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  • Ordnung: Silberbaumartige
  • Familie: Platanengewächse
  • Gattung: 1 Eintrag
  • Art: 1 Eintrag
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Eigenschaften

  • Familie ist mehr als 30 Millionen Jahre alt
  • imposante Bäume, Wuchshöhe bis 50 Meter
  • ahornähnliche, handtellergroße Blätter
  • hängende, kuglige Blütenstände
  • büschelartige Fruchtverbände

Platanengewächse

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Bäume aus der Familie der Platanengewächse (bot. Platanaceae) sind eindrucksvolle Zeugen vergangener Zeitalter. Ihre Lebensdauer liegt in Abhängigkeit von der Art zwischen 150 und 1.000 Jahren. Platanengewächse gehören zur Klasse der Bedecktsamer (Magnoliophyta) und zur Ordnung der Silberbaumartigen (Proteales). Zur Familie der Platanaceae gehört eine Pflanzengattung. Die Platanen (Platanum) zählen weltweit sechs bis zehn Arten.

Die imposanten Platanengewächse sind auf der nördlichen Erdhalbkugel, in den gemäßigten Klimazonen von Nordamerika, Asien und Südeuropa zu Hause. Fossile Funde berichten von einer Art, die vor 33,9 Millionen Jahren, zum Ende des Eozän zur Erd-Flora gehörte. Die laubabwerfenden bis halbimmergrünen Bäume der Pflanzenfamilie der Platanengewächse erreichen eine atemberaubende Wuchshöhe von bis zu 50 Metern und eine Wuchsbreite von bis zu 30 Metern. Weil die Pflanzenfamilie aus einer einzigen Gattung besteht, ist deren Name zugleich für die übergeordnete Kategorie gebräuchlich.
In der Antike haben Griechen und Römer Platanengewächse als heilige Bäume verehrt. Das älteste lebende Gewächs dieser Pflanzenfamilie ist das Heiligtum von Plataniotiss. Der Baum wächst im griechischen Kalavrita. Im Jahr 352 nach Christus pflanzten der Sage nach Verehrer diesen Baum.

Blatt

Das leicht ledrige Laub der Platanengewächse ist hell- bis mittelgrün. Es ist an der Oberseite glänzend, an der Unterseite filzig bis behaart. Die gestielten, handtellergroßen Laubblätter wachsen wechselständig und sind spiralig angeordnet. In der Mehrzahl sind sie drei- bis siebenlappig und ähneln mit den lanzettlichen Lappen den Blättern des Ahorns. Der Blattrand des Laubes ist gezähnt, die Blattspreite tief eingeschnitten. Platanengewächse bilden unauffällige Nebenblätter aus, die den Stiel umhüllen. Der Stiel der Blätter schließt die Achselknospe am Grunde wie eine Kapuze ein.

Blüte

Bäume der Pflanzenfamilie Platanaceae sind einhäusig getrenntgeschlechtlich. Ein Gewächs bildet männliche und weibliche Blüten aus. Sie sind klein und von gelblich- und rötlich-grüner Farbe. Blütezeit in Mitteleuropa ist von April bis Mai.

Platanengewächse bilden kugelförmige, dichtblütige, herabhängende Blütenstände in jeweils einem Geschlecht aus. Sie bestehen aus bis zu zwölf Einzelblüten mit sitzenden und hängenden Köpfen. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind. Die Blütenstände sitzen blattachselständig an langen Stielen. Während männliche Blüten frühzeitig abfallen und drei bis acht Kelch-, Staub- und Kronblätter besitzen, enthalten die weiblichen drei bis vier Kelchblätter.

Frucht

Die zwei bis drei Zentimeter großen, kugeligen Früchte von Platanengewächsen bilden büschelartige Fruchtverbände aus. Die einsamigen, borstigen Nussfrüchte sind von langen Haaren umhüllt. Sie überwintern am Baum hängend und fallen im folgenden Jahr zu Boden.
Die Früchte von Platanengewächsen sind giftig und und für den Menschen nicht geeignet. Ihre filzigen Haare können beim Einatmen allergische Reaktionen auslösen.

Wuchs

Die Familie der Platanengewächse besteht aus großen Bäumen mit dünnem Geäst und abstehenden Zweigen. Bei älteren Bäumen ist die Baumkrone weit ausladend. Die außergewöhnlich schnell wachsenden Herzwurzler erreichen eine Wuchshöhe von bis zu 50 Metern, in Mitteleuropa bis zu 20 Metern. Die durchschnittliche Wuchsbreite der Krone beträgt 27 Meter. Laubabwerfende Arten der Platanaceae verlieren die ockergelben Blätter im Oktober.

Eine faszinierende Besonderheit stellt die Rinde von Platanengewächsen dar. Ihre Borke ist gelb, grau, braun und grünlich gemustert und erinnert an eine Camouflage-Optik. Die Rinde blättert jährlich in dünnen Platten vom Baum und hinterlässt die typischen Farbflecken. Sehr trockene Sommer können zu einem vermehrten Abwurf von Rinde führen. Die Gesundheit des Baumes ist dadurch nicht beeinträchtigt. Die imposanten Bäume erreichen ein Alter von 100 bis 300 Jahren. Einzelne Exemplare der Pflanzenfamilie erreichen ein deutlich höheres Alter.

Standort

Platanengewächse lieben einen sonnigen, hellen bis halbschattigen, lichtdurchfluteten Standort. Sie bevorzugen nährstoffhaltiges, gut durchlässiges Substrat mit Sand- und Lehm-Anteilen.

Verbreitung

Die Pflanzenfamilie der Platanengewächse ist in den gemäßigten Zonen der nördlichen Hemisphäre zu Hause. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Norden des amerikanischen Kontinents über Südosteuropa bis zum Bergland von Vietnam, Kambodscha und Laos und zum Himalaya. Europäische Platanen wachsen vorzugsweise in der Mediterran-Region.

Nutzung

Eine wertvolle Eigenschaft der Platanaceae ist ihre hohe Widerstandkraft gegen Luftverschmutzung und luftreinigende Attribute. Sie machen sie zu einem wertvollen Gewächs zur Begrünung von Städten. Eindrucksvoll zieren sie Straßenränder und Alleen. 40 Prozent aller Bäume der französischen Hauptstadt Paris sind Platanen. In Parks und Gärten sind Platanengewächse eindrucksvolle Schattenspender. Platanenholz ist feinporig und hart. Es besitzt eine Dichte von 0,7 Gramm pro Kubikzentimeter und lässt sich für Möbel, Parketts, Furniere und Werkzeugstiele nutzen.

Pflege/Schnitt

Junge Bäume der Pflanzenfamilie Platanengewächse bedürfen während längerer Trockenperioden im Sommer gelegentlicher Wassergaben. Sie sind dankbar für jährliches Düngen mit einem Substrat aus Kompost und Mulch. Platanen sind extrem winterfest und robust. Jungpflanzen benötigen einen leichten Winterschutz, der vorzugsweise aus Kompost, Rindenmulch und Reisig von Nadelgehölzen besteht.

Der sorgsame Gärtner nimmt Rückschnitt, Auslichten und Formen der Baumkrone in den Wintermonaten vor. Die Vermehrung von Platanengewächsen mit Stecklingen verspricht größere Erfolge als die Aussaat der Samen. Pflanzzeit sind die warmen Monate des Frühjahrs. Platanen sind Tiefwurzler und bilden ein breites Wurzelgeflecht aus. Entsprechend groß ist der Bedarf an Erdreich.

Krankheiten/Schädlinge

Die Pflanzenfamilie der Platanaceae ist robust und widerstandsfähig. Nach langen Nässe-Perioden besteht bei älteren Gewächsen die Gefahr von Pilzerkrankungen wie Platanenkrebs, die Massaria-Krankheit und Blattbräune. Es ist empfehlenswert, die Bäume in und nach solchen Witterungslagen regelmäßig zu kontrollieren und befallene Zweige zu entfernen.

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