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Eigenschaften

  • glockenförmige Blüten
  • silbrig glänzende Behaarung
  • wachsen an trockenen Standorten
  • pflegeleicht und robust
  • ausdauernde krautige Pflanzen

Kuhschellen

Gattung Pulsatilla ab €3.30 kaufen
     
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Die Gattung der Kuhschellen (bot. Pulsatilla) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Zur Gattung zählen zwischen 33 und 38 Arten, von denen die Gewöhnliche Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris) in Deutschland wild anzutreffen ist.

Bei diesen zauberhaften Gewächsen denkt kein Gärtner daran, dass die Pflanzen zu den Hahnenfußgewächsen zählen. Ihre auffallend großen Blüten, die in einem satten Kontrast aus lilafarbenen Kronblättern und gelben Staubbeuteln erstrahlen, machen die Kuhschellen zu attraktiven Blütenschmuckpflanzen. Sie bringen Farbe in Lebensbereiche mit trockenen Standortbedingungen. Wie kleine Farbkleckse zieren die prachtvollen Pflanzen jeden naturnahen Garten. In der Natur stehen die lieblichen Gewächse unter Schutz. Im heimischen Garten sorgen sie für Artenvielfalt. Im Sommer scharen sich bunte Insekten um die Blüten. Die glockenförmigen Blüten gaben der Gattung ihren Namen, denn sie erinnern an eine läutende Glocke im Wind.

Blatt

Kuhschellen bilden keine Stängelblätter aus. Ihre Laubblätter sitzen in einer grundständigen Rosette zusammen. Sie erinnern während des Austriebs leicht an die Gestalt eines sich entrollenden Blattwedels von Farnpflanzen. Die Blattspreite ist ein- bis mehrfach gefiedert. Einige Arten tragen gefingerte Blätter mit einer fiederspaltigen bis fiederschnittigen Blattspreite. Die Blätter sind lang gestielt und filzig behaart. Diese Behaarung gibt ihnen einen silbrig glänzenden Farbton. Die Blätter zeigen sich erst, wenn die Pflanzen bereits aufblühen.

Blüte

Am Grund der auffällig großen Blüten bilden drei verwachsene Blätter eine glockenförmige Hülle. Sie erzeugen gemeinsam mit den leuchtend gefärbten Blüten den Anschein einer Schelle. Die Einzelblüten sind zwittrig aufgebaut. Sie sind radiärsymmetrisch und sitzen am Ende eines langen Blütenschaftes. Die Blütenhülle der heimischen Arten erstrahlt in Violett, Weiß oder Gelb. Zuchtformen erweitern das Farbspektrum um die Farben rosa, rot und blau.

Die Blütenhülle besteht aus zwei Kreisen mit jeweils drei Blütenhüllblättern. Die Außenseite der Blütenhülle ist von einem dichten Flaum aus silbernen Haaren bedeckt. Im Zentrum der Blüte sitzen zahlreiche gelbe oder purpurne Staubblätter. Die Art Pulsatilla kostyczewii entwickelt als einzige innerhalb der Gattung kronblattartige Staubbeutel. Sie produzieren Nektar und locken damit Bestäuber an. Die Blütenpracht zeigt sich früh im Jahr. Die ersten Blüten öffnen sich im März. Die Blütezeit reicht bis in den Juni hinein.

Frucht

Die Früchte stehen in einem kugeligen Fruchtstand. Kuhschellen entwickeln zahlreiche Nüsschen, die in ihrer Form an eine Spindel erinnern. Zur Fruchtreife vergrößern sich die Griffel. Mit ihrer zottigen Behaarung erinnern Sie in ihrer Erscheinung an Federn. Dieser Federschweif dient der Verbreitung durch den Wind. Die Früchte bohren sich mit Hilfe scharfer Spitzen in den Boden ein. Ihr Fruchtschmuck macht die Pflanzen auch nach der Blütezeit zu dekorativen Gewächsen.

Wuchs

Kuhschellen wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Die Pflanzen erreichen Wuchshöhen zwischen 15 und 40 Zentimeter. Die Samenstände ragen bis zu einem halben Meter in die Höhe. Die aufrechten Pflanzen bilden Rhizome aus, mit denen sie den Winter im Boden überdauern. Die oberirdischen Pflanzenteile sind mit einem langen und weichen Flaum aus silbergrauen Haaren bedeckt. Dieser Flaum dient der Pflanze in der Natur als Schutz vor der Kälte. Im Winter legen sich die verwelkten Blätter wie eine Isolierschicht über den Boden. Sie wirken wie ein Schutzschild vor Frost. Die heimischen Arten sind winterhart.

Standort

Die Pflanzen wachsen auf einem basenreichen Standort. Sie bevorzugen trockene und basenreiche Untergründe. Sie sind den Nährstoffgehalt des Bodens betreffend anspruchslos. Kuhschellen haben keine Probleme mit nährstoffreicheren Böden. In Mutterböden mit einem geringen Sandanteil fühlen sich die Pflanzen am wohlsten. Hier besteht eine natürliche Regulation der Nährstoffe, die den Pflanzen zugute kommt. Auch auf mageren Böden gedeihen die Kuhschellen. In der Natur sind die auf mäßig sauren, steinigen oder sandigen Substraten zu finden. Jeder einigermaßen fruchtbare Boden reicht aus, um die Schönheit im eigenen Garten anzusiedeln.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Kuhschellen erstreckt sich vom nördlichen über das mittlere bis ins südliche Europa. Sie wächst auf Halbtrocken- und Trockenrasen und stellt eine echte Augenweide auf den Bergwiesen dar. Einige Arten besiedeln die endlosen Weiten Sibiriens. Ihr Areal reicht bis nach China und Japan. Kuhschellen sind in alpinen Regionen und im Tiefland anzutreffen.

Nutzung

In bunten Beeten mit verschiedenen Frühjahrsblühern ziehen Kuhschellen die Aufmerksamkeit auf sich. Sie sorgen für Abwechslung inmitten von Narzissen (Narcissus), Märzenbechern (Leucojum) und Tulpen (Tulipa). Kuhschellen sind der optimale Farbgeber in sonnigen Steingärten. Sie liefern einen tollen Blickfang inmitten dieser Kulisse, in der die Farben Hellgrau und Sand dominieren. Die kontrastreichen Gewächse gesellen sich perfekt in Arrangements mit Stauden- und Beetpflanzen. In Naturgärten sorgen sie für ästhetische Kontraste.

Als optimale Pflanzpartner erweisen sich Ziergräser wie das Flausch-Federgras (Stipa pennata). Das Alpen-Edelweiß (Leontopodium alpinum) sorgt mit seinen weißen Blüten für ein buntes Farbspektakel. Interessante Formenvariationen bringen Wolfsmilchgewächse ein (Euphorbium). Die Kuhschelle dient als nährende Pflanze für die Bienen. Sie lockt viele nützliche Insekten in den Garten und unterstützt die Artenvielfalt. Im naturnahen Garten sind Kuhschellen eine zauberhafte Bereicherung. Sie verschönern sonnige Hügel, Wiesen mit Heidebewuchs und steinige Abhänge. Ein von Kiefern geprägter Lebensraum erfährt mit der Kuhschelle die perfekte Ergänzung für dieses Biotop.

Pflege/Schnitt

Kuhschellen erweisen sich als unglaublich pflegeleicht. Wenn sie den optimalen Standort für sich gefunden hat, erfreut sie den Gartenbesitzer über viele Jahre mit einer aufregenden Blütenpracht. Sie kommt mit lang anhaltenden Trockenperioden gut zurecht und benötigt keine zusätzliche Bewässerung. Die robusten Pflanzen gedeihen ohne eine regelmäßige Düngung prächtig. Auf Umpflanzen reagieren die Kuhschellen empfindlich. Winternässe schädigt die unterirdischen Rhizome. Eine Schicht aus Reisig oder Laub schützt das Rhizom im Winter vor Kälte. Allerdings überstehen die robusten Pflanzen den Winter auch ohne zusätzlichen Schutz. Eine rechtzeitige Entfernung dieser Isolierung im Frühjahr ist notwendig, damit den frischen Trieben keine Hindernisse im Weg stehen. Ein Schnitt ist nicht notwendig. Das Laub vertrocknet im Herbst.

Krankheiten/Schädlinge

Kuhschellen gelten als extrem robuste Pflanzen. Es sind keine Krankheiten oder Schädlinge bekannt, die den Pflanzen Schäden zufügen. Schnecken verschmähen das behaarte Laub dieser Gewächse.

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