten sie im 19. Jahrhundert zu beliebten Straßenbäumen. Seitdem dienen sie als schmückende Allee- und Parkbäume. Zugleich dienen sie als Luftreiniger und verbessern das Stadtklima. Nicht weniger interessant macht die Platanen ihre Optik. In einem großen Garten überzeugen sie vor allem mit ihrem ausladenden Wuchs und ihrer schuppigen Borke.

Das Holz der Platanen lässt sich gut bearbeiten und findet im Innenausbau breites Verwenden. Die Industrie stellt aus ihnen Material zum Verpacken und Werkzeugstiele her. Für den Einsatz im Freien eignet sich das Platanenholz nicht.

Pflege/Schnitt

Regelmäßiges Wässern und Düngen sind in den ersten Jahren nach dem Pflanzen förderlich für ein gesundes Wachstum. Ältere Exemplare versorgen sich mithilfe ihrer tiefreichenden Wurzeln selbst. Um den schnellwachsenden Platanen Herr zu werden, empfiehlt sich ein regelmäßiger Schnitt, der nach dem Blätterfall im Herbst erfolgt.

Krankheiten/Schädlinge

Zu den typischen Krankheiten zählt der Befall mit der Pilzart Nectria galligena. Der Baumkrebs geht mit einem Aufbrechen der Rinde einher. Sind Äste und Zweige befallen, sind diese zu entfernen und zu verbrennen. Bei einem Befall des Stammes empfiehlt sich das Ausschneiden der betroffenen Fläche durch einen Fachmann. Trockenes Laub in der Krone ist möglicherweise ein Indiz für einen Pilzbefall durch die Art Splanchnonema platani. Sie verursacht die Massaria-Krankheit, welche die Leitungsbahnen der Platanen verstopft und zum Absterben von Ästen führt.

Platanen sind anfällig für den Echten Mehltau. Ist ein Baum an dem Pilz erkrankt, äußert sich dies durch einen weißlichen, oberflächlichen Belag. Dieser zeigt sich auf der Ober- und Unterseite der Blätter, den Blattstielen und Blütenständen. Nach Untersuchungen im städtischen Raum weisen geschnittene Platanen einen stärkeren Befall auf als ungeschnittene Bäume. Zu beobachten ist ein verstärkter Befall bei Bäumen, die an Standorten mit hoher Luftfeuchtigkeit wachsen oder Trockenstress ausgesetzt sind. Bekämpfen lässt sich die Krankheit mit Fungiziden.

Der Pilz Apiognomonia veneta ruft bei der Platane die Blattbräune hervor. Zu erkennen ist die Erkrankung an unregelmäßigen braunen Flecken entlang der Blattadern sowie am Blattrand. Sinnvoll ist in diesem Fall das Entfernen des befallenen Laubs sowie ein Rückschnitt der erkrankten Triebe. Manchmal sind Bäume zeitgleich von der Platanenblattbräune und Platanenminiermotte befallen. Schäden durch die Platanenminiermotte äußern sich in Form weißlicher Stellen. Mit dem Entfernen des Herbstlaubes lässt sich hier Abhilfe schaffen.

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