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Eigenschaften

  • mittelgroße Gehölze
  • optimal in der Einzelstellung
  • auffallend große Blüten in dezenten Farben
  • aromatischer Blütenduft
  • herzförmige Blätter

Paulownien

Gattung Paulownia ab €11.10 kaufen
     
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Die Gattung der Paulownien (bot. Paulownia) ist die einzige innerhalb der Familie der Blauglockenbaumgewächse (Paulowniaceae). Sie enthält sieben Arten und trägt den deutschen Namen Blauglockenbaum. Eine gleichnamige Art ist ein wichtiges Ziergehölz in Parks und Gärten.

Paulownien tragen auffallend große Blüten, die in zarten Farbtönen leuchten. Sie sind ein wahrer Hingucker und verzaubern mit ihrem Anblick. Nicht nur die Augen dürfen sich an diesen Gartenschönheiten erfreuen. Mit ihrem verführerischen Duft sind Paulownien ein Erlebnis für die Sinne. Die großen Blätter liefern das perfekte Zusammenspiel. Auch Hummeln wissen diese Blütenpracht zu schätzen. Sie sind im Sommer gern gesehene Besucher an den Blüten. Paulownien sind der ideale Begleiter für Gärten mit asiatischem Charakter. Bekanntheit erlangte die Gattung durch den bayerischen Arzt und Botaniker Philipp Franz von Siebold. Er pflanzte in seinem asiatischen Akklimatisationsgarten Exemplare des Blauglockenbaums an. Auch war er es, der den Namen Paulownia beschrieb. Benannt sind die Laubbäume nach Anna Paulowna, der Tochter des russischen Zaren Paul I.

Blatt

Im späten Frühjahr treiben die Laubblätter aus. Am Anfang erscheinen die jungen Blätter in einem dezenten Bronzeton. Diese Färbung verschwindet nach kurzer Zeit und die Blätter erscheinen hellgrün. Sie folgen einer gegenständigen bis wirteligen Anordnung. Die Laubbäume werfen ihr Blattwerk in den gemäßigten Klimazonen im späten Herbst ab.
Unter tropischen Bedingungen wachsen sie als immergrüne Gehölze. Auffällig sind die herzförmigen Blattspreiten. Sie laufen am Ende spitz zu. An der Seite sind bei einigen Arten zwei bis vier lappenartige Erweiterungen angedeutet. Andere Vertreter besitzen Blätter mit einem leicht gewellten oder einem glatten Blattrand. Bei jungen Bäumen ist der Blattrand gesägt. Ein Blatt erreicht eine Länge von 40 und eine Breite von 30 Zentimeter. Die Blattoberseite ist leicht behaart. Blattunterseits wächst ein grauer Filz.

Blüte

Einige Paulownien blühen erst nach sechs bis zehn Jahren. Die Blütenknospen bilden sich im späten Sommer aus. Ihre Pracht entfaltet sich im nächsten Jahr zwischen April und Mai. Die Einzelblüten sind zwittrig aufgebaut und erscheinen spiegelsymmetrisch. Sie erreichen Längen zwischen drei und zwölf Zentimeter und bestehen aus Kelch und Krone. Fünf Kelchblätter bilden einen glockenförmigen oder kegelförmigen Becher. Sie sind im unteren Teil verwachsen, während die Kelchzähne im oberen Teil frei stehen. Der Kelchbecher ist behaart. Die Kronblätter sind trichter- oder röhrenförmig miteinander verwachsen.

Sie erstrahlen in verschiedenen Farbnuancen zwischen weiß und purpur. Die Kronröhre verengt sich zur Basis hin. Hier ist sie leicht gekrümmt. Die Blütenkrone bildet eine zweilippige Gestalt. Die Unterlippe ist länger als die Oberlippe. Sie besteht aus drei Lappen, während die Oberlippe aus zwei Lappen zusammengesetzt ist. Vier Staubblätter sind im Inneren mit der Blütenkrone verwachsen. Die aromatisch duftenden Einzelblüten stehen in großen Blütenständen zusammen. Dieser pyramidenförmige Blütenstand erreicht eine Länge von bis zu 40 Zentimeter.

Frucht

Paulownien tragen Kapselfrüchte. Sie enthalten zahlreiche staubfeine Samen, die häutige Flügel besitzen. Sie dienen der Verbreitung durch den Wind. Die Hülle der walnussgroßen Früchte bleibt nach dem Öffnen, teilweise bis in den Winter hinein, am Ast hängen und erzeugen einen dekorativen Charakter.

Wuchs

Die Gehölze sind überwiegend einstämmig. Unter milden Temperaturen erreichen sie Wuchshöhen zwischen 12 und 15 Meter. In tropischen Gefilden wachsen die Gehölze als Großbäume mit Höhen bis zu 30 Meter. Eine lockere Krone erstreckt sich in rundlicher Gestalt in den Himmel. Sie ist schwach verzweigt mit auffallend dicken Trieben. In Klimazonen mit Winterfrösten reifen die Triebspitzen nicht vollständig aus. Sie frieren zurück und jeder Trieb entwickelt eine Gabelung. Die beiden Gabeltriebe unterscheiden sich in ihrer Wuchskraft. Einer wächst stärker als der Zweite. Junge Bäume entwickeln einen großen Zuwachs. Möglich sind zwischen 50 Zentimeter und zwei Meter Zuwachs innerhalb eines Jahres. In späteren Jahren reduziert sich der Zuwachs auf jährliche 40 Zentimeter. Paulownien entwickeln ein ausladendes und tiefgründiges Wurzelwerk.

Standort

Die Gehölze lieben einen vollsonnigen Standort. Paulownien gedeihen im Halbschatten mit geringerer Blütenpracht. Sie benötigen viel Wärme und vertragen keinen Frost. Hitze und Trockenheit machen den Bäumen nichts aus. An einem geschützten Platz fühlen sich die Laubbäume am wohlsten. Sie zeigen sich empfindlich gegenüber kaltem Wind. Ideale Bedingungen herrschen in Weinanbaugebieten. Die Ansprüche an den Boden sind gering. Ein mäßig nährstoffreicher Boden unterstützt die Wuchskraft. Die kalkliebenden Bäume wachsen gerne auf leicht trockenen bis frischen Böden. Auch auf schwach sauren Böden gedeihen die Gehölze. Das Substrat ist idealerweise wasserdurchlässig und tiefgründig.

Verbreitung

Alle Arten dieser Gattung stammen aus dem östlichen und zentralen China. Drei Arten sind in Taiwan heimisch. Mit der Art Paulownia fortunei gibt es einen Vertreter, der sich im Süden bis nach Laos ausgebreitet hat und im nördlichen Vietnam vorkommt.

Nutzung

Blauglockenbäume gelten als Gehölze mit einem starken Ausdruck. Ihre vollkommene Pracht kommt in der Einzelstellung perfekt zur Geltung. Sie eignen sich ideal als Park- oder Straßenbaum, denn das Stadtklima schadet ihnen nicht. Die lockere Krone lässt ausreichend Licht auf den Boden fallen. Auch lichtbedürftige Stauden wachsen in diesem Bereich optimal. In Gärten mit viel Platz ziehen die Bäume jede Aufmerksamkeit auf sich. Sie eignen sich für chinesische Gärten. Als schnell wachsende Gehölze gewinnen die Laubbäume mehr und mehr Bedeutung in der Forstwirtschaft, die das Holz nutzt.

Pflege/Schnitt

Die Pflege der Paulownien reduziert sich auf ein Minimum. Junge Bäume benötigen an heißen Tagen eine zusätzliche Bewässerung. Bei alten Exemplaren entfällt das Gießen. Die Gehölze vertragen keine Staunässe. Im Frühjahr ist ein Mulchen und eine mäßige Kompostgabe möglich, aber nicht zwingend erforderlich. Eine zu hohe Nährstoffversorgung führt zur Brüchigkeit an den Trieben. Sie leiden unter einer höheren Frostempfindlichkeit. Zwischen Mai und Juli erfolgt der Rückschnitt von alten und verwelkten oder kranken Trieben. Diese Zeit ist optimal, um die Krone auszulichten.

Krankheiten/Schädlinge

Paulownien sind unempfindliche gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Selten kommt es zum Schneckenfraß an den jungen Blättern. In niederschlagsreichen Sommermonaten hat ein Pilz optimale Lebensbedingungen. Er führt zur Blattfleckenkrankheit, die sich durch helle oder dunkle Flecken auf den Blättern äußert. Es empfiehlt sich das Entfernen und Entsorgen des abgefallenen Laubs im Herbst.

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